GVZ – Der Volatilitätsindex für Gold

Gold ist an den Finanzmärkten für professionelle wie auch für private Anleger und Trader seit jeher ein sehr wichtiger Basiswert. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Produkte zum Handel von Gold verfügbar sind. Neben Futures und Optionen sind auch ETFs, welche die Performance des Goldes nachbilden, handelbar. Der GVZ ist der Volatilitätsindex des bekanntesten Gold-ETFs, des SPDR Gold Shares (GLD).

Was ist der GVZ?

Der Cboe Gold ETF Volatility Index (kurz: GVZ, aufgrund des Ticker-Symbols) misst die vom Markt erwartete kurzfristige Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Goldpreises. Dabei wird die gleiche Methode angewandt, mit der auch der VIX berechnet wird und es werden die Optionspreise des SPDR Gold Shares (GLD) zur Berechnung des Index herangezogen.

SPDR Gold Shares (GLD)

Der SPDR Gold Shares ETF mit dem Ticker Symbol GLD ist ein ETF, welcher primär durch den Kauf von Goldbarren die Entwicklung des Goldpreises abbildet. Im Gegensatz zu bspw. dem USO (dem bekanntesten Öl-ETF), entstehen so keine Rollverluste durch das Rollen von Futures-Kontrakten und der GLD eignet sich durchaus auch für langfristige Investments in Gold, wenngleich die Finanzierungskosten langfristig einen leicht negativen Einfluss haben.

Vergleich der Performance von Gold (rot) mit dem GLD (blau) (Screenshot von stockcharts.com)

Interpretation und Analyse des GVZ

Der GVZ lässt Rückschlüsse auf die zu erwartende bzw. die von Marktteilnehmern erwartete Schwankungsbreite des Goldpreises zu. Ein hoher Indexstand signalisiert eine hohe erwartete Schwankungsbreite, während ein tiefer Indexstand auf eine geringe Schwankungsbreite hindeutet.

Außerdem wird der GVZ insbesondere von Optionshändlern gerne zur Analyse der impliziten Volatilität genutzt, da deren Entwicklung für den Erfolg von Options-Trades eine wichtige Rolle spielt.