Aktienoptionen

Aktienoptionen sind für institutionelle wie auch für private Anleger wichtige Finanzinstrumente zur Absicherung von Aktienpositionen. Darüber hinaus bieten sie für spekulativ orientierte Händler zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Aktienoptionen sind und welche Besonderheiten diese aufweisen.

Was ist eine Aktienoption?

Der Käufer einer Aktienoption erwirbt das Recht, eine bestimmte Anzahl (100) der zugrunde liegenden Aktien zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Der Optionsverkäufer erhält vom Optionskäufer die Optionsprämie und verpflichtet sich im Gegenzug dazu, die Aktien zu kaufen (Put) bzw. zu verkaufen (Call), falls der Optionskäufer sein Recht wahrnimmt und die Option ausübt.

Besonderheiten von Aktienoptionen

Bzgl. der Rechte und Pflichten des Optionskäufers und des Optionsverkäufers gibt es zwischen Aktienoptionen und anderen Optionen (bspw. Index-Optionen oder Futures-Optionen) also keine grundsätzlichen Unterschiede. Wenn Sie einen Blick auf die Kontraktdetails werfen, erkennen Sie allerdings einige Besonderheiten.

In den Kontraktdetails von Aktienoptionen sehen Sie u.a. den Multiplikator (100), die Abwicklungsmethode (physische Lieferung) und den Ausübungsstil (American)

Multiplikator

Der Multiplikator von Aktienoptionen beträgt in der Regel 100. Das heißt der Optionspreis, den Sie bspw. im Option Trader der TWS sehen, muss mit 100 multipliziert werden, um die tatsächlich Optionsprämie zu berechnen.

Eine Aktienoption bezieht sich demnach auf 100 Aktien. Im Falle einer Ausübung der Option kaufen oder verkaufen Sie mit einer Option 100 Stück der zugrunde liegenden Aktie.

Abwicklungsmethode

Die Abwicklungsmethode (Settlement Method) von Optionen kann entweder bar oder physisch sein. Aktienoptionen unterliegen einer physischen Abwicklungsmethode. Das bedeutet, im Falle einer Ausübung der Option, bekommen Sie die Aktien physisch ins Depot gebucht (Long oder Short).

Ausübungsstil

Aktienoptionen haben einen amerikanischen Ausübungsstil. Somit kann eine Aktienoption während der gesamten Laufzeit ausgeübt werden. Im Gegensatz dazu können Optionen europäischer Art nur zum Laufzeitende ausgeübt werden. (Der Ausübungsstil hat nichts mit dem Land bzw. dem Handelsort zu tun und gilt für Optionen auf amerikanische Aktien ebenso wie bspw. auf europäische Aktien.)