Nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag sehen sich Börsianer mit einer Handelswoche bestehend aus Inflationsdaten, dem FOMC-Protokoll und Einzelhandelsdaten aus den USA konfrontiert. Auch der Beginn der US-Berichtssaison impliziert Bewegungspotenzial.

US-Arbeitsmarktdaten könnten bis in die neue Woche mitschwingen

Die Nachwirkungen der jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt dürften mit in die neue Handelswoche schwingen. Mit einem Stellenaufbau von lediglich 194.000 Einheiten wurden die Erwartungen in Höhe von 500.000 neuen Stellen weit verfehlt. Auch wenn sich die Börsen dies- und jenseits des Großen Teichs am Freitag relativ schnell von diesem Schock erholen konnten, wirft besagte Entwicklung neue Fragen auf. Die US-Notenbank Fed dürfte in puncto „Tapering“ womöglich vorerst weiter im Nebel stochern und Anlegern somit tendenziell ein Niedrigzinsumfeld bescheren. Bislang ist nicht klar, ob der Währungshüter auf der November-Sitzung das Tempo seiner Anleihekäufe drosseln wird.

US-Verbrauchpreise und FOMC-Meeting zur Wochenmitte als Highlight

Während sich der Montag und Dienstag aus Sicht der Konjunkturagenda unspektakulär gestalten, dürfte der Mittwoch umso mehr Aufmerksamkeit erfahren.

Licht ins Dunkle über die zukünftige Geldpolitik bringen könnten neben der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise das sogenannte FOMC-Protokoll, von dem sich Anleger wichtige Hinweise erhoffen.

Gegenüber dem Vormonat sollte sich die Teuerung um weitere 0,10 Prozentpunkte nach oben bewegen. Versus dem Vorjahr wird der Wert auf 4,00 Prozent geschätzt: (Zuvor: 4,00 Prozent).

Aktuell geht der Konsens der Fed im Hinblick auf die hohe Inflation von einem temporären Phänomen aus. Sollten die Preise weiter in die Höhe schnellen, könnte dies US-Notenbanker dazu bewegen, ihre Meinung zu überdenken.

Auch auf deutscher Seite blicken Börsianer auf die Veröffentlichung des harmonisierten Verbrauchpreisindizes. Hierzulande wird mit einer Steigerung in Höhe von 3,40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gerechnet. (Zuvor: 4,10 Prozent).

Am Donnerstag blicken Anleger auf die Entwicklung der chinesischen Verbraucherpreise. Gegenüber dem Vorjahresmonat wird ein Zuwachs um 0,10 Einheiten auf 0,90 Prozent erwartet.

US-Einzelhandelsdaten und Verbrauchervertrauen zum Wochenschluss

Der zweite Freitag des neuen Monats bringt neue Daten zum US-Einzelhandel und dem von Reuters und der Uni Michigan veröffentlichten Verbrauchervertrauen an das Tageslicht. Gegenüber dem Vormonat wird bei Erstgenannten mit einem Minus von 0,20 Einheiten gerechnet. (Zuvor: 0,70 Prozent).

Das Verbrauchvertrauen, welches eine personenbezogene Erhebung in Bezug auf die wirtschaftliche Aktivität wiedergibt, zeigt, ob die Verbraucher bereit sind Geld auszugeben. Erwartet wird eine Steigerung um 1,20 Punkte auf 74 Zähler gegenüber dem August.

Q3-Berichtssaison impliziert Bewegungspotenzial

Mit Beginn des vierten Quartals des Jahres rückt indes die Berichtssaison der Unternehmen in Reichweite. In den USA werden die Geldhäuser JP Morgan und Morgan Stanley (Mittwoch) und Goldman Sachs (Freitag) ihre Q3-Ergebnisse vorstellen.

Auch die Bank of America, Citi Group und Wells Fargo öffnen am Donnerstag ihre Bücher.