Mit dem Oktober sehen sich Anleger einem saisonal stärkeren Börsenmonat konfrontiert. Indes hoffen die Investoren auf den Startschuss der berüchtigten Jahresendrally. Doch mit dem Cocktail aus Inflations- und Zinsängsten sowie Konjunktursorgen könnten sich die Startvoraussetzungen dafür durchaus besser gestalten.

In der kommenden Woche warten neben konjunkturellen Frühindikatoren die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.

Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen bleiben schwelend

Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen dürfte Anleger auch in der neuen Handelswoche weiter umtreiben. Mit positiven US-Arbeitsmarktdaten im Rücken könnte die US-Notenbank Fed ein Argument mehr erhalten, das sogenannte „Tapering“ zu starten, welches ein Abschmelzen der monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar vorsieht. Auch die Sorge vor eine weniger florierenden Wirtschaft als bereits eingepreist bleibt Gesprächsthema. Mit den aktuell Lieferengpässen im Produktionssektor und vergleichsweise hoher Rohstoff- und Energiepreise erhielt die Furcht vor Produktionsausfällen und das Thema Inflation zuletzt immer wieder einen neuen Nährboden.

Auf Monatssicht büßt der DAX 40 im September über drei Prozent ein. Der breitgefasste Index S&P 500 verliert fast fünf Prozent an Wert.

Deutschland, Europa und USA: Frühindikatoren geben Bild über Konjunktur ab

Während der Montag aus Sicht der Konjunkturagenda weniger bedeutend ist, rücken am Dienstag mit den Markit PMI Indizes für die deutsche und europäische Seite als auch für die Vereinigten Staaten die ersten Frühindikatoren des Monats in den Vordergrund. Der PMI-Composite für Produktion und Dienstleistung sieht einen Status quo in Höhe von 55,30, 56,10 Punkten und 54,50 Punkten für genannte Nationen im Monatsvergleich vor.

In den USA soll sich zudem der ISM-Beschäftigungsindex für das nicht produzierende Gewerbe als auf die Auftragseingänge gleichbleibend gegenüber dem Vormonat gestalten: 53,70 bzw. 63,20 Punkte.

Der Mittwoch sieht neben den europäischen Einzelhandelsumsätzen die berüchtigten ADP-Daten vor, welche einen ersten Vorgeschmack auf die am Freitag publizierten US-Arbeitsmarktdaten abgeben. Der Einzelhandel erwartet indes eine Verbesserung um 3,10 Prozentpunkte auf 0,80 Einheiten. Damit würde sich der Einzelhandelssektor von den Corona-Folgen weiter deutlich erholt präsentieren.

Die ADP-Daten könnten sich schätzungsweise auf 475.000 neue Stellen belaufen (Vormonat: 374.000 Einheiten).

US-Arbeitsmarktdaten als Wochenhighlight: Zuwachs erwartet

Auch der Donnerstag erfährt wie der Montag weniger Relevanz. Umso mehr dürfte mit dem am Freitag veröffentlichten Non-Farm Payrolls (NFPs) das Wochenhighlight anstehen. Die Schätzung sieht einen Zuwachs außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 500.000 Einheiten vor (Zuvor: 235.000 neue Stellen).