Die neue Handelswoche dürfte von einer hohen Volatilität gekennzeichnet sein. Die Unsicherheit über die Coronavirus-Mutation „Omikron“ bleibt vorerst die zentrale Thematik. Auch die jüngsten Inflationsdaten aus den USA sollten die Märkte noch beschäftigen. Zudem blicken Anleger auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve nebst Europäische Zentralbank.

„Omikron“ bleibt Dauerbrenner für die Märkte

Die Coronavirus-Pandemie bleibt vorerst ein Dauerbrenner für die Märkte. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der neuen Mutation hat Anleger zuletzt wieder vorsichtiger werden lassen. Angesichts der Unsicherheit über die neue Virusform dürften die Märkte noch eine ganze Weile im Klammergriff gehalten werden, bis nähere Erkenntnisse über das tatsächliche Risiko publik sind.

Inflationsdebatte hält Anleger weiter auf der Hut

Auch die Inflationsdebatte dürfte in der kommenden Woche in eine neue Runde gehen, wenn die US-Notenbank Federal Reserve am Mittwochabend zusammenkommt. Die jüngsten US-Inflationsdaten aus den USA zeigen auf, dass sich die Teuerung nach wie vor auf einem konstant hohen Niveau bewegt. Im November notierte die Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 6,8 Prozent und damit so hoch wie im Vorfeld erwartet. Mittlerweile rechnen Ökonomen fest mit Zinsschritten im kommenden respektive im übernächsten Jahr. Das Ende der ultralockeren Geldpolitik scheint somit eingeläutet zu werden.

Hinweise zur US-Geldpolitik als Wochenhighlight am Mittwoch

Aus Sicht der Konjunkturagenda blicken Anleger erst am Dienstag auf relevante Daten. Neue Zahlen zu der Industrieproduktion auf europäischer Seite könnten für positive Impulse sorgen. Erwartet wird eine Steigerung gegenüber dem Vormonat um 1,40 Prozentpunkte auf 1,20 Prozent.

Der Mittwoch steht wie bereits erwähnt ganz im Zeichen der US-Notenbanksitzung. Bereits am Dienstag dürften sich Anleger mehr oder weniger für das Wochenhighlight warmlaufen und sich mit Engagements möglicherweise zurückhalten. Vor allem in Sachen Zinserhöhungsspekulationen sollten Investoren auf der anschließenden Pressekonferenz die Worte Jerome Powells auf die Goldwaage legen und nach Hinweisen auf die zukünftige Geldpolitik abklopfen.

Am Donnerstag blicken Anleger auf Daten zum deutschen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Erwartet wird eine Reduzierung um 0,40 Einheiten auf 57 Zähler. Der Markit PMI Gesamtindex sieht eine Verschlechterung um 1,20 Punkte auf 51 Zähler vor.

Bewegungspotenzial impliziert zudem die EZB-Notenbanksitzung am Nachmittag. Größere Überraschungen werden neben Hinweisen zur Inflation allerdings nicht erwartet.

Last but not least erwartet die Märkte am Freitag der vielerorts beachtete ifo – Geschäftsklimaindex. Prognostiziert wird eine Eintrübung um 1,10 Einheiten auf 95,40 Zähler. Als Hintergrund für den möglichen Rückgang dürften nicht zuletzt die wieder neu aufkommenden Sorgen rund um die Coronavirus-Pandemie fungieren.

Glyphosat-Rechtsstreit von Bayer im Fokus – am Freitag tanzen die „Hexen“

Auf der Unternehmensseite könnte es in der kommenden Woche spannend um den Pharmakonzern Bayer werden. Zu Beginn der Woche wird erwartet, ob der Supreme Court in den USA eine Beschwerde im Glyphosat-Rechtsstreit annimmt.

Zudem sollten Anleger am Freitag den sogenannten „Hexensabbat“ auf dem Schirm haben, an dem wichtige Terminkontrakte wie etwa Futures nebst Optionen an den Derivatebörsen verfallen.