Auch in der kommenden Woche dürfte die Coronavirus-Variante „Omikron“ Anleger beschäftigen. Die Furcht vor neuen Lockdowns und die damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Risiken schüren Belastungspotenzial. Neue Sorgen über den finanziell angeschlagenen Immobilienkonzern Evergrande forcieren die ohnehin bestehende Unsicherheit.

Sorgenliste reißt nicht ab: Furcht vor neuen Schockwellen durch „Evergrande“

Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der neuartigen Mutation des Coronavirus namens „Omikron“ könnte die Börsen auch in der neuen Handelswoche im Klammergriff festhalten. Ersten Erkenntnissen zufolge sei Omikron zwar ansteckender als andere Varianten, aber weniger tödlich, heißt es. Bislang bleibt die Unsicherheit über den tatsächlichen Gefährlichkeitsgrad angesichts einer dünnen Datenlage groß. Die zuletzt hohen Schwankungen an den weltweiten Börsenplätzen deuten auf eine große Nervosität hin.

US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen – Arbeitslosenquote aber weiter rückläufig

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag haben die Erwartungen in puncto Stellenwachstum zwar enttäuscht – die Arbeitslosenquote blieb jedoch weiter rückläufig. Börsianer erwarten, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf ihrer Notenbanksitzung Mitte Dezember an dem geplanten Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik festhalten wird.

Wichtige Verbrauchpreisdaten am Donnerstag und Freitag

Aus Sicht der Konjunkturagenda erwarten Anleger in der neuen Woche weniger relevante Daten. Erst am Dienstag könnten neue Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus der Eurozone Bewegungspotential auslösen. Erwartet wird gegenüber dem Vorjahresmonat ein Status quo in Höhe von 3,70 Prozent.

Die ZEW-Umfrage zu den Konjunkturerwartungen sieht eine Eintrübung um 2,40 Zähler auf 23,50 Einheiten vor. Begründet sein dürfte dies vor allem durch eine neue Dynamik in der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen.

Auch der Mittwoch gestaltet sich wie der Montag eher weniger spektakulär. Am Donnerstag rückt mit dem chinesischen Verbraucherpreisindex eine vielerorts beachtete Kennziffer vor. Erwartungen zufolge könnte sich die Teuerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Prozentpunkt auf 2,50 Prozent gesteigert haben.

Am Freitag dürften die Blicke ebenfalls auch auf die Entwicklung der Verbraucherpreise gerichtet sein. Hierzulande wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex publik, welcher eine Steigerung in Höhe 6,00 Prozent und damit keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr vorsieht.

Als Wochenhighlight dürfte die US-amerikanische Teuerungsentwicklung fungieren. Erwartet wird ein Wert in Höhe von 4,90 Prozent. (Zuvor: 4,60 Prozent).

DAX 40 wird am Freitag kurzzeitig zum DAX 41

Unter den Einzelwerten blicken Anleger auf die Autokonzerne Daimler und Volkswagen. Am Donnerstag berät der Aufsichtsrat von VW über Investitionen und Personalien in Milliardenhöhe. Zu 41 statt 40 Einzeltitel kommt es am Freitag im DAX, wenn sich die Truck-Sparte von Daimler abspaltet. Die Daimler Truck Holding AG wird für lediglich einen Handelstag dem heimischen Börsenbarometer angehören.