Anleger dies- und jenseits des Atlantiks müssen sich auch in der kommenden Woche womöglich warm anziehen. Die Sorge über die Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus hatte die Aktienmärkte bereits am Freitag erschüttert. Die Furcht vor wirtschaftlichen Flurschäden angesichts eines möglichen Lockdowns wächst.

Neben deutschen und europäischen Inflationsdaten warten am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten.

Die südafrikanische Coronavirus-Variante „Omicron“ könnte Investoren weiterhin das Fürchten lehren, bis nähere Erkenntnisse über den Gefährlichkeitsgrad der Mutation bekannt werden. Die größte Sorge der Börsen bleibt ein flächendeckender Lockdown hierzulande als auch in der alten Welt, welcher wichtige Wirtschaftszweige einschränken und den Konjunkturmotor zum Herunterfahren zwingen würde.

Deutsche und europäische Inflationsdaten zu Wochenbeginn auf der Agenda

Am Montag warten wichtige Inflationsdaten aus Deutschland auf Börsianer. Prognostiziert wird ein Wert für den harmonisierten Verbraucherpreisindex in Höhe von 5,40 Prozent für den November. Im vorherigen Monat wurden noch 4,60 Prozent ausgewiesen. Die Bundesbank rechnet mittlerweile mit einem Preisschub in Höhe von knapp sechs Prozent.

Am Dienstag wird für die Eurozone die Teuerungsrate bekannt gegeben. Der Verbraucherpreisindex soll sich indes gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,40 Prozentpunkte auf 3,70 Einheiten eintrüben.

Erster Vorgeschmack am Mittwoch auf Non-Farm Payrolls (NFPs)

Zur Wochenmitte blicken Anleger auf die deutschen Einzelhandelsumsätze, welche eine Eintrübung um 1,10 Einheiten auf minus 2,00 Prozent im Jahresvergleich vorsehen.

Am Nachmittag geben die ADP-Beschäftigungsdaten einen Vorgeschmack auf die Non-Farm Payrolls (NFPs) am Freitag. Gerechnet wird mit einem Stellenwachstum in Höhe von 525.000 Einheiten. (Zuvor: 571.000).

Das ISM verarbeitende Gewerbe in den USA, welches vom Institute for Supply Management herausgegeben wird und die Geschäftsbedingungen aufzeigt, lässt eine leichte Steigerung um 0,20 Punkte auf 61 Zähler erwarten.

US-Arbeitsmarktdaten fungieren als Wochenhighlight

Während der Donnerstag weniger relevante Konjunkturdaten vorsieht, blicken Anleger umso mehr auf den Freitag. Vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten wird der Markit PMI Gesamtindex für Deutschland nebst Eurozone publik. Beide sehen eine Eintrübung um jeweils 0,80 bzw. 1,10 Punkte auf 52 respektive 54,30 Zähler vor.

Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft in den USA lässt einen Stellenaufbau für den Monat November in Höhe von 550.000 Einheiten erwarten. Im Monat zuvor wurden 531.000 neue Stellen geschaffen.

Last but not least blicken Marktteilnehmer auf die Beschäftigung des nicht-verarbeitenden Gewerbes in den USA. Erwartet werden 65,50 Punkte. (Zuvor 66,70 Einheiten).

Kapitalmarkttage wichtiger DAX-Konzerne voraus

Die Aufmerksamkeit gehört mit Blick auf die Einzelwerte am Mittwoch Daimler. Das Bus- und LKW-Geschäft spaltet sich von dem Konzern ab und notiert am 10. Dezember unter „Daimler Truck“ an der Börse.

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp lädt indes zum Kapitalmarkttag am Donnerstag – die Allianz am Freitag ein.