Große Hoffnungen auf eine verspätete Jahresendrallye sollten sich Anleger auch zwischen den Jahren nicht machen. Nach den Weihnachtsfeiertagen dürfte die Omikron-Mutation des Coronavirus weiterhin das Börsengeschehen maßgeblich beeinflussen.

Für positive Impulse könnte indes das sogenannte „Window-Dressing“ sorgen, wenn Fondsmanager versuchen, ihre Portfolios mit besonders gut gelaufenen Titel zu „schmücken“.

„Omikron“ bleibt vorherrschendes Thema – dünne Handelsumsätze voraus

Angesichts der Feiertage und den damit im Zusammenhang stehenden möglichen dünnen Handelsumsätzen sollten sich Anleger in der erneut verkürzten Handelswoche auf teils unkonventionelle Kursausschläge einstellen. Übergeordnet sollte der Handel insgesamt jedoch in ruhigen Bahnen verlaufen.

Viele Händler dürften sich weiterhin im Weihnachtsurlaub befinden und ihre Bücher ohnehin geschlossen haben. Schwer vorstellbar, dass diese kurz vor Jahresende nochmals geöffnet werden.

Die Aussicht auf in Zukunft weniger sprudelndes Geld durch die wichtigsten Notenbanken hat Anteilsscheinen zuletzt Wind aus den Segeln genommen. Auch im kommenden Jahr dürften die Diskussionen rund um die grassierende Inflation eines der Gesprächsthemen schlechthin sein. Eine Zinswende in den Vereinigten Staaten scheint angesichts schwelender makroökonomischer Unsicherheitsfaktoren aber alles andere als in Stein gemeißelt. Auch in den Reihen der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt man vorerst vorsichtig optimistisch gestimmt.

US-Arbeitsmarktdaten könnten Schatten vorauswerfen

Bereits in der kommenden Woche könnten die erst am 7. Januar anstehenden US-Arbeitsmarktdaten ihre Schatten vorauswerfen, da aus Sicht der Konjunkturagenda kaum relevante Daten erwartet werden. Für den Monat Dezember wird indes ein Aufbau in Höhe von 450.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft erwartet, was rund zweimal so viele Arbeitsplätze wie im Monat zuvor entsprechen würde.

Anleger blicken auf erfolgreiches Börsenjahr zurück

Insgesamt sollten Anleger an der Wall Street als auch in Frankfurt am Main nicht mehr allzu viel anbrennen lassen, zumal Anleger angesichts von Silvester erneut ein verkürzter bzw. eingeschränkter Handel erwartet. Die Investoren dürften trotz der auch im Jahr 2021 tonangebenden Coronavirus-Pandemie abermals die Sektkorken knallen lassen. Hierzulande als auch jenseits des Atlantiks konnten Anleger mehrfach neue Rekordstände begrüßen. Verlassen könnten Börsianer das Jahr allerdings mit gemischten Gefühlen. COVID-19 bleibt womöglich auch im Jahr 2022 Dreh- und Angelpunkt für die Märkte.