In das Börsenjahr 2022 dürften Anleger vorerst ohne größere Aufregung starten. Zwar bleibt mit „Omikron“ eines der Unsicherheitsfaktoren aus dem vergangenen Jahr weiterhin präsent. Die ganze große Furcht ist mittlerweile wieder aber einer freundlicheren Stimmung gewichen. Neben Inflationsdaten blicken die Märkte am Ende der Woche auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten.

COVID-19, Inflationsentwicklung & US-Geldpolitik bleiben Dauerbrenner

Zum Start in die erste Handelswoche des neuen Jahres dürften größere Impulse Mangelware sein. Die US-Börsen hatten sich an Silvester mit leichten Kursabschlägen aus dem Jahr verabschiedet. Zugleich dürfte ein Teil der Anleger noch im Urlaub feststecken.

Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgeschäden der Coronavirus-Pandemie sollte ebenfalls weiterhin für reichlich Gesprächsstoff auf dem Börsenparket sorgen. Auch die nachlassende geldpolitische Unterstützung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte Anteilsscheinen tendenziell den Wind aus den Segeln nehmen. Eines der zentralen Themen im Jahr 2022 dürfte indes die Inflationsentwicklung dies- und jenseits des Großen Teichs bleiben.

Einkaufsmanager und Einzelhandelsumsätze zum Start in die neue Handelswoche

Für gewöhnlich erwarten Anleger zu Beginn eines neuen Monats zahlreiche konjunkturelle Frühindikatoren. Die Prognose für den Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes hierzulande beträgt 57,90 Punkte und damit so viel wie im Monat zuvor.

Der Markit PMI Herstellungsindex für die USA, welcher die wirtschaftliche Lage des Produktionssektors widerspiegelt, beläuft sich Schätzungen zufolge auf 58,3 Einheiten und damit 0,50 Punkte höher als im Monat zuvor.

Am Dienstag blicken Anleger auf die Entwicklung der deutschen Einzelhandelsumsätze. Für den Monat Dezember beträgt die Erwartung -0,50 Prozent im Vergleich zum Vormonat. (Zuvor: -0,30 Prozent): Angesichts neuer Restriktionen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie dürfte eine rückläufige Entwicklung nicht weiter verwunderlich sein.

Das ISM verarbeitende Gewerbe für die Vereinigten Staaten sieht eine Verringerung um 0,90 Punkte im Vergleich zum Vormonat vor. Besagte Kennziffer zeigt die Geschäftsbedingungen des verarbeitenden Gewerbes auf.

ADP-Daten und FOMC-Protokolle zur Wochenmitte im Blickpunkt

Zur Wochenmitte rückt mit den ADP Daten die berüchtigte Indikation auf die am Freitag anstehenden Non-Farm Payrolls (NFPs) auf die Tagesagenda. Die Erwartungen betragen 438.000 neue Stellen für den Dezember. (Zuvor: 534.000). Am Abend blicken Börsianer auf die Mitschriften der jüngsten Notenbanksitzung der Federal Reserve, dem sogenannten FOMC Protokoll.

Deutsche Inflationsdaten am Donnerstag im Vordergrund

Am Donnerstag stehen Zahlen zum harmonisierten Verbraucherpreisindex für die deutsche Seite auf dem Programm. Schätzungen lassen einen Rückgang um 0,40 Prozentpunkte auf 5,60 Einheiten gegenüber dem Vorjahr erwarten.

Zudem blicken die Börsen auf Daten zum ISM nicht-verarbeitenden Gewerbe am Nachmittag. Mit 67 Punkten beträgt die Erwartung 2,10 Zähler weniger als noch im Monat zuvor.

Wochenhöhepunkt am Freitag: Positive NFPs erwartet

Der Freitag steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Zuvor werden auf europäischer Seite neben Inflationsdaten auch neue Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen publik. Die Verbraucherpreise könnten sich um 0,20 Einheiten auf 4,70 Prozent rückläufig bewegen.

Die Einzelhandelsumsätze sehen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,20 Prozentpunkte vor.

Einen Stellenzuwachs in Höhe von 400.000 und damit fas doppelt so viel wie im Monat zuvor erwarten Anleger für den Dezember. Ein positiver Arbeitsmarktbericht bleibt insofern wichtig, zumal die Fed im Hinblick auf die zukünftige geldpolitische Marschroute unter anderem auf die NFPs blickt.