In der neuen Handelswoche könnte Anlegern tendenziell eine im Vergleich zu den Vorwochen ausgeprägte Volatilität bevorstehen. Neben den jüngsten Spekulationen um eine Erhöhung der US-Kapitalertragssteuer sind es die Sorgen um die indische Coronavirus-Mutation, welche die Märkte im Klammergriff halten könnten. Nicht zuletzt die Berichtssaison dürfte für Bewegung sorgen. Zahlreiche Unternehmen legen hierzulande ihre Quartalsergebnisse vor. Den Wochenhöhepunkt dürfte die FED’sche Zinssatzentscheidung zur Wochenmitte darstellen.

Spekulationen um US-Steuererhöhungen bleiben weiterhin Thematik

Die Furcht um eine Erhöhung der Kapitalertragssteuer in den USA durch Präsident Joe Biden hat Börsianer rund um den Globus gegen Ende der Woche zwischenzeitlich den Appetit auf Wertpapiere verdorben. Insidern zufolge will Biden für Investitionen in Sektoren wie Bildung und Kinderversorgung die Steuerabgaben für Wohlhabende merklich erhöhen. In diesem Kontext könnten Bürgerinnen und Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million Dollar einen nahezu verdoppelten Steuersatz von rund 40 Prozent in Zukunft zahlen. Im Zusammenhang mit einer weiteren Abgabe seien sogar bis zu 43,4 Prozent im Gespräch.

Auch in der kommenden Woche dürften mögliche Steuererhöhungen Gesprächsthema auf dem Börsenparkett bleiben.

Coronavirus: Indische Mutante droht auch hierzulande

Nicht zuletzt die Coronavirus-Pandemie könnte auf dem europäischen Festland wieder verstärkt Gehör finden. Mit der indischen Corona-Mutation wächst die Sorge auch hierzulande vor einer rasanten Ausbreitung der Mutante. Die Bundesregierung hatte aus Angst vor einer Ausbreitung Indien zum Virusvariantengebiet erklärt. Die indische Mutationsvariante gilt als besonders ansteckend und gefährlich, heißt es.

Erst in der vergangenen Woche wurde in der Bundesrepublik die sogenannte „Corona-Notbremse“ beschlossen, welche bundesweite Restriktionen vorsieht. Angesichts der laufenden Liquiditätsschwemmen der weltweit wichtigsten Notenbanken Fed und EZB werden die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise weiterhin gedeckelt. Eine neue Mutation, welche den aktuell bestehenden Impfschutz aushebelt, könnte die Nationen im Kampf um das Virus aber wieder zurück auf Los schicken.

ifo-Geschäftsklimaindex und Fed-Sitzung im Blickpunkt

Bereits heute dürfte der ifo-Geschäftsklimaindex die Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung unterstreichen. Prognosen zufolge könnte sich dieser gegenüber dem Vormonat um einen weiteren Punkt aufhellen. Des Weiteren sollten Anleger die Entwicklung der Auftragseingänge langlebiger Güter im Auge behalten. Um 3,60 Prozentpunkte versus dem Vormonat könnten diese nach oben korrigiert werden. Da langlebige Produkte mit großen Investitionen verbunden sind, gelten diese als besonders konjunktursensibel.

Zur Wochenmitte deuten Prognosen des deutschen Gfk Verbrauchervertrauens, welche die wirtschaftliche Aktivität misst, ebenfalls auf eine leichte Verbesserung um 1,20 Hundertstel hin.

Die am Mittwochabend stattfindende US-Notenbanksitzung dürfte tendenziell bereits zu Beginn der Woche ihre Schatten vorauswerfen. Dass der Währungshüter seine Geldpolitik anpassen wird, scheint unwahrscheinlich. Doch trotz der positiv verlaufenden Impfkampagne nebst historischen Geldschwemmen und der Aussicht, dass sich die Wirtschaft schneller erholt als im Vorfeld erwartet, dürfte die Notenbank ihre lockere Haltung weiterhin bekräftigen.

Am Donnerstag rücken neben der deutschen Arbeitslosenquote (Erwartung Status quo: 6 Prozent) das harmonisierte Verbrauchervertrauen (Erwartung: Status quo: 2 Prozent), das europäische Verbrauchervertrauen (Erwartung: Status quo: -8,1 Prozent) in den Vordergrund. Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte sich Prognosen zufolge gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent gesteigert haben.

Den letzten Tag in der Handelswoche bilden Werte zum BIP für Deutschland (YoY: -3,7 Prozent), der europäische Verbraucherpreisindex (Erwartung: 1,30 vs. 1,60 Prozent (Jahr)) und das Verbrauchervertrauen von Reuters/Uni Michigan, welches sich um weitere 1,5 Punkte nach oben bewegen könnte.

Auf der Unternehmensseite blicken Anleger am Mittwoch auf die Veröffentlichung der Quartalsberichte der Deutschen Bank nebst Tochter DWS sowie den Kunststoff-Konzern Covestro. Am Donnerstag legen der Chemie-Konzern BASF und am Freitag der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines in der ersten Börsenliga ihre Zahlen vor.

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