Der DAX als auch die Wall Street haben am Freitag mit Verlusten die Handelswoche beendet. Schwelende Belastungsfaktoren am Markt bleiben die anziehende US-Inflation, die damit verbundenen Zinserhöhungsspekulationen jenseits des Atlantiks und die Delta-Variante des Coronavirus.

Reichlich Bewegungspotenzial implizieren in der neuen Woche die Quartalszahlen großer Unternehmen.

Auch die EZB-Zinssatzentscheidung sollten Börsianer im Blick behalten.

Inflation und Coronavirus bleiben weiterhin zentrale Themen

Vor dem Wochenende und dem Durchstarten der Berichtssaison haben sich die Anleger mit neuen Engagements zurückgehalten oder Gewinne mitgenommen. Auch die in den kommenden Wochen anstehenden Notenbanksitzungen der EZB und Fed werfen mehr oder weniger bereits heute schon ihre Schatten voraus. Vor dem Hintergrund steigender Inflationszahlen in den USA sowie robusten konjunkturellen Frühindikatoren sehen einige Marktteilnehmer womöglich die US-Notenbank Fed unter Zugzwang, Signale in puncto Zinserhöhung zu senden, um die Wirtschaft vor einer Überhitzung zu bewahren. Auch wenn der Konsens der Notenbanker immer noch von einem vorübergehenden Phänomen überzeugt ist, glaubt ein Teil der Marktteilnehmer mittlerweile etwas anderes. Sollte die Fed wider Erwarten die Zinsen schneller nach oben schrauben als gedacht, könnte dies die jüngste Rekordrallye an den Börsenplätzen hierzulande als auch in den Vereinigten Staaten abrupt beenden.

Delta-Variante des Coronavirus bleibt schwebendes Damoklesschwert

Hierzulande bleibt vor allem die grassierende Delta-Variante des Coronavirus Gesprächsthema. Auch wenn sich Börsianer in der vergangenen Woche weniger von dem Verlauf beeindruckt gezeigt haben, sollte der Markt besagte Mutation weiter auf dem Schirm haben. Ein vierter Lockdown könnte die Wirtschaft erneut abwürgen.

Während der Montag aus Sicht der Konjunkturagenda überschaubar ist, sollten Anleger die am Dienstag veröffentlichten Daten zum deutschen Verbraucherpreisindex beachten, welche eine Reduzierung um 0,30 Prozentpunkte auf 1,20 Hundertstel vorsehen. Diese geben die durchschnittliche Preisveränderung von Rohstoffen wieder und stellen eine wichtige Indikation auf die Inflation von Rohstoffpreisen dar.

Warten auf Christine Lagarde – EZB-Sitzung dürfte Schatten vorauswerfen

Auch zur Wochenmitte stehen keine bedeutenden Termine auf der Agenda, sodass Investoren womöglich verstärkt die Füße vor der am Donnerstag anstehenden EZB-Notenbanksitzung stillhalten dürften. Dass die EZB an den Zinsschrauben drehen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Vielmehr sollten Börsianer auf die Worte der Chefin Christine Lagarde hören, welche Erklärungen über den jüngsten Strategieschwenk in Sachen Inflationsziel abgeben könnte.

Der europäische Währungshüter hatte Anfang Juli das mittelfristige Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent auf 2 Prozent erhöht. Diese Änderung räumt der EZB mehr Handlungsspielraum in ihrer Geldpolitik ein.

Bis März 2022 läuft das Hilfsprogramm (PEPP), welches weiterlaufen könnte, um der durch COVID-19 gebeutelten Wirtschaft weiter kräftig unter die Arme greifen zu können. Anleger erwarten schon bald erste Signale auf eine Fortführung des Programms.

Der Freitag steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung diverser Einkaufsmanager auf deutscher als auch europäischer Ebene. Für die deutsche Seite wird einer Verbesserung um 0,90 Einheiten auf 61 Zähler erwartet, für Europa eine Steigerung um 0,50 Punkte auf insgesamt 60 Zähler.

Auf US-Unternehmensseite beginnt die Flut wichtiger Zahlen am Dienstag mit dem Streamingdienst Netflix, gefolgt am Donnerstag von Microsoft, dem Kurznachrichtendienst Twitter und dem Chipfabrikanten Intel.

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