Besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten haben Börsianer am Freitagnachmittag am deutschen Aktienmarkt umgetrieben. Während der DAX ein frisches Rekordhoch verpasste, erreichten der S&P 500 nebst Nasdaq und Dow Jones erneut einen neuen Höchststand.

Doch ob für die US-Notenbanker der Jobmotor bereits im gewünschten Maße brummt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Für die kommende Woche dürften die US-Arbeitsmarktdaten auch den entscheidenden Impuls liefern. Nach wie vor dürfte fleißig um die zukünftige geldpolitische Marschroute der Fed gegrübelt und diskutiert werden. Auch die Furcht um eine weitere Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus treibt Börsianer um.

US-Arbeitsmarktdaten treiben US-Indizes auf neue Höchststände – Delta-Variante könnte DAX-Anleger ausbremsen

Während die Wall Street sich nach wie vor im Rekordmodus befindet, könnten sich die Zeichen für eine Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt in der nächsten Woche häufen. Auf der einen Seite sprechen die nachlassenden Zinsfantasien der Anleger für weitere Kletterpartien an den Börsenplätzen dies- und jenseits des Großen Teichs. Auch wenn die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt mit 150.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft über den erwarteten von 700.000 Einheiten lagen, hatten Anleger offensichtlich mit einem robusteren Zahlenwerk gerechnet. Gleichzeitig war die Arbeitslosenquote überraschenderweise um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Hundertstel gestiegen. Diese Entwicklung gibt Börsianern Anlass zur Hoffnung, dass die Federal Reserve (Fed) womöglich in Zukunft weniger Eile haben wird, an den berüchtigten Zinsschrauben zu drehen. Erst wenn sich die Erholung am Arbeitsmarkt als robust herausstellt, dürften die Wahrscheinlichkeiten für eine Straffung der Geldpolitik steigen.

Hingegen sollte Börsianer die Ausbreitung der sogenannten Delta-Mutation des Coronavirus in der neuen Handelswoche weiter beschäftigen. Die Variante dominiert mittlerweile in Ländern wie etwa Russland, Portugal oder dem Vereinigten Königreich. Trotz hoher Impfraten hatte sich das Virus beispielsweise in Großbritannien rasch durchsetzen können. Laut einer Modellierung des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) könnten in der EU Ende August 90 Prozent der SARS-CoV-2-Neuinfektionen auf besagte Mutation zurückzuführen sein.

FOMC-Minutes zur Wochenmitte im Fokus

Am heutigen Montag sollten Anleger Daten zum deutschen als auch zum europäischen Markit PMI Index im Auge behalten. Der monatliche Bericht für Produktion und Dienstleistung von Markit Economics, welcher auf einer Umfrage von Führungskräften basiert, weist in der Schätzung einen Status Quo von 60,40 Punkten für die deutsche und für die europäische Seite 59,20 Zähler auf.

Am Dienstag rückt mit der ZEW-Umfrage zur Konjunkturerwartung ein vielerorts beachteter Indikator auf die Tagesagenda. Schätzungen zufolge soll sich besagter Wert um 4,40 Einheiten auf 75,40 Punkte eintrüben. Demnach könnte sich die Anlegerstimmung vor dem Hintergrund der Inflations- und Mutationssorgen wieder weniger positiv gestalten.

Das US-amerikanische Pendant zum Markit PMI Index und die ISM-Beschäftigungsdaten zum nichtproduzierenden- und nichtverarbeitenden Gewerbe rücken am Dienstagnachmittag in den Fokus. Während Erstere auf einen Status Quo von 63,90 Punkten hinweisen, geben zweit- und drittgenannte Daten gemischte Signale.

Zur Wochenmitte sollten Daten zur deutschen Industrieproduktion die zuletzt positive Tendenz bestätigen. Um 1,5 Prozentpunkte könnte sich besagter Wert im Monatsvergleich aufhellen.

Am Abend gibt die aktuelle Lagebeurteilung der US-Notenbank Fed ein Bild zur zukünftigen Geldpolitik ab. Spekulationen zufolge könnte die Fed über einen möglichen Ausstieg der aktuell laufenden Anleihekäufe diskutieren.

Am Donnerstag rückt mit einer Sondersitzung der EZB zur strategischen Ausrichtung ein Highlight auf die Tagesagenda. Diskutiert werden könnte die Art und Weise des Ausstiegs der Corona-Maßnahmen für die Wirtschaft. Das monetäre Paket beläuft sich insgesamt auf 1,85 Billionen Euro und soll bis mindestens März 2022 laufen, um der durch COVID-19 lädierten Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.

Der Freitag sieht aus Sicht der Konjunkturagenda insgesamt überschaubar aus. Nichtsdestotrotz sollte frische Zahlenwerk zum Verbraucherpreisindex aus dem Reich der Mitte auf Interesse stoßen. Die chinesische Inflationsrate könnte sich Prognosen zufolge im Monatsjahresvergleich um 1,40 Prozent gesteigert haben. (Vorher: 1,30 Prozent).

Weder aus deutscher als auch US-amerikanischer Sicht rücken ereignisreiche Unternehmenszahlen in den Vordergrund.

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