Ob die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ auch in diesem Jahr zutrifft, bleibt gänzlich abzuwarten, zumal die Karten durch die Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Notenbanker-Schützenhilfen neu gemischt sind. Die Anleger denken gerade zweimal darüber nach, inwiefern besagte Börsenweisheit zu interpretieren ist. Doch angesichts der Rekordstände an den Börsenplätzen dies- und jenseits des Atlantiks sollte ein saisonal schwächerer Monat wie der Mai nicht überraschend kommen. Gewinnmitnahmen könnten den Abgabedruck jederzeit im größeren Stil forcieren. Trotz der laufenden Impfkampagne sind auch die Pandemie-Risiken noch nicht gänzlich vom Tisch. Mit der indischen Mutante droht ein neues Virus, welches den bestehenden Schutz aushebeln und die Märkte erneut in Unruhe versetzen könnte.

Hierzulande könnte zudem eine Flut an Bilanzzahlen für eine erhöhte Volatilität sorgen. In den USA wartet am Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten das Highlight der Woche.

DAX und US-Börsen mit Rekordständen im April

Mit einem Plus in Höhhe von 0,9 Prozent verlässt der DAX den Monat April. Der S&P 500 verbucht ein Plus von 5,5 Hundertstel. Auch wenn die Rekordjagd an den wichtigsten Börsenplätzen zuletzt etwas ins Stocken geraten ist, bleiben die Aussichten auf weitere Höchststände vorhanden. Eine wieder anziehende Konjunkturdynamik, welche sich auf die laufende Impfkampagne nebst Wirtschaftsstimuli stützt, hat Anleger bei Wertpapieren im letzten Monat beherzt zugreifen lassen. Nicht zuletzt der herrschende Optimismus in den Vereinigten Staaten hat dabei das europäische Festland erreicht. Das im März verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar und der blendend verlaufende Impf-Marathon hat nicht nur US-Unternehmen, sondern auch heimischen exportierenden Firmen kräftigen Rückenwind beschert. Die Währungshüter Fed und EZB haben im vergangenen Monat ihre lockere Haltung der bestehenden Geldpolitik bekräftigt. Auch die Anleger hatten zuletzt immer wieder die Möglichkeit einer Zinswende gesehen. Die Notenbanker ließen sich in puncto Signale einer Änderung der Geldpolitik aber nicht hinreißen. Auch wenn die Wirtschaft zuletzt positive Signale sendete, wolle man weiterhin die Geldschleusen offenhalten, um der durch COVID-19 gebeutelten Konjunktur nachhaltig unter die Arme greifen zu können.

US-Arbeitsmarktdaten dürften für Aufmerksamkeit sorgen

Auf der Konjunkturagenda zieht bereits heute frisches Zahlenwerk zu den deutschen Einzelhandelsumsätzen die Aufmerksamkeit auf sich. Schätzungen zufolge dürften sich diese gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent verbessert haben. Der Einzelhandel leidet jedoch weiterhin sehr stark unter den Corona-Restriktionen.

Weiter aufhellen dürfte sich das vom Institute for Supply Management „ISM verarbeitende Gewerbe“ aus den USA (+0,30 Punkte). Eine Rede von Fed-Chef Powell am Montagabend sollten Anleger ebenfalls auf dem Schirm haben.

Zur Wochenmitte rücken neben den ersten ADP-Daten, welche den ersten Appetizer auf die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarkt geben, das Pendant zum „ISM nicht-verarbeitenden Gewerbe“ in den Vordergrund. Während erstere einen Stellzuwachs um 291.000 Einheiten vorsehen, könnte sich letztere Kennziffer ebenfalls weiter steigern (+0,60 Punkte). Am Freitag steht mit den Nonfarm-Payrolls das Wochen-Highlight an. Berechnungen nach dürfte sich der Stellenzuwachs für den vergangenen Montag auf 36.000 Einheiten belaufen. Eine weitere Verbesserung des Arbeitsmarktes dürfte die jüngste Entwicklung in Sachen Konjunkturerholung unterstreichen. Einen Blick sollte Anleger zudem auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne nebst Arbeitslosenquote werfen. Sollte sich erste Kennziffer laut Prognosen rückläufig bewegen, wäre dies konträr zu robusten Zahlen vom Arbeitsmarkt zu sehen.

Firmenbilanzen am Donnerstag hierzulande mit Höhepunkt

Für die DAX-Anleger wartet in der neuen Handelswoche mit einer Fülle an Firmenbilanzen reichlich Bewegungspotenzial.

Am Dienstag öffnen der Halbleiterhersteller Infineon und der Immobilienkonzern Vonovia ihre Bücher. Am Mittwoch informiert Siemens Energy, während die Deutsche Post endgültige Ergebnisse präsentiert.

Der Donnerstag dürfte angesichts der Fülle an Quartalszahlen für reichlich Bewegung sorgen, zumal acht DAX-Konzerne berichten werden. Mit Volkswagen, dem Medizinkonzern Fresenius und dem Gaskonzern Linde öffnen drei Schwergewichte ihre Bücher. Eckdaten geben der Rückversicherer Munich Re und der Hannoveraner Automobilkonzern Continental bekannt. Der Konsumgüter-Hersteller Henkel nebst Heidelberg Cement geben erste Entwicklungen für das Q1 ab.

Den Wochenabschluss bilden auf deutscher Seite Siemens, Adidas und BMW.

In den USA Rücken am Dienstag Zahlen zum Dienstleistungsunternehmen Lyft und dem Pharmakonzern Pfizer in den Vordergrund. Zur Wochenmitte öffnen der Fahrdienst Uber nebst Bezahldienst PayPal ihre Bücher, während am Donnerstag Impfstoffhersteller Moderna und am Freitag das Hybrid-Truck-Unternehmen Nikola Einblicke in ihre Geschäftsergebnisse geben werden.

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