Mit einem faden Beigeschmack dürften Anleger in die neue Handelswoche gehen. Am Freitag waren der DAX als auch die US-Börsen zwischenzeitlich gehörig unter Druck geraten, nachdem die Inflationssorgen wieder überhandnahmen. Hierzulande sorgte zusätzlich der „Hexensabbat“ in Frankfurt für vielerorts kräftig Bewegung.

Auch wenn die Kurshöhen weiterhin ambitioniert bleiben, dürfte eine weitere Verschnaufpause in der kommenden Woche per se nicht überraschend kommen.

DAX und US-Börsen büßen zum Wochenschluss an Wert ein

Während der DAX noch vor einer Woche ein neues Rekordhoch bei rund 15.800 Punkten markieren konnte, schloss der Leitindex die Börsenwoche dennoch bei 15.448 Zählern und damit so tief wie zuletzt seit Monatsanfang nicht mehr ab. Per Wochenfrist verbilligt sich das Frankfurter Börsenbarometer um 1,6 Prozent.

Auch in den USA rauschten die Kurse zum Wochenschluss gen Süden. Der Dow Jones Industrial Index büßte über 1,6 Prozent auf 33.290 Zähler ein. Der breitgefasste S&P 500 rutschte um 1,3 Hundertstel auf 4.166 Zähler ab.

Hintergrund waren neu entfachte Zinsfantasien durch James Bullard, Präsident der Fed von St. Louis, welcher sich für ein Drehen an den Zinsschrauben zum Jahresende 2022 bekannte und damit deutlich früher als seine Kollegen, welche erst Ende 2023 zwei Anhebungen in Aussicht gestellt hatten.

Coronavirus-Delta-Variante könnte Thematik werden

Auch wenn die Coronavirus-Pandemie zuletzt für weniger Beachtung gesorgt hat, könnte die sogenannte Delta-Variante des Virus die Börsen in den kommenden Tagen respektive Wochen aufmischen. Denn in Großbritannien und Portugal waren die Fallzahlen der Mutante bereits stark angestiegen. Eine Ausbreitung scheint auch hierzulande möglich.

Insgesamt bleibt die bevorstehende Handelswoche aus Konjunktur- und Unternehmensseite überschaubar. Dennoch sollten Anleger heute eine Rede der EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Blick behalten. Am Dienstag spricht ihr Kollege, Fed-Chef Jerome Powell vor der Öffentlichkeit.

Einkaufsmanager, US-BIP und ifo-Index im Fokus

Die Wochenmitte ist geprägt durch die Veröffentlichung von Einkaufsmanager-Indizes für Deutschland als auch die Eurozone. Der Markit PMI Gesamtindex (Deutschland) könnte Schätzungen zufolge auf 57,50 Punkte klettern (vorher: 56,20 Punkte). Für die Eurozone liegt eine Schätzung auf 57,10 Zähler vor (vorher: 58,70 Punkte). Insgesamt dürfte sich die wirtschaftliche Erholungsphase angesichts rückläufiger Coronavirus-Zahlen und den damit verbundenen Lockerungen auch in besagten konjunkturellen Kennziffern widerspiegeln.

Am Donnerstag sollten Anleger auf das annualisierte US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) blicken, welches laut Prognosen einen Status quo von 6,40 Prozent vorsieht. Besagter Wert könnte darauf hindeuten, dass die zuletzt stark ausgeprägte wirtschaftliche Erholung in den USA ins Stocken gerät und damit an Dynamik verliert.

Hierzulande bleibt der ifo-Geschäftsklimaindex im Blickpunkt, welcher eine Verbesserung um 1,20 Basispunkte auf 100,40 Zähler vorsieht.

Den Freitag runden das Gfk Verbrauchervertrauen und das von Reuters nebst Uni Michigan veröffentlichte Pendant ab. Erstere Kennziffer bietet eine Verbesserung um drei Zähler aus minus vier Punkte an. Für die US-Seite sehen Schätzungen einen Wert von 86,40 Punkten und damit einen Status quo gegenüber dem Vormonat vor.

Hierzulande als auch in den USA stehen keine bedeutenden Unternehmenszahlen auf der Agenda.

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