Schnäppchenjäger haben am Freitag ihre Chancen gewittert und die Indizes hierzulande als auch in den USA wieder in die Pluszone geschoben. Der DAX schloss bei 15.688 Zählern auf Tageshoch und per Wochenfrist rund 0,20 Prozent höher. Der S&P 500 verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 1,60 Hundertstel.

Eine mögliche Kurserholung könnte sich aber auch schnell als ein Strohfeuer entpuppen. Nach wie vor dürfte die Delta-Mutation des Coronavirus die Anleger beschäftigen. Daneben gesellen sich die Inflationssorgen und die damit im Zusammenhang stehenden Zinsfantasien der Notenbanker als weiterer Belastungsfaktor.

Delta-Variante des Coronavirus und Inflationssorgen bleiben schwelend

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Furcht rund um eine Ausbreitung der Delta-Variante nebst Inflationssorgen die jüngste Rekordrally an den weltweit wichtigsten Börsenplätzen ins Stocken gebracht.

Vor allem steigende Corona-Zahlen in der alten Welt haben die schwelenden Sorgen den Anlegern wieder vor Augen geführt und das Virus realer und damit greifbarer gemacht. Die scheinbar besiegte Pandemie hat sich spätestens seit vergangener Handelswoche zurückgemeldet.

US-Inflationsdaten am Dienstag im Fokus

Mit Spannung dürften Anleger auf die am Dienstag veröffentlichten US-Inflationsdaten blicken. Im Vormonat war die Teuerungsrate um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angezogen und damit so stark wie seit August 2008 nicht mehr. Für den Monat Juni betragen die Erwartungen 4,90 Prozent. Die Entwicklung der Inflation gilt als vielerorts beachtete Indikation für die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank Fed. Sollte die Teuerung aus dem Ruder laufen, ist ein Gegensteuern wie etwa mit einer baldigen Zinserhöhung zu rechnen, was die Börsen rund um den Globus ausbremsen könnte.

Auf deutscher Seite blicken die Investoren auf den harmonisierten Verbraucherpreisindex (Jahr), welcher eine Steigerung von 2,10 Prozent und damit so viel wie im Vormonat vorsieht.

Auf Interesse der Marktteilnehmer dürfte zur Wochenmitte das sogenannte Beige Book der US-Fed stoßen, welche am Abend über die Wirtschaftslage berichten wird.

Der Donnerstag ist geprägt durch die Bekanntgabe des Philly-Fed Herstellungsindizes, welcher durch die Federal Reserve Bank of Philadelphia veröffentlicht wird und eine Indikation auf den Branchentrend im Bereich der Produktion abgibt. Prognosen nach könnte sich dieser um 2,70 Punkte auf 28,30 Zähler gegenüber dem Vormonat eingetrübt haben, was auf eine nachlassende Dynamik hindeuten würde.

US-Amerikaner weiter in Konsumlaune? US-Einzelhandelsumsätze zum Wochenschluss

Am Freitag und damit zum Wochenschluss rückt die Bekanntgabe der US-Einzelhandelsumsätze auf die Agenda, welche die gesamten Einnahmen der Einzelhandelsgeschäfte in Betracht zieht. Die monatlich prozentuale Veränderung könnte sich auf nur noch -0,60 Prozent und damit um 0,70 Einheiten weniger als im Vormonat belaufen. Die Entwicklung gibt eine wichtige Indikation auf die Konsumausgaben ab.

Am späten Nachmittag rundet der Verbraucherstimmungsindex von Reuters/Uni Michigan die Börsenwoche ab, welcher eine personenbezogene Erhebung des Verbrauchervertrauens in Bezug auf die wirtschaftliche Aktivität abgibt und zeigt, ob die Verbraucher offen sind, Geld auszugeben.

Quartalszahlen großer US-Banken als mögliche Triebfeder

Auf Unternehmensseite könnten US-amerikanische Banken für Furore sorgen. Den Anfang für den Blick auf das abgelaufene zweite Quartal machen am Dienstag Goldman Sachs und JP Morgan. Am Mittwoch folgen die Bank of America und die Citigroup.

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