Der DAX als auch der S&P 500 könnten in der kommenden Woche wieder Fahrt aufnehmen und an ihren jüngsten Rekordhöhen anknüpfen. Hierzulande dürften Anleger vor allem auf eine Fülle an Konjunkturdaten blicken, während in den Vereinigten Staaten das vielerorts diskutierte Konjunkturprogramm weitere Fortschritte verzeichnen könnte.

DAX 30: Hoffen auf ein Ende der Coronavirus-Pandemie

Die DAX-Anleger dürften nach der Verschnaufpause in der vergangenen Woche nun wieder auf das Gaspedal drücken. Auch wenn die Coronavirus-Pandemie sich noch lange nicht aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern befindet, wächst die Hoffnung, dass das Licht am Ende des Tunnels sukzessive heller wird und damit näher rückt.

In der vergangenen Woche waren Bund und Länder zusammengekommen, um über neue Maßnahmen zu beraten. Zur Bekämpfung des Coronavirus haben die Verantwortlichen den Lockdown in der Bundesrepublik bis zum 7. März verlängert. Somit bleiben weite Teile des Einzelhandels weiterhin geschlossen. Friseursalons könnten unter Auflagen ab dem 1. März wieder öffnen. Hingegen sollen weitere Öffnungsschritte bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner durch die Länder erfolgen. Am 3. März wollen Bund und Länder erneut zusammenkommen und beraten.

In Erwartung einer konjunkturellen Belebung durch die Aussicht auf weitere Notenbankerschützenhilfe und nicht zuletzt die Hoffnung auf eine Lockerung der Corona-Restriktionen könnten Anleger in der neuen Handelswoche am Aktienmarkt wieder Fuß fassen. Jedoch schürt vor allem die eher schleppend verlaufende Impfkampagne in der Eurozone Belastungspotenzial. Für die Börsen rückt weiterhin die bedrückende Erkenntnis nicht von der Stelle, dass mit weiteren Verzögerungen im Impf-Marathon der Risikoappetit auch jederzeit gedämpft werden könnte. Eine erfolgreiche Impfung respektive Immunität gegen COVID-19 gilt als Bedingung für eine Rückkehr zur Normalität. Zu unsicher gestaltet sich die Gemengelage vor dem Hintergrund der britischen nebst südafrikanischer Mutante.

S&P 500: Konjunkturprogramm im Fokus – Tesla elektrisiert Bitcoin-Anleger

Angesichts des Feiertags „Washington‘s Day“ werden die Börsenpforten in den Vereinigten Staaten erst am Dienstag öffnen. Impulse von chinesischer Seite fehlen ebenfalls, da die Märkte in Hongkong und China wegen des Neujahrsfests geschlossen bleiben.

In Erwartung eines neuen Konjunkturprogramms in den Vereinigten Staaten regiert weiterhin das Prinzip Hoffnung auf großzügige Notenbanker-Schützenhilfe. Weitere Stimuli respektive Liquiditätsschwemmen lassen die Anlagealternativen gegenüber Anteilsscheinen ohnehin dünner werden. Bidens „Konjunktur-Bazooka“ im Umfang von 1,9 Billionen Dollar dürfte die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks weiter stützen. Die Inflationserwartungen spiegeln sich zudem in der steigenden Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen wider. Diese haben in der vergangenen Woche um 1,18 Prozentpunkte angezogen. Die Teuerungsrate dürfte in den kommenden Monaten weiter Fahrt aufnehmen.

Tesla elektrisiert Bitcoin-Anleger

Hingegen sorgte der E-Automobilhersteller Tesla in der vergangenen Woche für Aufsehen. Gegenüber der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC gab Tesla zu Wochenbeginn bekannt, dass man insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert habe. Gleichzeitig wolle man die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel in den eigenen Reihen platzieren. Die Papiere von Tesla gaben auf Wochensicht um rund 5,7 Prozent nach. Einigen Anlegern scheint der Umstand, dass nun die Kryptowährung Bitcoin in der Bilanz auftaucht, womöglich zu riskant.

Trotz der Hausse und des hohen spekulativen Charakters ließen sich Anleger insgesamt an den globalen Finanzmärkten nicht aus der Ruhe bringen. Vor zwei Wochen hatte die „Reddit-Community“ den Investoren kalte Füße beschert. Privatanleger hatten sich vermehrt in Foren zusammengetan und auf Assets wie etwa die GameStop-Aktie oder das Edelmetall Silber spekuliert, woraufhin die Aufsichtsbehörden Alarm schlugen. Die jüngst geschürte Unruhe scheint wieder beigelegt worden zu sein.

Konjunkturdaten im Blickpunkt – Unternehmenszahlen rücken in den Hintergrund

Richtungsweisende Frühindikatoren hierzulande in der Eurozone als auch jenseits des großen Teichs werden in dieser Woche Taktgeber darstellen. Bereits zu Wochenbeginn markieren Daten zur europäischen Industrieproduktion den Start in die Woche. Die Industrie dürfte sich im Kontext der konjunkturellen Flurschäden durch die Pandemie weiterhin eingetrübt haben.

Am Dienstag dürften Anleger im Hinblick eines frischen Zahlenwerks zum Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone hellhörig werden. Laut Prognosen soll sich besagte Kennziffer um 5,10 Prozent eintrüben. Die Coronavirus-Pandemie dürfte das BIP eiskalt erwischt haben. Widerspiegeln dürften sich die Folgeschäden in den ZEW-Konjunkturerwartungen, welche ebenfalls am Dienstag publik werden.

Zur Wochenmitte rücken die FOMC-Protokolle in den Blickpunkt. Die ultralockere geldpolitische Marschroute dürfte bekräftigt werden. Auch die EZB wird am Donnerstag einen Überblick über Finanzmärkte sowie die wirtschaftlichen und monetären Entwicklungen geben.

Am Freitag runden die Einkaufsmanager-Indizes (Markit) für die USA, die Eurozone und Deutschland die Börsenwoche ab.

Auf der Unternehmensseite rücken die Papiere von Beiersdorf am Mittwoch, am Donnerstag von Daimler, MTU Aero Engines und am Freitag der Allianz in den Vordergrund.

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