Der DAX als auch die Wall Street könnten in der neuen Handelswoche auf neue Höchststände klettern. Während überraschend robuste US-Arbeitsmarktdaten die US-Indizes am Freitag auf Bestmarken klettern ließen, verfehlte der deutsche Leitindex sein Allzeithoch nur knapp.

Neben der weiter andauernden Berichtssaison blicken die Anleger in dieser Woche auf die US-Verbraucherpreise.

US-Arbeitsmarktdaten schieben DAX und Wall Street an

Starke US-Arbeitsmarktdaten haben an den Börsen hierzulande als auch jenseits des Atlantiks am Freitag für Kauflaune gesorgt. Die daraus resultierende positive Dynamik könnte sich auch zunächst zu Beginn der neuen Handelswoche weiter fortsetzen.

Mit 943.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertrafen die Non-Farm Payrolls (NFPs) die Erwartungen von 860.000 Einheiten. Als größte Triebfeder für den Aufschwung resultieren offensichtlich nach wie vor kräftige Liquiditätsspritzen und die Impfkampagne in der andauernden Coronavirus-Pandemie. Trotz des Aufschwungs am Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenquote mit 5,4 Prozent immer noch deutlich höher als Anfang 2020 und damit vor Ausbruch der Pandemie (3,5 Prozent).

Indes könnte die Sorge vor einer vorzeitigen Zinswende in den USA wieder Nahrung erhalten haben, da die Federal Reserve (Fed) dem Arbeitsmarkt besondere Beachtung zukommen lässt. Eine Drosselung der aktuell laufenden monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar dürfte den Anlegern nicht gefallen.

Delta-Variante rückt in den Hintergrund – verschwindet aber nicht von der Bildfläche

Mit Blick auf den anstehenden Herbst sorgen sich Anleger jedoch zusehends über eine mögliche vierte Corona-Welle in der westlichen Welt. Möglicherweise könnte eine vierte Welle und die damit im Zusammenhang stehenden Restriktionen die Konjunktur erneut abwürgen und die US-Notenbank Fed weniger Argumente geben, ihre ultralockere Geldpolitik zu beenden.

Nicht zuletzt die aus statistischer Sicht saisonal schwächeren Monate August und September mahnen Anleger zur Vorsicht. Das Risiko größere Rücksetzer bleibt präsent.

ZEW-Index am Dienstag – US-Inflationszahlen am Mittwoch im Fokus

Im Blick behalten sollten Marktteilnehmer am Montag Zahlen zum chinesischen Verbraucherpreisindex. Gegenüber dem Vorjahr beträgt hier die Erwartung 0,80 Prozent (Zuvor: 1,10 Prozent).

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der ZEW-Konjunkturerwarten für die Bundesrepublik. Erwartungen zufolge könnte sich das Stimmungsbild mit 57 Punkten um 6,30 Einheiten verschlechtert haben. Dies wäre der schwächste Wert seit Anfang des Jahres. Ursache könnte die Furcht vor einem Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus sein.

Am Mittwoch blicken Anleger gespannt auf den deutschen harmonisierten Verbraucherpreisindex und die US-Teuerungsrate exkl. Nahrungsmittel & Energie. Während auf deutscher Seite mit einem Status Quo von 3,10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet wird, geben Prognosen für die US-Seite eine Reduzierung um 0,20 Prozentpunkte auf 4,30 Prozent ab. Sollte sich der Wert bewahrheiten, könnte dies die Inflationssorgen wieder dämpfen.

Während der Donnerstag aus Konjunktursicht weniger Relevanz erfahren dürfte, steht am Freitag und damit zu Wochenschluss das berüchtigte Verbrauchervertrauen von Reuters/Uni Michigan auf dem Programm. Der Verbraucherstimmungsindex sieht eine Verbesserung um 0,10 Einheiten auf 81,30 Punkte gegenüber dem Vormonat vor. Besagter Index zeigt, inwiefern die Verbraucher bereit sind Geld auszugeben, welcher damit als Indikation in Bezug auf die wirtschaftliche Aktivität dient.

Berichtssaison hierzulande könnte für weitere Impulse sorgen

Aus Unternehmenssicht sollten Anleger die Geschäftszahlen der Einzelwerte am Mittwoch von E.on und am Donnerstag der Deutschen Telekom, des Energie-Konzerns RWE, des Konsumgüterherstellers Henkel und des Lieferdienstes Delivery Hero im Auge behalten.

In den USA berichten am Mittwoch das Dienstleistungsunternehmen Lyft und der Online-Marktplatz eBay sowie das Medienhaus Disney am Freitag.

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