Aus Furcht vor steigenden Zinsen waren Anleger hierzulande als auch jenseits des Großen Teichs zwischenzeitlich in Deckung gegangen. Auch in der neuen Handelswoche dürfte besagte Thematik für vielerorts Gesprächsstoff sorgen.

Die jüngste Korrektur könnten Börsianer aber grundsätzlich als Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den Markt erachten, sollte der Inflationsdruck und damit die verbundenen Zinsängste weiter nachlassen.

DAX 30 und S&P 500: Neue Rekordstände voraus?

Die Inflationssorgen haben Anleger dies- und jenseits des Atlantiks in der vergangenen Woche umgetrieben. Die Zinsfantasien der Investoren waren zur Wochenmitte wieder hochgeschnellt, nachdem die US-Teuerungsrate höher als erwartet ausfiel. Dies hatte die Furcht vor einer frühzeitigen Zinswende der US-Notenbank Fed zwischenzeitlich genährt. Das Frankfurter Börsenbarometer war daraufhin auf den tiefsten Stand seit Ende März und der breitgefasste S&P 500 auf das tiefste Niveau seit Anfang April abgerutscht.

Die US-Einzelhandelsumsätze für den April und die Gesamtproduktion der Industrie waren hingegen nicht so stark gestiegen wie erwartet. Dieser Umstand hatte die Inflationssorgen wieder etwas gedrosselt.

Gleichzeitig hatte der US-Währungshüter versucht, weiterhin verbal zu intervenieren, indem er auf eine nur temporär vorhandene Inflation verwies. Was die Märkte glauben und was die Fed signalisiert, bleiben nach wie vor zwei verschiedene Paar Schuhe.

Verbraucherpreise hierzulande Einkaufsmanager und FOMC-Minutes im Blickpunkt

Für Bewegung könnten die bereits heute veröffentlichten chinesischen Einzelhandelsumsätze sorgen. Für den Monat April wird die Wertentwicklung auf 24,90 Prozent geschätzt. Zuvor wurde noch eine Steigerung von 34,20 Hundertstel vermeldet. Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone weisen die Schätzungen weiterhin eine Reduzierung (Jahr) von 1,80 Prozent aus. Somit würde eine wirtschaftliche Erholung vor dem Hintergrund der nach wie vor grassierenden Coronavirus-Pandemie vorerst ins Stocken geraten.

Zur Wochenmitte sollten Anleger die Veröffentlichung der Mitschriften der jüngsten Fed-Sitzung im Auge behalten. Diese dürften einen klaren Hinweis auf die zukünftige US-Geldpolitik abgeben. Gut möglich, dass die Fed abermals betont, dass sie vorerst nicht an ihrer ultralockeren Geldpolitik rütteln wird.

Auch die Verbraucherpreise für die Eurozone dürften die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Kernrate (Jahr) weist einen Status quo von 0,80 Prozent auf.

Die Inflationssorgen scheinen in Europa aber mehr hochzukochen als in den USA. Im April notierten diese noch auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Hervorzuheben bleibt, dass die Wirtschaft im Vergleich zu den Vereinigten Staaten weniger rund läuft. Hintergrund hier dürfte das im März verabschiedete billionenschwere Hilfsprogramm nebst gut laufender Impfkampagne sein. Die jüngsten Lockerungsschritte in den USA dürften eine Belebung der Konjunktur ebenfalls befeuern.

Auch in Deutschland könnten Anleger womöglich ähnliche Tendenzen einer Erholung erwarten, sollte etwa die indische Mutation des Coronavirus besagten Hoffnungen einen Strich durch die Rechnung machen. Diese gilt als deutlich ansteckender.

Den Freitag runden hierzulande wichtige Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe und der Markit PMI Index für Deutschland als auch Europa ab. Ersterer könnte mit 65,80 Einheiten um 0,70 Zähler gegenüber dem Vormonat schrumpfen. Dies würde eine nachlassende Dynamik der Konjunkturerholung unterstreichen. Letztere Werte weisen auf eine weitere wirtschaftliche Erholung im Dienstleistungs- und Produktionssektor hin.

Während auf der Konjunkturagenda in dieser Woche einige Impulse warten, sieht es auf der Unternehmensseite überschaubar aus. Die Berichtssaison des ersten Quartals fiel grundsätzlich positiv aus und gilt als eine der besten seit einigen Jahren. Auf US-Seite öffnen der Einzelhändler Walmart und der Netzwerk-Hersteller Cisco ihre Bücher.

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