Der DAX als auch die US-Börsen könnten in der kommenden Woche fürs Erste weiter unter Druck geraten. Neben den gestiegenen Zinsfantasien der US-Notenbanker ist es die Delta-Variante des Coronavirus, welche Anleger zuletzt verunsichert haben.

Mit Spannung dürften Investoren auf die in der zweiten Wochenhälfte beginnende Notenbankkonferenz in Jackson Hole blicken.

Notenbankkonferenz in Jackson Hole ante portas – Warten auf neue Zinssignale

Auch wenn sich die Börsen hierzulande als auch jenseits des Atlantiks zum Wochenschluss von dem jüngsten Zinsschock in den USA wieder etwas erholen konnten, bleibt die Sorge vor einer zu frühen Zinswende und dem damit verbundenen Abdrehen des Geldhahns weiterhin präsent. Die am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokolle hatten den Spekulationen rund um eine Zinswende neue Nahrung verliehen. Ein abruptes Ende der Geldflut dürfte Anlegern nicht gefallen. Die Anzeichen für ein im Fachjargon sogenanntes „Tapering“ könnten sich bereits am kommenden Donnerstag weiter forcieren, wenn die wichtigsten Geldhüter in Jackson Hole, Wyoming, in den Rocky Mountains zusammenkommen.

Die aktuell bestehenden monatlichen Anleihekäufe in voller Höhe von 120 Milliarden Dollar sollten somit schon bald der Vergangenheit angehören. Gut möglich, dass Fed-Chef Jerome Powell am Freitagnachmittag ein Abschmelzen der Liquiditätsschwemmen kommunizieren wird.

Einkaufsmanagerindizes in der ersten Wochenhälfte im Fokus

Aus Sicht der Konjunkturagenda sollten Börsianer bereits heute den Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor im Auge behalten, welcher einen Überblick über den Zustand des Umsatzes nebst Beschäftigung abgibt. Erwartet wird hier ein leichter Rückgang gegenüber dem Vormonat um 0,80 Einheiten auf 61 Punkte. Für das verarbeitende Gewerbe wird eine Reduzierung um 0,90 Punkte auf 65 Zähler erwartet.

Am Dienstag folgen mit frischen Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt weitere wichtige Indikationen für den Gesundheitszustand der Wirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr wird jedoch mit einem Status quo von 9,20 Prozent gerechnet.

Der Mittwoch steht ganz im Zeichen des ifo-Geschäftsklimaindex. Erwartungen zufolge könnte sich dieser um 0,40 Einheiten auf 100,40 Zähler eintrüben.

Die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter in den USA sieht ebenfalls eine Abschwächung vor. Prognostiziert wird ein Minus von 0,20 Prozent gegenüber dem Vormonat (zuvor: 0,80 Prozent). Da langlebige Produkte in der Regel mit großen Investitionen verbunden sind, können diese Hinweise auf den Zustand der Aktivität der US-Produktion geben.

Jackson-Hole-Konferenz reicht von Donnerstag bis Samstag

Während der Donnerstag ganz im Zeichen des beginnenden Notenbank-Symposiums in Jackson Hole steht, rücken dennoch am Nachmittag Zahlen zum annualisierten Bruttoinlandsprodukt auf die Tagesagenda, welche einen Zuwachs um 0,20 Prozenteinheiten auf 6,70 Hundertstel vorsehen.

Verbale Interventionen für die Märkte dürften auch am Freitag aus Jackson Hole kommen, zumal mit Fed-Chef Jerome Powell am Nachmittag eine wichtige Rede auf dem Programm steht. Anleger erhoffen sich hier Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der USA.

Unternehmenszahlen werden auf deutscher Ebene in der ersten Börsenliga nicht erwartet. In den USA berichtet am Mittwoch das Cloud-basierte SaaS Unternehmen Snowflake über die Geschäftszahlen aus dem zweiten Quartal.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Werbemitteilung. Diese Information wurde von CapTrader bereitgestellt. Zusätzlich zum untenstehenden Haftungsausschluss enthält das auf dieser Seite enthaltene Informationsmaterial weder eine Auflistung von Handelspreisen, eine Empfehlung oder eine Anlagestrategie für ein Finanzinstrument oder Emittent, noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in einem Finanzinstrument oder entsprechend einer Anlagestrategie. CapTrader übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Kommentare und die daraus resultierenden Folgen. Es wird keine Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben. Folglich trägt der Anleger alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Jede angebotene Studie berücksichtigt nicht spezifische Ziele, die finanzielle Situation und die Bedürfnisse einer bestimmten Person, die sie empfangen kann. Sie wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Erstellung und Verbreitung von Empfehlungen zu Finanzinstrumenten oder Anlagestrategien erstellt und gilt daher als Werbemitteilung.