In der kommenden Woche dürften nach wie vor die steigenden Zinsen an den US-Anleihenmärkten Anleger beschäftigen. Es sind die Inflationssorgen und die Angst vor einer damit womöglich verbundenen zu frühen Zinswende in den Vereinigten Staaten, die die Investoren jetzt zwei Mal darüber nachdenken lässt, wie die Rally der vergangenen Monate zu bewerten ist. Im Blickpunkt behalten Investoren die Coronavirus-Pandemie dies- und jenseits des Atlantiks. Hierzulande dürfte die zur Wochenmitte anstehende Ministerkonferenz schon bald ihre Schatten vorauswerfen. Weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen sind denkbar.

In den Vereinigten Staaten dürfte das Corona-Hilfspaket in den Blickpunkt geraten. Am Samstag wurde die erste Hürde für das Maßnahmenpaket genommen. Den Wochenabschluss bilden die US-Arbeitsmarktdaten.

DAX 30: Furcht vor steigenden Anleihenrenditen

Aus Furcht vor steigenden Anleihenrenditen könnten Anleger weiterhin Wertpapiere lediglich mit spitzen Fingern anfassen. An der psychologischen Marke von 14.000 Punkten dürften sich Börsianer in diesem Kontext weiterhin sprichwörtlich die Zähne ausbeißen. Genährt werden dabei die anziehenden zehnjährigen US-Renditen jenseits des Atlantiks durch die Sorge vor einer zeitnahen Inflationswelle. Fed-Chef Jerome Powell konnte die Aktienmärkte nicht beruhigen. Powell hatte in der vergangenen Woche auf eine Fortsetzung der „billigen“ Geldpolitik verwiesen. Doch was die Notenbank signalisiert und was Anleger glauben, sind nach wie vor zwei verschiedene Paar Schuhe. Marktteilnehmer stellen sich in diesem Kontext auf eine anziehende Teuerungsrate ein, was sich nicht zuletzt an steigenden US-Renditen widerspiegelt.

Coronavirus-Pandemie: Bund und Länder beraten am Mittwoch

Die Thematik rund um das Coronavirus dürfte Anleger weiterhin nicht in Ruhe lassen. Am kommenden Mittwoch wollen Bund und Länder die Öffnungsdebatte einläuten. Bereits im Vorfeld hatten sich einige Bundesländer für weitere Öffnungsschritte ausgesprochen. Der von Bund und Ländern beschlossene Lockdown gilt zunächst bis zum 7. März. Weitere Lockerungsschritte dürften am deutschen Aktienmarkt grundsätzlich begrüßt werden. Im Blickpunkt bleibt zudem die nach wie vor schleppende Impfkampagne.

Verbraucherpreisindex und Einkaufsmanager im Blickpunkt

Bereits heute steht auf der Konjunkturagenda mit dem harmonisierten Verbraucherpreisindex eine vielerorts beachtete Kennzahl auf dem Programm. Laut Prognosen dürfte der Wert mit 1,60 Prozent dem Wert aus dem Vorjahr gleichkommen. EZB-Chefin Christine Lagarde wird am späten Nachmittag vor das Mikrofon treten.

Am Dienstag geben die Einzelhandelsumsätze einen ersten Appetizer auf die Wirkung der jüngsten Corona-Konjunkturhilfen ab. Experten rechnen mit einem Anstieg um 3,50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch der Verbraucherpreisindex für die Eurozone, welcher einen leichten Anstieg verzeichnen könnte, dürfte für Aufmerksamkeit sorgen.

In der zweiten Wochenhälfte sorgen ebenfalls die Einzelhandelsumsätze, diesmal für die Europäische Union für Spannung. Die Coronavirus-Pandemie dürfte laut Schätzungen voll eingeschlagen haben. Um bis zu rund zwei Hundertstel im Vergleich zum Vorjahr könnten sich diese eintrüben.

An der Konjunkturfront präsentieren der Softwarehersteller SAP, das Technologieunternehmen Merck und der Konsumgüterhersteller Henkel am Donnerstag ihre Jahreszahlen.

S&P 500: Anleger schichten ihre Assets um

Angesichts der anziehenden US-Renditen dürften Anleger weiterhin vorsichtig agieren. Unter Druck geriet der markbreite S&P 500 nicht zuletzt durch den teilweisen Ausverkauf an der Technologie Börse Nasdaq. Dieser hatte vergangene Woche Donnerstag mit 3,5 Prozent den höchsten Tagesverlust seit Oktober eingefahren. Die Tech-Aushängeschilder wie Apple, Google Alphabet, Amazon oder Facebook hatten kräftig an Wert eingebüßt. Angesichts der ambitionierten Kursniveaus griffen Anleger verstärkt vor allen bei Titeln zum Kassenhebel, welche in den vergangenen Monaten sonderbar gut gelaufen waren. Investoren schichteten vor diesem Hintergrund ihre liquiden Mittel in vermeintlich günstiger bewertete und damit renditeversprechende Assets um.

Corona-Hilfspaket könnte Stimmungsaufheller bringen

Für einen Stimmungsaufheller könnte das im Vorfeld heißdiskutierte Corona-Hilfspaket sorgen. Das US-Repräsentantenhaus hat am Samstag dem Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar zugestimmt. Im zweiten Schritt wird das Paket in den Senat geschickt, wo Demokraten bis zum 14. März eine Entscheidung anstreben, heißt es. Arbeitslosenhilfen laufen an diesem Tag aus. Neben einem Scheck in Höhe von über 1.400 Dollar für viele Bürger, Schulen, Unternehmen und Regierungen enthält das Maßnahmenbündel eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Dollar bis 2025. Eine Anhebung gelte aber als unwahrscheinlich.

Nichtsdestotrotz dürften Börsianer die Verabschiedung begrüßen, auch wenn im Vorfeld die Aktienmärkte jenes Paket in großen Teilen bereits eingepreist haben dürften. Für Rückenwind vermag dieser Erfolg allemal sorgen.

Alle Augen auf die US-Arbeitsmarktdaten

Auf der Konjunkturseite werden bereits heute Daten zum ISM verarbeitenden Gewerbe publik, welche sich weiter aufhellen dürften. Nach dem ersten Vorgeschmack durch die ADP-Daten auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten runden frische Zahlen zum ISM nicht-verarbeitenden Gewerbe die erste Wochenhälfte ab. Hier wird ein Status quo erwartet.

Die zum Wochenschluss anstehenden ‚Non-Farm-Payrolls‘ dürfte das Highlight der Woche darstellen. 148.000 neu geschaffene Stellen vs. 49.000 Einheiten im Vormonat werden erwartet. Die billionenschweren Hilfsmaßnahmen spiegeln sich damit in den Schätzungen des Stellenwachstums wider.

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