Die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt als auch an der Wallstreet könnte sich in der kommenden Woche weiter fortsetzen. Der DAX war am Dienstag nach Pfingsten auf ein frisches Allzeithoch bei 15.568 Punkten geklettert. S&P 500-Anleger haben weiterhin das Allzeithoch bei 4.232 Zählern im Blickpunkt. Zentrales Thema dürfte die schwelende Inflation dies- und jenseits des Atlantiks bleiben. Auch die US-Arbeitsmarktdaten zum Ende der neuen Handelswoche sollten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aufgrund des Memorial Days bleiben die Börsenpforten in den Vereinigten Staaten am Montag allerdings geschlossen. Auch in London ruht angesichts des „Spring Bank Holidays“ der Handel.

Diskussionen um Inflation dürften bestimmende Thematik bleiben

Auf der einen Seite lockt Anleger das Allzeithoch, andererseits laden die entsprechend ambitionierten Kurshöhen auch zu Gewinnmitnahmen ein. Es ist und bleibt ein Tauziehen zwischen Skeptikern und Optimisten. Während bei der einen Hälften der Konjunkturoptimismus überwiegt, deckeln bei der anderen Hälfte die Inflationssorgen und die damit im Zusammenhang stehenden Zinsfantasien weitere Aufwärtsambitionen.

Vor diesem Hintergrund bleibt die Inflationsthematik offensichtlich auch in den kommenden Tagen und Wochen das Zünglein an der Waage. Die Furcht, dass weiterhin robuste Zahlen die Fed zum Handeln zwingen und die damit bestehende lockere Geldpolitik zurückgefahren werden könnte, hemmte zuletzt immer wieder die Kauflaune. Jüngst hatten diverse hochrangige Notenbanker aber darauf verwiesen, dass die derzeitige Inflation nur vorübergehender Natur sei und man weiterhin reichlich Notenbanker-Schützenhilfe bereitstellen werde.

Einkaufsmanager-Indizes und US-Arbeitsmarktdaten dürften für Aufmerksamkeit sorgen

Bereits zu Wochenbeginn dürfte die Veröffentlichung des harmonisierten Verbraucherpreisindizes für die Bundesrepublik für Aufsehen sorgen. Schätzungen zufolge könnte besagte Kennziffer auf 2,40 Prozent steigen. Vergangenen Monat notierte die Teuerungsrate noch bei 2,10 Prozent. Angesichts der hohen Bedeutung im Hinblick auf die Inflation dürften Anleger die Preisentwicklung besonders unter die Lupe nehmen.

Bereits am Dienstag folgt der Verbraucherpreisindex für die Eurozone, welche sich um 0,30 Prozentpunkte auf 1,90 Hundertstel gegenüber dem Vorjahr nach oben bewegen könnte.

Auf US-Seite sollten Börsianer das ISM verarbeitende Gewerbe im Auge behalten, welches vom „Institut for Supply Management“ veröffentlicht wird und die Geschäftsbedingungen besagten Sektors widerspiegelt. Hie beträgt die Erwartung 61 Punkte (vorher: 60,70 Zähler).

Zur Wochenmitte rücken die Einzelhandelsumsätze für die deutsche Seite in den Vordergrund, welche eine Eintrübung um 0,30 Prozent gegenüber dem Vorjahr signalisieren. Hintergrund dürften hier die nach vor weitestgehend bestehenden Corona-Restriktionen im Einzelhandelssektor sein.

Am Donnerstag geben die ADP-Daten wie gewohnt einen ersten Vorgeschmack auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten ab. Insgesamt schätzt der private Dienstleister „Automatic Data Processing Inc“ einen Zuwachs in Höhe von 545.000 neuen Stellen für den Monat Mai. Im Monat zuvor wurden noch 742.000 Einheiten veröffentlicht.

Auch den Index zum ISM nicht-verarbeitenden Gewerbe sollten Investoren auf dem Schirm haben. Dieser könnte gegenüber dem Vormonat um 0,20 Punkte auf 62,90 Einheiten weiter leicht zulegen.

Im Fokus stehen am Freitag neben den Einzelhandelsumsätzen für die Eurozone (9,60 Prozent, Jahr) die Daten zu der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft auf der Agenda. Die Schätzungen in Höhe von 621.000 neuen Stellen signalisieren einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vormonat (266.000). Damit könnten die Zinsfantasien der Notenbanker wieder an Fahrt aufnehmen, da die US-Arbeitsmarkdaten als ein viel beachteter Indikator im Hinblick auf eine funktionierende Wirtschaft angesehen werden.

Die Arbeitslosenquote könnte sich in diesem Kontext um 0,20 Prozentpunkte auf 5,90 Einheiten reduzieren. Ebenfalls im Blick behalten sollten Anleger die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne, welche sich gegenüber dem Vorjahr um 0,40 Prozent eintrüben könnte. Zurückgehende Stundenlöhne sollten durchaus konträr gegenüber robusten Zahlen am Arbeitsmarkt gesehen werden.

Auf Unternehmensseite blicken Investoren auf die Online-Hauptversammlung des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen. Der Konkurrent Vonovia hatte in der vergangenen Woche erneut einen Übernahmeversuch gestartet. In den USA legen am Dienstag der Videotelefonie-Betreiber Zoom und am Donnerstag der webbasierte Instant-Messaging-Dienst Slack ihre Q1-Zahlen vor.

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