Dies- und jenseits des Großen Teichs haben sich die Börsen in der vergangenen Woche im Rekordmodus präsentiert. Das heimische Börsenbarometer als auch der S&P 500 konnten jüngst jeweils ein neues Rekordhoch markieren. Dieser Trend könnte sich in der kommenden Woche weiter fortsetzen. 

Der DAX dürfte möglicherweise weiter an seiner Rekordrally anknüpfen, doch angesichts der fulminanten Notierungen dürften Konsolidierungstendenzen nicht gänzlich ausbleiben. Dass Anleger in diesem Kontext auch mal Kasse machen und Gewinnmitnahmen jederzeit eintreten könnten, sollte daher nicht allzu sehr überraschen.

Zur Wochenmitte rückt die Notenbanksitzung der US-Fed in den Blickpunkt der Anleger. Am Freitag könnte der große Verfallstag in Frankfurt für eine ausgeprägte Volatilität sorgen und unter Umständen die Karten am Markt neu mischen.

Anleger dürften weiter optimistisch bleiben

Insgesamt dürften die Anleger weiterhin optimistisch bleiben. Denn die Liquiditätsschwemmen der Notenbanken Fed und EZB sind nach wie vor Wasser auf die Mühlen der Anleger. Hierzulande könnten Börsianer die nächste psychologische Marke im Umfang von 16.000 Punkten bereits ins Visier nehmen. Auf Wochensicht war der DAX nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Das Rekordhoch bei 15.732 Zählern bleibt im Blickpunkt. Der breitgefasste S&P 500 konnte per Wochenfrist einen Zuwachs um 1,3 Prozent verzeichnen.

Auch die überraschend stark anziehenden Inflationsraten haben Anleger nicht aus dem Gleichgewicht bringen können, da womöglich mit noch höheren Teuerungsraten in den USA gerechnet worden war. In den USA war die Inflation im Mai gegenüber dem Vormonat um 5 Prozent angestiegen, was der höchsten Rate seit August 2008 entspricht.

Fed-Sitzung als Wochenhighlight am Mittwoch

Am Dienstag sollten Anleger hierzulande frisches Zahlenwerk zum harmonisierten Verbraucherpreisindex im Auge behalten. Gegenüber dem Vorjahr betragen die Schätzungen eine Steigerung um 2,40 Prozent.

Die US-Einzelhandelsumsätze runden den Dienstag auf Konjunkturseite ab.

Zur Wochenmitte rücken vor dem bedeutsamen FED’schen Zinsentscheid die chinesischen Einzelhandelsumsätze in den Fokus. Gegenüber dem Vorjahr wird ein Plus von 14 Prozent erwartet. (Zuvor: 17,70 Prozent). Die nachlassende Dynamik im chinesischen Einzelhandelssektor deutet auf eine Konsolidierung hin.

Inflations-Thematik könnte neu entfacht werden

Keine größeren Überraschungen erwarten Börsianer von der am Mittwochabend stattfindenden FOMC-Sitzung. Für Gesprächsstoff dürfte jedoch die bereits im Vorfeld vielerorts diskutierte Inflation sorgen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger zwischen den Zeilen lesen. Möglicherweise interpretieren die Notenbanker den jüngsten Inflationsschub weiterhin als vorübergehendes Phänomen, nachdem die Corona-Restriktionen in großen Teilen die US-amerikanische Wirtschaft abgewürgt hatten.

Die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in puncto vorübergehender Inflation ließ sich zuletzt gut an den Renditen der US-Staatspapiere ablesen, welche trotz steigender Inflationszahlen gefallen war.

Am Donnerstag veröffentlicht die Federal Reserve Bank of Philadelphia den Philly-Fed-Herstellungsindex, welche eine Indikation für den Branchentrend im Produktionsbereich abgibt. Erwartungen zufolge könnte sich dieser gegenüber dem Vormonat um 0,50 Punkte auf 31 Zähler eintrüben.

Zum Ende der Woche rückt mit dem deutschen Erzeugerpreisindex eine durchaus wichtige Indikation auf die Preisveränderung von Rohstoffen in den Mittelpunkt. Gegenüber dem Vormonat wird mit einer Steigerung um 0,60 Prozent gerechnet. (Vormonat: 0,80 Prozent).

Am Freitag laufen an den Terminbörsen Optionen nebst Futures auf Aktienindizes und einzelne Aktientitel aus, was nicht zuletzt zu einer erhöhten Volatilität führen könnte.

Auf US-Unternehmensseite legen heute der Soft- und Hardwarehersteller Oracle (Q4) und das Softwareunternehmen Adobe (Q2) am Donnerstag ihre Zahlen vor.

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