Das Frankfurter Börsenbarometer (DAX) hat am Freitag dank Fed-Chef Jerome Powell wieder in die Pluszone gedreht. Anleger hatten sich Hinweise auf den genauen Zeitpunkt in Sachen Verringerung der Anleihekäufe (Tapering) gewünscht, aber keine erhalten. Keine Nachrichten fungieren somit als gute Nachrichten. Solange die US-Notenbank im Nebel stochert, kann der Aktienmarkt im Niedrigzins offensichtlich weiter einen Nährboden finden. Auch an der Wall Street konnten die wichtigsten Indizes wieder gen Norden klettern. Der marktbreite S&P 500 und der techlastige Nasdaq 100 kletterten erneut auf Rekordstände. Diese Dynamik könnte sich auch in der neuen Handelswoche vorerst weiter fortsetzen.

In der kommenden Woche warten hierzulande Verbraucherpreisdaten und am Freitag die berüchtigten US-Arbeitsmarktdaten.

„Keine Nachrichten fungieren als gute Nachrichten“ – Fed-Chef Powell hält sich auf Notenbanker-Event in Jackson Hole bedeckt

Die Notenbankerkonferenz in den Rocky Mountains, Jackson Hole (Wyoming) hat sich mehrheitlich als ein klassisches Non-Event entpuppt. Fed-Chef Jerome Powell hat sich indes nicht wirklich in die Karten blicken lassen. Zwar hatte Powell eine Reduzierung der Anleihekäufe noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt, blieb insgesamt aber unkonkret in Sachen Ausstiegszeitpunkt. Gleichzeitig betonte er die schwelenden Gefahren rund um die Coronavirus-Pandemie.

Gut möglich, dass erst im kommenden September auf der nächsten Notenbank-Sitzung weitere Details in puncto Zinserhöhungsspekulationen kundwerden. Dies könnte somit vorerst bedeuten, dass die Zeiten des „billigen Geldes“ womöglich in eine neue Runde gehen.

Neuer Angriff des US-Militärs in Afghanistan – geopolitische Risiken bleiben schwelend

Die Vereinigten Staaten haben eigenen Angaben zufolge einen weiteren Anschlag der IS in Kabul (Afghanistan) am Wochenende verhindert. Bereits in der vergangenen Woche waren angesichts eines Anschlags am Flughafen in Kabul Anleger zwischenzeitlich in Deckung gegangen. Insgesamt sollten Anleger die geopolitischen Risiken nicht auf die leichte Schulter nehmen.

US-Arbeitsmarktdaten als Wochenhighlight – Verbraucherpreise und ADP-Daten im Blick

Der Montag steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung des harmonisierten Verbraucherpreisindizes. Die Erwartung beträgt 3,40 Prozent im Jahresvergleich. Im Monat zuvor notierte die deutsche Teuerungsrate bei 3,10 Hundertstel.

Der Dienstag rückt das Pendant zum Verbraucherpreisindex für die Eurozone hervor. Hier wird mit einer Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,50 Prozent gerechnet (zuvor: 0,70 Prozent).

Zur Wochenmitte blicken die Anleger auf die berüchtigten ADP-Beschäftigungsdaten, welche einen klassischen Appetizer auf die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft abgeben werden. Berechnungen zufolge beläuft sich der Stellenzuwachs auf eine halbe Million Arbeitsplätze. Im Monat zuvor notierte die Beschäftigungsänderung bei 330.000 Einheiten.

Auch die deutschen Einzelhandelsumsätze stehen am Mittwoch im Mittelpunkt. Schätzungen sehen eine Steigerung im Jahresvergleich um 3,20 Prozent vor. Im Monat zuvor notierte besagter Wert noch bei 6,20 Prozent.

Während am Donnerstag weniger relevante Daten auf der Konjunkturagenda stehen, rücken am Freitag und damit zum Wochenschluss die Non-Farm Payrolls (NFPs) in den Fokus. Die Erwartungshaltung bleibt für den Monat August gedämpft. Auf lediglich 665.000 neue Stellen weisen die Schätzungen hin. Im Monat zuvor notierte der Wert noch bei 943.000 Einheiten. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten dürften die Fed in ihrer Haltung bestätigen, die Geldschleusen weiterhin im vollen Umfang offenzuhalten. Gefürchtet wird nach wie vor, dass die Delta-Variante des Coronavirus zu neuen Restriktionen und damit zu neuen wirtschaftlichen Flurschäden in der Wirtschaft führt.

Ankündigung der neuen DAX-Unternehmen (DAX 40) am Freitag

Am Freitag wird zudem bekannt gegeben, welche Unternehmen per 20. September in den erweiterten Leitindex (DAX 40) aufgenommen werden. Hingegen wird der MDAX verkleinert.

In den USA berichtet das Videotelefonkonferenz-Unternehmen Zoom am Montag über die Q2-Zahlen.

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