Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten haben die Anleger hierzulande als auch in den Vereinigten Staaten zum Ende der vergangenen Woche wieder zurück in Kauflaune versetzt. Denn die jüngst forcierten Zinsfantasien der Investoren haben damit wieder an Dynamik verloren. In der kommenden Handelswoche könnten der DAX 30 als auch die Wall Street wieder ihre Rekordjagd aufnehmen. Mit Spannung blicken Börsianer auf die US-Verbraucherpreise und die Notenbanksitzung der EZB am Donnerstag.

Ihre Schatten dürfte die Sitzung bereits in der ersten Wochenhälfte vorauswerfen. Getrieben von der Aussicht auf weiterhin reichlich Liquidität durch die Währungshüter Fed und EZB dürften die Anlagealternativen gegenüber Anteilsscheinen überschaubar bleiben.

Am Montag und damit zu Wochenbeginn stehen weniger relevante Konjunkturtermine auf der Agenda. Erst am Dienstag rückt mit der Veröffentlichung des europäischen Bruttoinlandsprodukts eine wichtige umfassende Beurteilung der Wirtschaftstätigkeit und Gesundheit der Eurozone in den Vordergrund. Gegenüber dem Vorjahr könnte sich das BIP um 1,80 Prozent abgeschwächt haben. (Vorjahr: -1,80 Prozent).

Die ZEW-Konjunkturerwartungen respektive die institutionelle Anlegerstimmung für die deutsche Seite lassen mit 85,30 Punkten eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat um 0,90 Zähler erwarten. Das europäische Pendant könnte sich hingegen um sieben Einheiten auf 77 Punkte reduzieren.

Zur Wochenmitte sollten Börsianer auf den chinesischen Verbraucherpreisindex blicken. Hier wird mit einer Teuerungsrate von einem Prozent (Jahr) gerechnet. (Vorjahr: 0,90 Prozent).

EZB-Sitzung am Donnerstag im Fokus

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der EZB-Zinssatzentscheidung. Dass der europäische Währungshüter an den Zinsschrauben rüttelt, ist unwahrscheinlich. Auch der Umfang nebst Laufzeit des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) dürfte nicht angerührt werden. Vielmehr erhoffen sich Anleger Antworten auf die Fragen, ob die im März 2021 vollzogene Entscheidung, das Tempo der Anleihekäufe zu erhöhen, auch im dritten Quartal bestehen bleibt. Derweilen kauft die EZB monatlich Anleihen im Wert von rund 80 Milliarden Euro. Spannend dürften zudem die Projektionen für das Wachstum und Inflation sein. Zuletzt hatte die EZB die vielerorts diskutierte Inflationsentwicklung nur als ein temporäres Phänomen betitelt.

US-Verbraucherpreise könnten Zinsfantasien wieder Auftrieb geben

Für Aufmerksamkeit dürften am Donnerstag auch die Verbraucherpreise aus den USA sorgen. Mittlerweile wird die Teuerung exklusive Nahrungsmittel und Energie auf 3,40 Prozent (Jahr) geschätzt. (Vorjahr: 3,00 Prozent). Sollten die Preise weiter anziehen, dürfte dies nicht zuletzt die Inflationssorgen wieder befeuern. Besagte Kennziffer sollte mit großem Interesse verfolgt werden.

G7-Treffen ab Freitag

Am Freitag und am Samstag kommen die Staats- und Regierungschefs der G7 in Cornwall im Südwesten Englands zusammen. Eines der zentralen Themen dürfte dabei die Impfstoff-Verteilung darstellen.

Am Nachmittag wird zudem das von Reuters und der Uni Michigan publizierte Verbraucherstimmungsindex veröffentlicht, wobei es sich um eine personenbezogene Erhebung des Verbrauchervertrauens in Bezug auf die wirtschaftliche Aktivität handelt. Prognosen zufolge soll besagter Index sich um auf 84 Zähler und damit gegenüber dem Vormonat um 1,1 Punkte verbessern. Hintergrund ist hier die Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität angesichts einer gut laufenden Impfkampagne und den damit im Zusammenhang stehenden Lockerungen der Corona-Restriktionen.

Auf der Unternehmensseite stehen diesseits als auch jenseits des Atlantiks keine bewegenden Nachrichten an.

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