Dies- und jenseits des Atlantiks haben sich die Börsen in der vergangenen Woche in Rekordlaune präsentiert. Der DAX als auch der S&P 500 konnten jüngst jeweils ein neues Rekordhoch markieren. Dieser Trend könnte sich in der kommenden Woche weiter fortsetzen. Während das vielerorts diskutierte US-Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar endgültig über die Bühne gegangen ist, dürften gleichzeitig die Inflationssorgen wieder neue Nahrung erhalten. Denn auch der europäische Währungshüter hat das Tempo in puncto Anleihekauf gesteigert. Hierzulande könnte zudem das Infektionsgeschehen rund um COVID-19 wieder verstärkt Beachtung finden. Das RKI warnt in seinem aktuellen Lagebericht bereits Ostern vor einer „dritten Welle“ angesichts der Virusmutante B.1.1.7.

Jenseits des Großen Teichs wird zur Wochenmitte die US-Notenbank Fed tagen.

DAX 30: Blick auf die 15.000-Punkte-Marke

Der DAX könnte seine Rekordrally zwar grundsätzlich weiter fortsetzen, doch angesichts der fulminanten Kursrally dürften Konsolidierungstendenzen nicht gänzlich ausbleiben. Dass Anleger in diesem Kontext auch mal Kasse machen und Gewinnmitnahmen jederzeit eintreten könnten, sollte daher nicht allzu sehr überraschen. Dennoch sollte die nächste psychologische Marke im Umfang von 15.000 Punkten bereits ins Visier der Anleger geraten. Weitere Liquiditätsschwemmen der Notenbanken Fed und EZB sind weiteres Wasser auf die Mühlen der Anleger. Insgesamt rund 1,9 Billionen Dollar oder 1,6 Billionen Euro will die US-Regierung ausgeben, um der Corona-gebeutelten Konjunktur wieder auf die Beine zu helfen. Neben Arbeitslosenhilfen und Stimulusschecks für zahlreiche Bürger sind es Unterstützungsleistungen zur Pandemiebekämpfung wie etwa für Corona-Tests.

EZB liefert ebenfalls

Auch der europäische Währungshüter hat am vergangenen Donnerstag beschlossen, die Menge der Liquidität zu erhöhen. Das Tempo der bereits laufenden Anleihekäufe wurde erhöht. „Die Anleihekäufe des in der Corona-Pandemie aufgelegten Programms PEPP sollten „im nächsten Quartal deutlich schneller als in den ersten Monaten dieses Jahres getätigt werden“, heißt es in einem Schreiben der EZB. Gleichzeitig habe man das Inflationsziel bis auf 1,5 Prozent angepasst. Somit bleibt die Geldflut auch diesseits des Großen Teichs erhalten. Gegenüber Anteilsscheinen dürften Anleger in diesem Kontext womöglich nur weniger Alternativen weiterhin sehen, zumal ein Ende der nach wie vor grassierenden Coronavirus-Krise trotz der Impfkampagne noch nicht wirklich in Sicht ist und die drohenden Flurschäden nur schwer zu beziffern sind. Auch in Zukunft dürften die Währungshüter tief in ihrem geldpolitischen Werkzeugkoffer kramen und in Bezug auf weitere Schützenhilfe großzügig sein.

Auf der Konjunkturagenda stehen am Montag die chinesischen Einzelhandelsumsätze auf dem Plan. Gegenüber dem Vormonat (+4,60 Prozent) wird mit einer Prognose von plus 32 Hundertstel gerechnet. Im Reich der Mitte dürfte der Coronablues bereits weitestgehend abgeschüttelt sein. Am Dienstag rückt mit der ZEW-Konjunkturerwartung ein viel beachteter konjunktureller Frühindikator in den Vordergrund. Laut Erwartungen im Umfang von 74 Zählern dürfte die institutionelle Anlegerstimmung gegenüber dem Vormonat (71,20 Punkte) weiter anziehen.

Zur Wochenmitte rückt die Veröffentlichung der brisanten Teuerungsrate für die Eurozone in den Blickpunkt der Anleger. Im Vergleich zum Vormonat könnte sich diese um 0,60 Prozent gesteigert haben. Der Verbraucherpreisindex wird derzeit aus Anlegersicht verstärkt beobachtet, da die Furcht vor einer zu starken Inflation Investoren tendenziell ausbremsen könnte.

Am Freitag runden frische Zahlen zum deutschen Erzeugerpreisindex (minus 0,70 Prozent) die Woche ab. Die durchschnittliche Preisveränderung von Rohstoffen gilt als ein Indikator in Bezug auf die Inflation der Rohstoffpreise, welche zuletzt stark angestiegen war.

An der Unternehmensfront legen am Dienstag RWE, Volkswagen, am Mittwoch BMW und MunichRe, sowie am Donnerstag HeidelbergCement ihre detaillierten Jahreszahlen vor.

S&P 500: Beflügelt vom Konjunkturprogramm – Fed-Sitzung im Blickpunkt

Das Konjunkturprogramm bleibt in den Vereinigten Staaten nach wie vor Taktgeber. Der S&P 500 als auch der Dow Jones konnten in der vergangenen Woche jeweils ein neues Rekordhoch erklimmen. Auch der techlastige Nasdaq 100 konnte seinen jüngsten Einbruch wieder etwas ausbügeln und auf Erholungstour gehen. Getrieben von weiteren Stimuli bleiben die Anleger grundsätzlich in Einkaufsstimmung. Doch die gigantischen Corona-Hilfsprogramme hinterlassen allerdings auch ihre Spuren. So waren am Freitag die zehnjährigen US-Staatspapiere mit 1,614 Prozent ihrem 13-Monatshoch äußerst nahegekommen, was Anleger kurzfristig zu Gewinnmitnahmen animierte. Steigende Renditen machen Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen teurer.

Am Dienstag dürften sich die Corona-Flurschäden in den Einzelhandelsumsätzen im Gegensatz zu China bemerkbar machen. Diese könnten sich laut Prognosen gegenüber dem Vormonat deutlich eintrüben. Am Mittwoch rückt die geldpolitische Lagebeurteilung nebst Zinssatzentscheidung der Fed in den Vordergrund. Eine Veränderung der Geldpolitik bleibt unwahrscheinlich. Thema könnte jedoch der jüngste Renditeanstieg an den Anleihemärkten werden. Ein verbales Intervenieren bleibt aber fraglich.

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