Während die Coronavirus-Pandemie dies- und jenseits des Atlantiks nach wie vor grassiert, haben die Börsen zum Jahresende die konjunkturellen Flurschäden weitestgehend eingepreist. Der DAX als auch die US-Börsen haben das Jahr 2020 mit Rekordständen abgeschlossen. Die Hoffnung auf eine rasche konjunkturelle Erholung für das Börsenjahr 2021 ist groß. Zudem sind in puncto Brexit sowie US-Konjunkturpaket zwei schwelende Unsicherheitsfaktoren vom Tisch. Die Anleger schauen wieder zuversichtlicher auf die kommenden zwölf Monate.

DAX beendet Börsenjahr 2020 auf Rekordniveau

Nach zwei verkürzten Handelswochen auf dem Frankfurter Börsenparkett startet der deutsche Aktienindex heute wieder in die erste vollständige Börsenwoche mit fünf Handelstagen. Kurz vor Weihnachten als auch zwischen den Jahren hatten die Anleger wie erwartet nur wenig anbrennen lassen. Die Börsianer schienen angesichts des jüngsten Gipfelsturms das Jahr gemütlich ausklingen lassen zu wollen. Diese Lethargie könnte sich auch zunächst in den kommenden Tagen immer wieder punktuell zeigen. Viele Investoren dürften sich noch in den Weihnachtsurlauben befinden und die Bücher somit geschlossen halten. Der Handel dürfte in diesem Kontext tendenziell in ruhigen Bahnen verlaufen.

US-Zollstreit nimmt wieder Fahrt auf

Für Gegenwind könnten die jüngst angekündigten Strafzölle der USA auf Produkte aus Deutschland und Frankreich sorgen. Im Streit über Subventionen für die Luftfahrtindustrie wollen die Vereinigten Staaten Zölle auf Flugzeugbauteile, Weine und Cognacs erheben, heißt es. Die Anleger hoffen auf eine Beilegung des jahrelangen Streits, wenn Trump-Nachfolger Joe Biden sein Amt antritt.

Coronavirus bleibt Dreh- und Angelpunkt für die Märkte

Das hochdynamische Infektionsgeschehen dies- und jenseits des Atlantiks dürfte die Börsen nach wie vor beschäftigen und Dreh- und Angelpunkt bleiben. Hierzulande könnten die bereits bestehenden Restriktionen bis Ende des Monats verlängert werden. Auch wenn mit dem jüngsten Startschuss zum Impfmarathon die Pandemie-Risiken sukzessive schwinden, halten die herausfordernde Impf-Logistik und die Fragezeichen über den praktischen Nutzen der Vakzinen die Unsicherheit am Leben. Auch die wirtschaftlichen Kollateralschäden dürften längst nicht mit der durch Bund- und Länder zur Verfügung gestellten monetären Hilfen gedeckelt werden können. Die Furcht vor einer Insolvenz-Lawine dürfte eines der zentralen Brennpunkte im Jahr 2021 sein.

US-Arbeitsmarkt-Daten dürfte Anleger aufhorchen lassen

Zu Beginn der ersten Handelswoche des Jahres geben die Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe einen ersten Stand über die wirtschaftliche Lage einiger EU-Länder ab. Weitere Rückschläge sind hierbei nicht ausgeschlossen.

Am Dienstag stehen frische Zahlen zu den deutschen Einzelhandelsumsätzen und dem ISM-verarbeitenden Gewerbe aus den USA auf dem Plan. Während bei Ersteren die Daten dramatisch abstürzen dürften, rechnen Experten bei letzterer Konjunkturkennziffer mit einem leichten Rückgang.

Den ersten Appetizer auf die erst am Freitag anstehende Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten bilden die ADP-Daten zur Wochenmitte ab. Auch das Sitzungsprotokoll der jüngsten Fed-Sitzung sollten Anleger auf dem Schirm haben.

Den Donnerstag bilden neben dem Eurozonen Verbraucherpreisindex auch die Einzelhandelsumsätze auf der Konjunkturagenda ab. Als Highlight gelten die Nonfarm-Payrolls zum Ausklang der Woche. Prognostiziert werden 100.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft für den Monat Dezember. Für den Monat zuvor wurden 245.000 Stellen gemeldet.

S&P 500 dürfte Rekordjagd weiter fortsetzen

Der Risikoappetit an den US-Börsen dürfte auch im neuen Jahr zunächst nicht abreißen, zumal mit dem jüngst abgeschlossenen US-Handelspaket neue Liquiditätsschwemmen bereitstehen.

Die Alternativen gegenüber Anteilsscheinen sind auch im Jahr 2021 rar gesät. Die relative hohe Bewertung der US-Börsen spricht dafür, dass sich der breitergefasster Index S&P 500 zum Jahresstart seitwärts bewegen dürfte. Angesichts der hohen Erwartungshaltung der Anleger hat die Gefahr von Enttäuschungen und damit von Kursrücksetzern aber auch wieder zugenommen. Auch wenn der Risikoappetit der US-Anleger höher zu bewerten ist als in der Bunderepublik, gibt es für die Eroberung neuer Rekordhochs keine Garantie. Die zentrale Thematik bleibt auch in den USA die grassierende Coronavirus-Pandemie, welche derzeit durch historische Notenbanker-Schützenhilfe und Impfstoff-Hoffnungen gedeckelt werden. Das Licht am Ende des Tunnels ist damit zwar wieder näher gerückt und heller geworden, doch zu früh freuen sollten sich die Anleger nicht.

Bauchschmerzen bereiten könnten das Hin- und Her in der Thematik um die Direkthilfen für US-Bürger. Zwar hatte man sich jüngst zwischen Demokraten und Republikanern auf das milliardenschwere Corona-Hilfspaket einigen können. Eine Aufstockung der Corona-Hilfen auf 2000 Dollar für die Bürger wurde durch den Senat vorerst gestoppt.

DAX und S&P 500: Nimmt die Jahresendrallye wieder Fahrt auf?

Viele Anleger dürften zu Beginn des neuen Jahres ihre Depots strategisch neu ausrichten und diversifizieren. Ob die Jahresendrallye, welche bekannterweise nicht nur bis zum Jahresende, sondern darüber hinaus geht, sich weiterfortsetzt, bleibt zunächst abzuwarten. Für ein neues Rekordhoch im DAX als auch im S&P 500 müssen Anleger womöglich vorerst Geduld mitbringen. Die schwelenden Unsicherheiten rund um die akute Coronavirus-Pandemie dürften die Anleger in Schach halten, auch wenn gleichzeitig die Hoffnung auf eine weitere konjunkturelle Erholung zunimmt. Mit Argusaugen sollten die Investoren die Börsenwoche auf Hinweise via zahlreicher Konjunkturdaten auf eine mögliche Genesung des globalen Konjunkturmotos abklopfen. Die US-Arbeitsmarkdaten werden Anleger mit Argusaugen beobachten.


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