Den Aktienanlegern dürfte auch in der kommenden Woche eine neue Kraftprobe bevorstehen. Hierzulande dürften Börsianer den Fokus auf die Verabschiedung womöglich neuer Corona-Maßnahmen richten, während in den Vereinigten Staaten die jüngst begonnene Berichtssaison und nicht zuletzt der Machtwechsel im Weißen Haus die Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte. Auch wenn größere Abwärtsrisiken nicht zu erwarten sind, bleiben die globalen Finanzmärkte wankelmütig. Auf eine neue Runde in der Jahresanfangsrally können Anleger aber dennoch hoffen.

DAX-Anleger gehen in Deckung: Angst vor schärferen Restriktionen dürfte Kauflaune zunächst überschaubar halten

Die DAX-Anleger sind bereits am Freitagnachmittag im Hinblick auf eine mögliche Verschärfung der Corona-Restriktionen in Deckung gegangen. Dass Bund und Länder bereits in der kommenden Woche zusammenkommen und über neue Maßnahmen beraten wollen, verdeutlicht den Ernst der Lage. Das Infektionsgeschehen bleibt nach wie vor unübersichtlich. Während die Börsen sich zuletzt mit den aktuell bestehenden Restriktionen anfreunden konnten, schmecken schärfere Maßnahmen den Anlegern offensichtlich nicht. Die Furcht, dass die Wirtschaft angesichts einer Abriegelung heimischer Unternehmen den deutschen Konjunkturmotor erneut zum Herunterfahren zwingt, könnte Investoren Wertpapiere nur mit spitzen Fingern anfassen lassen. Gerade vor dem Wochenende waren in diesem Kontext Gewinnmitnahmen verlockend.

China-Daten zu Wochenbeginn im Blickpunkt

Zu Beginn der Woche dürften zunächst Daten zum Bruttoinlandsprodukt aus dem Reich der Mitte nicht unwichtig erscheinen. Diese könnten sich weiter verbessern und für Stimmungsaufheller sorgen. Für eine Exportnation wie Deutschland werden derartige Zahlen derzeit mit Argusaugen beobachtet.

Am Dienstag wartet mit der ZEW Umfrage eine weitere Eintrübung in den Konjunkturerwartungen, während am Mittwoch die Erzeugerpreisindizes für den vergangenen Monat warten, welcher sich leicht aufhellen dürfte.

Joe Biden will neues US-Hilfspaket – Donald Trump gibt zur Wochenmitte Amt ab

Angesichts der schwelenden Coronavirus-Pandemie und den daraus resultierenden Flurschäden in den Vereinigten Staaten will der künftige Präsident Joe Biden ein neues billionenschweres Konjunkturpaket auf den Weg bringen. In diesem Kontext sollen Hilfen im Umfang von 1,9 Billionen Dollar fließen. Unter anderem soll das Paket Direktzahlungen an Bürger in Höhe von 1.400 Dollar beinhalten. Auch Arbeitslosenhilfen sollen ausgeweitet und verlängert werden. Am kommenden Mittwoch wird Joe Biden als neuer Präsident der USA vereidigt werden und den noch amtierenden Staatschef Donald Trump ablösen.

Amtsübergabe könnte neue Krawalle auslösen

Zur Wochenmitte werden angesichts der Vereidigung Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten Krawalle befürchtet. Der amerikanische Geheimdienst FBI hatte erneut vor Gewaltszenen gewarnt. Die jüngsten dramatischen Szenen im US-Kongress hatten die Börsen aber nahezu kalt gelassen. Trump-Anhänger waren vorletzte Woche gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hatten weltweit für Aufsehen gesorgt.

Aussicht auf Aufstockung des US-Konjunkturpakets bereits eingepreist

Die sich verdichteten Aussichten auf ein weiteres Konjunkturpaket in den USA stellt für Anleger hingegen keine größere Überraschung mehr dar. Spätestens seitdem die Demokraten im US-Senat wieder die Oberhand haben, stellen sich die Börsen ohnehin auf weitere Kapitalspritzen ein. Vor diesem Hintergrund haben die Anleger diese fundamentale Entwicklung nahezu eingepreist. Gleichzeitig müssen sich besagte Vorschusslorbeeren aber auch bewahrheiten, womit das Enttäuschungspotenzial wächst.

Martin Luther King Day lässt US-Börsen zu Wochenbeginn pausieren

Erst am Dienstag werden US-Anleger die Möglichkeit haben, an den Börsen tätig zu werden. Am Montag bleiben die Börsenpforten anlässlich des „Martin Luther King Days“ in New York respektive an der Nasdaq geschlossen. Die bereits am vergangenen Freitag gestartete US-Bilanzsaison wird einen Tag später mit der Vorlage der Techwerte wie etwa von IBM oder Intel weiter an Fahrt aufnehmen. Für weiteren Rückenwind konnten die Zahlen der US-Geldhäuser JP Morgan bzw. Citigroup zuletzt aber nicht sorgen. Neben der Bank of America sind es Goldman Sachs und State Street, welche Investoren mit ihren Quartalsberichten hellhörig werden lassen dürften.

DAX: EZB-Sitzung rundet zweite Wochenhälfte ab – Markit Konjunkturindikatoren in USA und Europa

Die zweite Wochenhälfte rundet diesseits des Atlantiks die geldpolitische Lagebeurteilung des europäischen Währungshüters (EZB) und jenseits des Großen Teichs die Veröffentlichung der Markit-Konjunkturindikatoren, ab. Während der europäische Währungshüter die Zinsschrauben in ihren Schubladen belassen dürfte, horchen die Anleger auf die Worte Christine Lagardes. Im Blickpunkt stehen dabei die Aussagen rund um die Auswirkungen der Corona-Restriktionen bzw. Brexit.

Am Freitag werden im großen Umfang in Europa als auch in den USA frische Zahlen zu den Markit-Konjunkturindikatoren veröffentlicht. Diese könnten laut Schätzungen weiter an Wert einbüßen.

Auf Wochensicht könnte der Leitindex dabei ab Dienstag grundsätzlich aber wieder Rückenwind durch die Überseebörsen jenseits des Atlantiks erfahren. Die Anleger ringen nach neuen Konjunkturhilfen unter der neuen US-Regierung und zusätzlichen Schwung durch Joe Biden. Auch hierzulande erhoffen sich Börsianer unmittelbare Auswirkungen.

Das hochdynamische Infektionsgeschehen rund um COVID-19 haben die Investoren zwar im Blick, doch der Appetit auf Wertpapiere bleibt grundsätzlich bestehen. Die Börsen beschäftigen sich schon längst mit einer Zeit nach Corona und setzen auf rasche Erfolge im Impf-Marathon sowie ausreichend Schützenhilfe durch Bund und Länder respektive Notenbanken. Die an Fahrt aufnehmende US-Bilanzsaison besitzt zudem das Potenzial, die Jahresanfangsrally in die nächste Runde zu schicken.

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