Für den deutschen Leitindex (DAX) als auch für den breiter gefassten S&P 500 verlief der Start in das Jahr 2021 nach Maß. Während der DAX erstmals in seiner Geschichte die psychologische Marke von 14.000 Zählern knacken konnte, ging es für den US-Index stellenweise ebenfalls auf ein neues Allzeithoch. Dabei hält die Hoffnung auf weitere Impfstoff-Erfolge und nicht zuletzt die Aussicht auf noch größere US-Konjunkturpakete und Infrastrukturausgaben die Anleger dies- und jenseits des großen Teichs bei Laune. Auch in der neuen Woche könnte die Jahresanfangsrallye sich weiter forcieren, wobei die Luft langsam, aber sicher sukzessive dünner wird. Im Blickpunkt stehen am Ende der Woche US-Bankentitel, welche die Berichtssaison jenseits des Atlantiks einläuten werden.

DAX knackt erstmal 14.000-Punkte-Marke – Setzt sich die Jahresanfangsrallye weiter fort?

Am deutschen Aktienmarkt haben die Konjunkturoptimisten wieder das Zepter in der Hand. Die Aussicht auf weitere Erfolge im Impfstoff-Marathon und zusätzliche Konjunktur-Stimuli in den USA haben das Licht am Ende des Tunnels in der nervenzehrenden Coronavirus-Pandemie wieder ein Stück näher rücken lassen. Unter einem von Demokraten geführten US-Kongress versprechen sich die Anleger weitere Liquiditätsschwemmen für die gebeutelte Corona-Wirtschaft.

Der zukünftige US-Präsident Joe Biden könnte mit einem nun dominierenden Repräsentantenhaus im Rücken weitere Konjunkturpakete auf den Weg bringen und so die lädierte Wirtschaft noch intensiver behandeln als zuvor gedacht. Nach den Stichwahlen in den Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia haben die Demokraten nun wieder die Mehrheit in Washington.

Die jüngsten Unruhen in der US-Hauptstadt haben die Börsen hingegen wenig beeindruckt. Trump-Unterstützer waren am späten Mittwochabend gewaltsam in den US-Kongress eingedrungen.

Coronavirus-Pandemie: „Vorerst aus den Augen und damit aus dem Sinn“

Die Coronavirus-Pandemie bleibt für Europas Anleger zwar nach wie vor tonangebend. Doch größere Ängste schürt diese schon lange nicht mehr, zumal mit den gesichteten mutierten Varianten in Großbritannien und Japan die Unsicherheit bestehen bleibt. Das hochdynamische Infektionsgeschehen bleibt für die Investoren weitestgehend aber vorerst aus den Augen und damit aus dem Sinn. Weitere Corona-Restriktionen werden hierzulande ohnehin durch Impfstoff-Hoffnungen gedeckelt. Auch die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle in der Bundesrepublik, welche auf einen Höchstwert seit Pandemiebeginn stieg, lässt Anleger vorerst kalt.

Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten könnten Nachwirkungen entfalten

Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten könnten in der neuen Handelswoche zunächst noch ihre Nachwirkungen entfalten. Die unter dem noch amtierenden Präsidenten Donald Trump veröffentlichten Daten haben gnadenlos aufgezeigt, welche Spuren die Corona-Krise hinterlassen hat. Im Dezember waren überraschenderweise 140.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft verloren gegangen. Dies stellt den ersten Rückgang seit April dar. Die Arbeitslosenquote verweilt hingegen bei 6,7 Prozent. Laut Mitteilung der Regierung sei der Rückgang der Arbeitsplätze auf die Corona-Infektionen und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zurückzuführen, hieß es.

Nachwirkungen entfalten hingegen könnten die enttäuschten US-Arbeitsmarktdaten auch in dieser Woche. Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Weitere Arbeitslosenhilfen scheinen in diesem Kontext nötig.

S&P 500: Tesla zieht nach wie vor alle Blicke auf sich

Der E-Automobilbauer Tesla zieht im S&P 500 nach wie vor alle Blicke auf sich. Seit Dezember 2020 befindet sich das Papier Mitglied im breiter gefassten Index. Auch im neuen Jahr konnte der Anteilsschein von Tesla bislang kräftig zulegen. So verteuerte sich der Wert in dieser Woche um über 25 Prozent auf ein Kursniveau bei 880 Dollar. Die Thematik rund um die E-Mobilität scheint Anleger weiterhin anzuziehen, zumal mit Tesla ein Autobauer die komplette Branche umkrempeln und von hinten aufrollen könnte.

Insgesamt dürften die US-Börsen auch in der zweiten Woche des Jahres weiterhin mit Rekordständen liebäugeln. Über den enttäuschenden US-Jobbericht haben Anleger am Freitag zwar weitestgehend hinweggesehen, doch dieser könnte zu Wochenanfang noch mal in das Gedächtnis der Investoren zurückkehren. Angesichts der schwelenden Pandemie rund um COVID-19 bleiben Börsianer grundsätzlich entspannt. Ermuntert werden Anleger durch zuletzt positiv ausgefallene Stimmungsindikatoren und durch die Aussicht auf weitere Schützenhilfe durch den zukünftigen Präsidenten Joe Biden.

DAX und S&P 500: Einläuten der US-Berichtssaison

Hierzulande steht bereits heute das Sentix-Investorenvertrauen für die Eurozone auf der Agenda, welche den ersten Stimmungsgradmesser für das Jahr 2021 abbilden wird. Die wirtschaftliche Lage dürfte sich angesichts der schleppenden Pandemie nicht gerade verbessert haben. Zwar sind angesichts der Impfstoff-Hoffnungen Besserungen zu erwarten, doch die Restriktionen und die nach wie vor sonderbar hohen Infektionszahlen trüben die Stimmung.

Zur Wochenmitte richten die US-Investoren ihre Blicke auf den Verbraucherpreisindex, (exklusive Nahrungsmittel & Energie) und am Freitag auf die bedeutenden Einzelhandelsumsätze sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Während die Inflationsrate nahezu auf der Stelle treten dürfte, könnten die Einzelhandelsumsätze ihre Verluste reduzieren. Der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan sollte eine kleine Eintrübung der wirtschaftlichen Aktivität widerspiegeln.

Auf der Unternehmensagenda stehen Zahlen zu JP Morgan, der Citigroup und Wells Fargo auf dem Programm. Damit dürfte offiziell die US-Berichtssaison eingeläutet werden, welche auch an Europas Börsen und damit nicht zuletzt auf dem Frankfurter Börsenparkett vermehrt Beachtung erfahren sollte.


Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Werbemitteilung. Diese Information wurde von CapTrader bereitgestellt. Zusätzlich zum untenstehenden Haftungsausschluss enthält das auf dieser Seite enthaltene Informationsmaterial weder eine Auflistung von Handelspreisen, eine Empfehlung oder eine Anlagestrategie für ein Finanzinstrument oder Emittent, noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in einem Finanzinstrument oder entsprechend einer Anlagestrategie. CapTrader übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Kommentare und die daraus resultierenden Folgen. Es wird keine Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben. Folglich trägt der Anleger alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Jede angebotene Studie berücksichtigt nicht spezifische Ziele, die finanzielle Situation und die Bedürfnisse einer bestimmten Person, die sie empfangen kann. Sie wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Erstellung und Verbreitung von Empfehlungen zu Finanzinstrumenten oder Anlagestrategien erstellt und gilt daher als Werbemitteilung.