DAX: Startschuss für Jahresendrallye auch diesseits des Atlantiks gefallen

Die schwelende Coronavirus-Pandemie in der alten Welt und die damit verbundenen Restriktionen haben europäische Aktienanleger in der letzten vollständigen Handelswoche des Jahres 2020 nicht von Engagements abgehalten. Der Startschuss für eine Jahresendrallye könnte hierzulande nun auch gefallen sein. Die Aussicht auf weitere Notenbanker-Schützenhilfe durch die US-Fed, die wachsende Zuversicht auf den großen Wurf im Gezerre um das US-Konjunkturpaket und die Hoffnung auf einen Deal in letzter Sekunde in der Causa Brexit hat Anlegern vorweihnachtliche Stimmung beschert. Doch angesichts der nun mittlerweile wieder völlig offenen Brexit-Verhandlungen fehlt noch der letzte der Schwung auf der Zielgeraden für ein frisches Rekordhoch im DAX. Denn London und Brüssel könnten entgegen der Erwartung ein Handelsabkommen in letzter Minute doch noch platzen lassen. 

S&P 500 setzt Rekordjagd weiter fort – Jahresendrallye läuft auf Hochtouren

In Erwartung frischen Rückenwinds für die durch COVID-19 gebeutelte US-Konjunktur hat der S&P 500 seine Rekordjagd in dieser Woche weiter fortsetzen können. Das nach wie vor heiß diskutierte US-Konjunkturpaket mit einem Volumen von 900 Milliarden Dollar, über das Demokraten und Republikanern die letzten Details klären, hält die US-Börsen auf Betriebstemperatur. Nicht zuletzt die Aussicht auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed lässt nur wenige Anlagealternativen gegenüber Anteilsscheinen zu, sodass die Anleger am Ende des Tages an den Aktienmärkten einkehren.

DAX und S&P 500: Aussicht auf US-Konjunkturpaket lockt Anleger – COVID 19- und Brexit-Sorgen rücken hierzulande etwas in den Hintergrund

Die Aussicht auf weitere Notenbanker-Schützenhilfe gefällt den Investoren weiterhin. Die US-Fed hat zur Wochenmitte signalisiert, über die Corona-Krise hinweg den Schlüsselzins bis Ende 2023 bei nahe null zu belassen. Damit bleibt das Zinsniveau in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent. Gleichzeitig verwiesen die Notenbanker um Fed-Chef Jerome Powell auf die „volle Bandbreite“ ihrer Instrumente zur Unterstützung der Konjunktur auszuschöpfen. Aktuell kauft die Notenbank monatlich Wertpapiere in Höhe von 120 Milliarden Dollar auf. Dies wolle sie solange tun bis „substanzielle weitere Fortschritte“ auf dem Pfad zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Im politischen Gezerre um das 900 Milliarden Dollar schwere Hilfspaket überwiegt die Hoffnung auf den großen Wurf. Zuletzt haben sich die Hinweise verdichtet, dass Demokraten und Republikaner eine Einigung alsbald erzielen könnten.

Die Anleger dürften die vorweihnachtlich frohe Botschaft nach wie vor dies- und jenseits des Atlantiks mit Zukäufen honorieren.

Tesla-Aktie dürfte am Montag das Interesse auf sich ziehen

Ab Montag wird der US-Automobilhersteller Tesla im Index S&P 500 gelistet. Im Vorfeld haben einige Fonds die Papiere des Elektro-Bauers gekauft, welche den Auswahlindex zu 100 Prozent abbilden, um die Aktien entsprechend ihrer Kriterien gewichten zu können. Dies dürfte für einen kräftigen zusätzlichen Umsatzschub sorgen. Während der Aktienkurs von Tesla seit Jahresbeginn um rund 800 Prozent zulegen konnte ist der E-Autobauer mit 623 Milliarden Dollar das sechstwertvollste börsennotierte US-Unternehmen und damit so hoch bewertet wie Volkswagen, BMW, Daimler, General Motors und Toyota zusammen.

Die Tesla-Aktie gilt zudem als meistgehandeltes Wertpapier in den USA. Durchschnittlich beträgt das Handelsvolumen 18 Milliarden Dollar pro Tag und damit vier Milliarden Dollar mehr als die Papiere von Apple.

DAX-Anleger lechzen nach einem Rekordhoch – S&P 500 dürfte Rallye fortsetzen

In der kommenden Woche dürften die meisten Anleger wohl nur wenig anbrennen lassen. Die Handelswoche wird hierzulande angesichts der anstehenden Feiertage von Montag bis einschließlich Mittwoch reichen. In den USA wird es an Heiligabend einen verkürzten Handel geben. Größere Impulse dürften entsprechend überschaubar bleiben.

Mit einer starken Jahresperformance im Rücken könnte in der kommenden Woche Festtagsstimmung aufkommen. Die meisten institutionellen Investoren sollten ihre Bücher bereits geschlossen haben. Der Rest der Anlegerschaft dürfte nach den Feiertagen zum Jahresendspurt an die Startlinie gehen. Angesichts der laufenden Jahresendrallye, welche noch lange nicht für beendet beschrieben worden ist, könnte die Kauflaune bis zum Jahresende und darüber hinaus noch einmal anziehen. Ein Kurstreiber könnte das sogenannte „Window Dressing“ werden. Fonds-Manager versuchen ihr Portfolio mit besonders gutgelaufenen Aktientiteln zu schmücken, um diese zumindest auf den ersten Anschein zu verschönern. Zudem werden die Sorgen rund um COVID-19 durch neue Impfstoff-Hoffnungen in den Hintergrund gedrängt, wobei die Brexit-Fragezeichen Anleger auch im neuen Jahr begleiten dürften. Gleichzeitig ist es die Hoffnung auf den zügigen Beginn eines Impfmarathons in der alten Welt als auch in den Vereinigten Staaten, welche die geschürten Pandemie-Sorgen deckeln.

Konjunktur- und unternehmensseitig geht es entsprechend ruhig zu. Das am Dienstag veröffentlichte Gfk-Verbrauchervertrauen für die Bundesrepublik zählt da schon zu den Highlights für die anstehende Handelswoche. Für die amerikanische Seite steht ebenfalls am Dienstag die Veröffentlichung des annualsierten BIPs auf der Agenda.


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