Auch in der kommenden Woche dürfte COVID-19 über Wohl und Wehe der Börsen entscheiden. Zudem ist der jüngste Schwung, den der neue US-Präsident Joe Biden zuletzt mitgebracht hatte, wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Die im Vorfeld verteilten Vorschusslorbeeren müssen sich nun bewahrheiten und ihre angepriesene heilende Wirkung auch entfalten. Joe Biden hatte zuletzt neue Aussichten auf zusätzliche Stimuli geschürt und den Märkten eine weitere Prise Konjunkturoptimismus verliehen.

Neben der Konjunkturentwicklung dürften Anleger die Aufmerksamkeit auf die an Fahrt aufnehmende Bilanzsaison dies- uns jenseits des Atlantiks und dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed richten.

DAX 30: Angst vor Corona-Mutation könnte Kauflaune drosseln

Die Furcht vor einer Mutation des Coronavirus dürfte die Anleger hierzulande in der bevorstehenden Woche nach wie vor beschäftigen. Denn mit weiteren Mutationen wächst die Furcht vor schärferen Restriktionen, welche die ohnehin lädierte Wirtschaft erneut empfindlich treffen könnte. Neben der britischen Mutation wird derzeit die südafrikanische Corona-Variante gefürchtet, welche laut Medienberichten noch ansteckender als die Erstgenannte gilt. Auch die Sorge um den wirksamen Schutz der bereits vorhandenen Impfstoffe vor der neuen Variante wächst in diesem Kontext.

Laut Gesundheitsminister Spahn soll die Bundesrepublik ein neues Vakzin erhalten, welches von der US-Firma Regeneron stammt. Nicht zuletzt der ehemalige US-Präsident Donald Trump wurde mit dem Mittel behandelt. Angesichts bestehender technischer Umbauten und den daraus resultierenden Lieferengpässen

werden der US-Pharmakonzern Pfizer und BioNTech hingegen kurzfristig zunächst weniger Ampullen ausliefern als geplant.

Auch wenn größere Rückschläge im Impf-Marathon vorerst aber nicht zu erwarten sind, dürften die Börsen signifikante Verzögerungen mit Gewinnmitnahmen quittieren. 

Anleger beißen sich an 14.000-Punkte-Marke vorerst die Zähne aus

Im Hinblick auf die 14.000er-Marke haben Anleger womöglich vorerst kapituliert. Auch in der letzten Januar-Woche dürften sich Börsianer an der mentalen Schwelle vorerst die Zähne ausbeißen. Die jüngste Aufwärtsbewegung scheint damit ohnehin auszulaufen. Die Sorge um eine erneute konjunkturelle Eintrübung angesichts der nach wie vor grassierenden Coronavirus-Pandemie drosselt zu sehr die Kauflaune, zumal die europäische Gemeinschaftswährung mit einem Stand von 1,22 US-Dollar einer exportorientierten Nation wie Deutschland den Auslandshandel unattraktiver macht.

Auf der europäischen Unternehmensagenda stehen Veröffentlichungen zu den Werten von Philipps am Montag auf dem Programm. Am Dienstag setzt die Schweizer Großbank und am Mittwoch neben der Software AG der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius die Bilanzsaison weiter fort. Der Softwarekonzern SAP wird am Freitag seine Zahlen vorlegen.

S&P 500 steigt auf Rekordhoch – weitere Höchststände in Sicht?

Nun, wo Donald Trump seinen Präsidentenposten in Washington bereits geräumt hat, wird auch für Anleger klar, dass der Machtwechsel die Börsen auf neue Höchststände hieven könnte. Dem breiter gefassten S&P 500 gelang in der vergangenen Woche angesichts der Aussicht auf frischen Rückenwind unter der neuen US-Regierung ein neues Rekordhoch bei rund 3.860 Zählern. Die Erwartungshaltung an Joe Biden ist groß, zumal die im Vorfeld verteilten Vorschusslorbeeren zum Teil bereits abgepflückt sind. Die Anleger erhoffen sich zusätzliche Konjunkturstimuli.

Unternehmenszahlen rücken auf die Hauptbühne

Doch nach dem Machtwechsel im Weißen Haus rücken nun die Unternehmenszahlen von über 450 Unternehmen in dieser Woche in den Vordergrund. Neben diversen Blue-Chip-Unternehmen wie etwa Boeing, Caterpillar oder Starbucks werden auch einige große Tech-Unternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Am Dienstag gibt der Computer-Riese Microsoft seine Q2-Ergebnisse bekannt.

Auch die Ergebnisse des Tech-Riesen Apple oder Facebooks und vor allem die Werte des E-Autobauers Tesla, welche allesamt am Mittwoch veröffentlicht werden, dürften die Spannung hochhalten. 

DAX 30 und S&P 500: Schaukelbörsen bleiben wahrscheinlich

Nachdem die geldpolitische Lagebeurteilung des europäischen Währungshüters in der vergangenen Woche für weniger Bewegung gesorgt hatte, blicken die Investoren am Mittwochabend auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, wo keine Änderungen zu erwarten sind. Zunächst dürfte zu Wochenbeginn hierzulande der ifo-Geschäftsklimaindex für Aufmerksamkeit sorgen, welcher sich laut Prognosen leicht eintrüben sollte.

Während die Industrie nach wie vor weniger von den Corona-Restriktionen betroffen ist, gestaltet sich die Lage im Dienstleistungssektor besorgniserregend. Am Mittwoch dürften frische Zahlen zum Gfk-Verbrauchervertrauen den wirtschaftlichen Abschwung unterstreichen.

Die zweite Wochenhälfte runden auf der Konjunkturseite am Donnerstag Daten zum Verbrauchervertrauen nebst Geschäftsklimaindex für die Eurozone ab sowie am Freitag neue Datensätze zum deutschen Arbeitsmarkt. Laut Schätzungen dürfte sich die Situation am Arbeitsmarkt wieder etwas aufgehellt haben.

Die grassierende Coronavirus-Pandemie haben Börsianer nach wie vor im Visier, doch grundsätzlich überwiegt die Hoffnung, dass das Licht am Ende des Tunnels näher rückt und damit sukzessive heller wird. Die Börsen beschäftigen sich schon längst mit einer Zeit nach Corona und setzen neben Erfolgen in puncto Impf-Marathon auf weitere Konjunkturhilfen.

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