In der kommenden Handelswoche dürfte hierzulande wieder die Thematik rund um das Coronavirus Anleger stärker beschäftigen. Die Furcht vor einer dritten Pandemie-Welle sollte die Investoren tendenziell vorsichtiger agieren lassen. Angesichts der Virus-Mutationen könnten die Inzidenzen wieder ansteigen. Die Hoffnung auf zeitnahe Lockerungen in der Wirtschaft dürften dann wieder rasch begraben werden. Doch laut einer am Samstag veröffentlichten Studie zu Folge verspricht das Vakzin von Biontech/Pfizer einen sonderbar hohen Schutz gegen weitere Ansteckungen.

In den USA drückten in der vergangenen Woche vor allem die Inflationssorgen auf das Gemüt der Börsianer. Dies machte sich vor allem durch anziehende Zinsen an den Anleihenmärkten bemerkbar. Damit bleiben die Börsen zunächst zwischen Corona-Sorgen und Impfstoff-Hoffnungen gefangen.

DAX 30: Gelingt der Sprung zurück über die 14.000er-Marke?

Die 14.000-Punkte-Marke bleibt für DAX-Anleger weiterhin das Maß der Dinge. Das jüngste Rekordhoch bei rund 14.169 Punkten bleibt aber immer noch in Schlagdistanz. Auf der Unterseite griffen Investoren zuletzt bei etwa 13.800 Zählern wieder zu Wertpapieren. Doch ein klarer Trend lässt sich weiterhin nur schwer ausmachen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex könnte laut Prognosen jedoch wieder ein insgesamt optimistischeres Bild wiedergeben. Bereits am Montag bildet die Veröffentlichung einer der Highlights auf der Konjunkturagenda ab.

Die fulminanten Konjunkturprogramme, um der durch COVID-19 gebeutelten Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen, hinterlassen aber nicht nur im positiven Sinne nach wie vor ihre Spuren. Die Teuerungsrate für die Eurozone wird am Dienstag veröffentlicht. Die Inflationssorgen bleiben auch hierzulande ein durchaus bedrückender Faktor. Vor diesem Hintergrund blieben 10-jährige US-Anleihen respektive Bitcoin in der vergangenen Woche sonderbar gefragt. Besagte Assets, allen voran der Bitcoin, dürften auch in den weiteren Wochen verstärkt für Furore sorgen. Der Preis pro Bitcoin-Einheit hat mittlerweile das Niveau von 58.000 Dollar erreicht.

Nicht zuletzt die Sorgen vor einer dritten Coronawelle sollten die Aufwärtsambitionen der Anleger insgesamt überschaubar bleiben. Mit der südafrikanischen nebst britischer Mutante wächst die Furcht, dass die jüngsten Erfolge im Rückgang der Infektionszahlen wieder verspielt werden könnten. Mit den zur Wochenmitte veröffentlichten Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt dürften sich die COVID-19-Schäden weiterhin bemerkbar machen.

Am Donnerstag rundet der Geschäftsklimaindex die Termine auf der Konjunkturseite bereits ab. Hier wird mit einem Status quo gerechnet. Das Verbrauchervertrauen dürfte angesichts der Hoffnung auf ein Heranrücken des Lichts am Ende des Tunnels wieder zuversichtlicher gestimmt sein.

Auf der Unternehmensseite öffnen zahlreiche DAX-Unternehmen ihre Bücher.

Neben dem Chemiekonzern BASF, dem Werkstoffhersteller Covestro und HeidelbergCement rücken die Zahlen des Pharmakonzerns Bayer in den Vordergrund. Auch der Rückversicherer Munich Re, Fresenius und die Deutsche Telekom legen ihre Zahlen vor.

Israelische Studie gibt Hoffnung in Frage nach Virusübertragung

Einer Studie aus Israel zu Folge weisen Daten daraufhin, dass das Vakzin von Biontech/Pfizer die Übertragung des Coronavirus signifikant reduziert. Das israelische Gesundheitsministerium hatte am Samstag u. a. gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hoffnungsvolle Ergebnisse vorgelegt. Im Kampf gegen die Pandemie könnte dies einem Meilenstein gleichkommen. Laut SPD‘ler Karl Lauterbach sei eine Herdenimmunität per Impfung möglich. Für Anleger dürfte dies die Aussicht auf eine schrittweise Lockerung der Restriktionen nähren. Ob dieses Ergebnis bereits zu Beginn der Woche mit Zukäufen honoriert wird, bleibt gänzlich abzuwarten.

S&P 500: Inflationssorgen könnten weiter belasten

Aus Furcht vor einer Inflation haben US-Anleger in der vergangenen Woche tendenziell den Rückzug angetreten. Auch der Respekt vor den hohen Bewertungen der Tech-Papiere lässt Investoren wieder vorsichtiger agieren. Zwar schlagen diese insgesamt noch nicht die südliche Richtung ein, doch Gewinnmitnahmen dürften auch in den anstehenden fünf Handelstagen temporär nicht verwunderlich sein.

Die gigantischen Hilfsprogramme und die damit einhergehenden Risiken einer Inflation könnte die jüngste Hausse an den Aktienmärkten grundlegend ausbremsen. Zwar besteht auch in den Vereinigten Staaten vermehrt Grund zur Freude angesichts der Impfkampagne nebst besagter Liquiditätsschwemmen. Doch Inflationssorgen lassen die 10-jährigen US-Anleihen wieder aufleben und die Aktienmärkte weniger alternativlos werden.

Am Montag liegt mit dem Chicago National Aktivität Index (CFNAI) ein Maßband für die gesamtwirtschaftliche Aktivität in der Pipeline. Gerade angesichts des inflationären Drucks dürfte dieser Aufmerksamkeit finden. Auf der Konjunkturseite werden am Donnerstag mit dem US-Bruttoinlandsprodukt weitere relevante Zahlen für diese Woche vermeldet. Laut Schätzungen könnte sich jener Wert wieder etwas aufgehellt haben. Am Freitag veröffentlicht die Uni Michigan das berüchtigte Verbrauchervertrauen für die USA. Der Stimmungsindex könnte auf eine leichte Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivität hinweisen.

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