Die Aktienanleger haben in der vergangenen Woche die Sorgen rund um das jüngste Tauziehen zwischen Privatanlegern und Hedgefonds erfolgreich abgeschüttelt und sich verstärkt mit der auf Hochtouren laufenden Bilanzsaison dies- und jenseits des Atlantiks auseinandergesetzt. Während der DAX 30 zurück über die mentale Marke von 14.000 Zählern klettern konnte, jagt auch der breit gefasste S&P 500 neuen Rekordhöhen nach. Beiden Indizes stehen in der kommenden Woche womöglich neue Höchststände bevor.

DAX 30 klettert wieder über 14.000-Punkte-Marke

Der deutsche Leitindex hat die vergangene Handelswoche mit einem Status Quo über der psychologisch bedeutsamen Marke von 14.000 Zählern abgeschlossen. Damit befindet sich das jüngste Rekordhoch bei 14.131 Punkten wieder in Schlagdistanz. Nach der jüngsten Konsolidierungswelle haben Börsianer offensichtlich den Rücksetzer genutzt, um wieder einzusteigen. Für die Anleger hätte die erste Börsenwoche im Februar nicht viel besser verlaufen können. Die Zuversicht auf eine rasche Konjunkturerholung wird nach wie vor durch die Aussicht auf großzügige Liquiditätsschwemmen der wichtigsten Notenbanken genährt.

Die Hoffnung auf weitere Schützenhilfe der Notenbanken lässt Anleger die schwelenden Unsicherheiten somit vergessen. In der vergangenen Woche hatte sich US-Finanzministerin Janet Yellen erneut für die Umsetzung des jüngst vorgeschlagenen Hilfspakets in Höhe von 1,9 Billionen Dollar ausgesprochen. Dass Yellen gleichzeitig auch gegen Kursschwankungen, ausgelöst durch die Reddit-Community vorgehen will, kommt an den Börsen offensichtlich gut an und sorgt für weitere Entspannungssignale.

Auch die Berichtssaison hat die Investoren in der vergangenen Woche bei Laune gehalten. In der zweiten Wochenhälfte legen in Frankfurt wie z. B. mit der Deutschen Börse AG und Delivery Hero weitere Unternehmen Zahlen vor. Die Siemens Healthliners AG kommt am Mittwoch zur Hauptversammlung zusammen.

Coronavirus-Pandemie bleibt im Blickpunkt der Anlegerschaft

Im Blickpunkt behalten Anleger dies- und jenseits des großen Teichs dennoch die Entwicklung des Coronavirus im Auge. Mit den britischen als auch den südafrikanischen Mutationen bleiben die Risikofaktoren präsent, zumal der Schutz durch die bereits auf dem Markt vorhandenen Vakzine nicht gänzlich überzeugend ist. So haben vorläufige Studiendaten der Universitäten Oxford und Witwatersrand, welche das Unternehmen am heutigen Montag veröffentlichen will, gezeigt, dass schwere Verläufe zwar gut zu behandeln sind, leichte Erkrankungen aber weniger verhindert werden können.

Auch hierzulande scheint angesichts der Varianten eine Verlängerung des Lockdowns wahrscheinlich. Am kommenden Mittwoch wollen Bund und Länder über neue Maßnahmen beraten. Im Vorfeld wurde bereits kontrovers über mögliche Lockerungen nebst Ausstieg aus dem bis zum 14. Februar limitierten Lockdown debattiert.

S&P 500 strebt nach neuen Rekorden

Die Rekordjagd an der Wall Street hat sich auch am vergangenen Freitag weiter fortsetzen können. Der im Vorfeld stark diskutierte US-Arbeitsmarktbericht entsprach mit einem Plus an Stellen von 49.000 in etwa den Erwartungen. Die Arbeitslosenquote ging im vergangenen Monat auf 6,3 Hundertstel zurück. Die Handelsbilanz wies im Dezember 2020 ein Defizit auf 66,61 Milliarden Dollar auf. Im November waren noch 68,14 Milliarden Dollar ausgewiesen worden.

Die Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Konjunkturpaket ist in diesem Kontext noch mal forciert worden. Weitere Stimuli scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein, was Anleger mit Zukäufen honorieren dürften.

Konjunkturagenda ist mau

Die Konjunkturagenda bleibt insgesamt in der neuen Woche überschaubar. Ein Highlight bildet auf deutscher Seite bereits heute das Zahlenwerk zur Industrieproduktion. Das Volumen der Produktion der deutschen Industrie dürfte sich Prognosen nach angesichts der grassierenden Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen weiter eintrüben. Am Mittwoch werden im Reich der Mitte Zahlen zum Verbraucherpreisindex publik, welcher mit einer Prognose von -0,10 Prozent um 0,30 Hundertstel nach unten korrigiert wird. Die harmonisierte Teuerungsrate auf Bundesebene als auch der US-Index exklusive Nahrungsmittel und Energie werden ebenfalls zur Wochenmitte publik. Bei beiden Datensätzen wird mit keinen Veränderungen gerechnet.

Am Freitag runden auf der Konjunkturseite Zahlen zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan ab. Das Vertrauen dürfte vor dem Hintergrund der nach wie vor schwelenden COVID-19-Pandemie weiter bröckeln.

Mit den Zahlen des Kurznachrichtendienstes Twitter (Dienstag) und dem Getränke-Hersteller Coca-Cola (Mittwoch) legen prominente Akteure auf US-Ebene ihre Zahlen vor.

Impulse werden ab Donnerstag für eine Woche angesichts des Neujahrsfestes aus China nicht erwartet. In Honkong pausiert der Handel am kommenden Freitag und Montag.

DAX 30 und S&P 500: Impfkampagne bleibt Zünglein an der Waage

Insgesamt dürften auch in der kommenden Woche die Börsenampeln auf Grün stehen. Auch wenn weitere logistische Herausforderungen in der Impfkampagne nicht auszuschließen sind und es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis die Streitereien zwischen Brüssel und den Herstellern von Vakzinen in die nächste Runde gehen, rückt das Licht am Ende des Tunnels sukzessive näher.

In Erwartung eines erfolgreichen globalen Impf-Marathons und besagter weiterer Notenbanker-Schützenhilfe bleiben die Anlagealternativen gegenüber Anteilsscheinen ohnehin rar gesät. Für die Anleger dürfte nach wie vor kein Weg an den Aktienmärkten vorbeiführen.

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