Der DAX gewinnt am Freitag zunächst 0,20 Prozent auf 13.952 Punkte dazu. Die psychologische Marke von 14.000 Zählern befindet sich aber weiterhin in Schlagdistanz. Auf neue Rekordhöhen müssen Anleger womöglich aber erst mal vertröstet werden. Weitere Aufwärtsambitionen werden durch neu entfachte Inflationssorgen dies- und jenseits des Atlantiks gedeckelt. Für Spannung sorgt aber weiterhin der kleine Verfallstag. Werden die Karten neu gemischt?

Auch die Wallstreet dürfte kurz vor dem Wochenende tendenziell schleppend wieder Fahrt aufnehmen. In den USA gelang dem Leitindex in dieser Woche ein neues Rekordhoch. Doch auch hier wird die Luft nun sukzessive dünner.

DAX 30 im Wochenendspurt

Für die DAX-Anleger könnte der Endspurt der Börsenwoche tendenziell in ruhigen Bahnen verlaufen, zumal mit den neu entfachten Inflationssorgen Anleger bereits am Donnerstag wieder den Rückzug angetreten haben. Die fulminanten Konjunkturprogramme, um der durch COVID-19 gebeutelten Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen, hinterlassen ihre Spuren. Vor diesem Hintergrund könnten sich Börsianer gerade vor dem Wochenende tendenziell zurückhalten.

Kleiner Verfall könnte Karten neu mischen

Für eine erhöhte Volatilität im DAX könnte auch der “kleine Verfallstag” für den DAX-Future sorgen. Die Karten könnten in diesem Kontext grundsätzlich neu gemischt werden, da institutionelle Adressen ihre Long- respektive Short-Positionen glattstellen.

DAX 30: Sorgen vor dritter Coronawelle rücken wieder in den Vordergrund

Nicht zuletzt die Sorgen vor einer dritten Coronawelle sollten die Aufwärtsambitionen der Anleger überschaubar halten. Mit der südafrikanischen nebst britischer Mutante wächst die Furcht, dass die jüngsten Erfolge im Rückgang der Infektionszahlen wieder verspielt werden könnten. Zuletzt hatte der DAX drei Tage in Folge Verluste verbucht. Schwer vorstellbar, dass vor dem Wochenende Anleger größere Engagements eingehen werden.

DAX 30: So könnte es weitergehen

Die mentale Marke im Umfang von 14.000 Punkten bleibt das Maß der Dinge. Sollte der Leitindex am heutigen Freitag erneut an besagte Hürde heranlaufen, wären technische Gewinnmitnahmen durchaus denkbar. Übergeordnet wäre eine Trendfortsetzung grundsätzlich aber wieder möglich. Dass Anleger angesichts des jüngsten Rekordhochs auch mal Kasse machen, bleibt nicht verwunderlich. Spätestens in der neuen Handelswoche dürften Börsianer wieder Fuß fassen.

Dow Jones: Anleger vorerst nicht mehr in Kauflaune

In dieser Handelswoche öffnete sich angesichts des Feiertags in Washington die Tür zum US-Aktienmarkt erst am Dienstag. Dennoch begrüßen die Anleger das frische Rekordhoch in dieser Woche. Am Mittwoch stellte der Dow Jones Index mit 31.643 Punkten einen neuen Rekord auf. Die Einzelhandelsumsätze im Januar und die Industrieproduktion in den USA wuchsen ebenfalls schneller als bisher erwartet, was die Hoffnung auf eine rasche wirtschaftliche Belebung nährte.

Nicht zuletzt sollte die Umverteilung des weltbekannten Investors Warren Buffett Anlass zur Freude geben. Die Investorenlegende Buffet hatte die Papiere des Ölkonzerns Chevron und des Telefonanbieters Verizon um 2,9 bzw. 5,4 Hundertstel anheben lassen. Buffets Investmentarm Berkshire Hathaway setze auf die beiden Aktien, hieß es.

Doch im Gegenzug habe Berkshire sein Investment in den Techkonzern Apple gedrosselt, woraufhin die Anteilsscheine um 1,8 Prozent nachgaben und sämtliche Techwerte unter Druck gerieten. Am Freitag notieren die Papiere von Apple bei 130 Dollar und damit zunächst 0,42 Prozent im Plus.

Inflationssorgen und Pandemie-Sorgen holen Anleger wieder ein

Die jüngsten Inflationssorgen, insbesondere aufgrund des raschen Anstiegs der Energiepreise und der Coronavirus-Pandemie haben dazu geführt, dass Anleger Aktien am Donnerstag nur mit den Fingerspitzen berührten. Das vom Präsidenten der Vereinigten Staaten geplante Konjunkturpaket zum Ausgleich der wirtschaftlichen Verluste dürfte sich in der künftigen Inflationsrate widerspiegeln. Im Gegenzug haben Anleger stabilitätsversprechende Anlagehäfen aufgesucht. Die kürzlich steigende zehnjährige US-Staatsanleihe fiel zwar zuletzt um 1,30 Prozent, zeigt jedoch weiterhin globale Bedenken hinsichtlich der Inflation.

Anleger suchen nach wie vor “Schutz” in Bitcoin

Auch die Kryptowährung Bitcoin hat am Freitag seine Rekordjagd weiter fortsetzen können. Die größte und bekannteste Währung stieg auf ein Rekordhoch bei 52.757 Dollar. Damit zieht der Risikoappetit der Investoren wieder an. Die Börsenampeln sind seit Bekanntwerden des Engagements Teslas in die Kryptowährung Bitcoin wieder auf Grün gesprungen. Bitcoin und Co erleben gerade ihren zweiten Frühling. Der Bitcoin wird vor allem weiterhin als Hedge- und Diversifikationsinstrument gegen Inflationsrisiken angesehen. 

Dow Jones: So könnte es weitergehen

In Erwartung eines neuen Konjunkturprogramms in den Vereinigten Staaten regiert am Ende des Tages weiterhin das Prinzip Hoffnung auf großzügige Notenbanker-Schützenhilfe. Doch weitere Konjunkturstimuli schüren die Sorgen vor einer Inflation. Bidens „Konjunktur-Bazooka“ im Umfang von 1,9 Billionen Dollar dürfte die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks weiter stützen.

Ein zentrales Thema dürfte zudem die Entwicklung am Anleihenmarkt bleiben. Sollten die Inflationssorgen weiter steigen, dürfte sich dieser Umstand nicht zuletzt an den 10-jährigen US-Anleihen widerspiegeln. Im Falle zu rasch anziehender Renditen könnten Anleger an den Aktienmärkten vorerst die Gegenrichtung einschlagen. Auch wenn kurzfristig durchaus Belastungspotenzial vorhanden ist, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend in Takt. Neue Rekorde an der Wallstreet sind womöglich nur eine Frage der Zeit.

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