Die nach Marktgröße zweitwichtigste Digitalwährung Ether notiert wieder über der technischen Marke von 3.500 Dollar. Hingegen verweilt der Branchenprimus Bitcoin zur Wochenmitte zunächst unterhalb von 50.000 Dollar. Boomende Themen rund um „NFTs“ (Non-Fungible Tokens) nebst „DeFi“ (Decentralized Finance) bescheren dem Gesamtmarkt derzeit Auftrieb.

Hingegen lauern auf der anderen Seite neue Regulierungssorgen aus dem Reich der Mitte.

Ethereum auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

„NFTs“ und „DeFi“ bescheren Währungen aus den hinteren Reihen Auftrieb

Während der Branchenprimus Bitcoin nach wie vor sprichwörtlich auf der Stelle tritt, können Währungen aus den zweiten und dritten Reihen stellenweise outperformen. So kommt Ether auf ein Wochenplus von über 13 Prozent, während der Bitcoin bei 47.500 Dollar im Vergleich zur Vorwoche sich nahezu neutral bewegt.

Für Auftrieb sorgen indes Themen wie Non-Fungible Tokens (NFTs) und Decentralized Finance (DeFi). Ersteres macht ein Asset via der Blockchain-Technologie einzigartig. Dabei reichen die Anwendungsfälle von Krypto-Kunst bis hin zu Sammelkarten und virtuellen Welten. Unter dem DeFi-Sektor können bankenähnliche dezentrale Anwendungsfälle verstanden werden, wie etwa die Kreditvergabe.

Unternehmen wie Visa haben sich der NFT-Branche bereits geöffnet

Große Unternehmen wie Visa öffnen sich zusehends der NFT-Bewegung und nähren somit die Hausse. Der Handel von digitalen Echtheits- und Eigentumsnachweisen von materiellen sowie immateriellen Werten stößt vielerorts auf Interesse und hat eine ganze Bewegung ausgelöst.

Profiteur bleibt somit vor allem Ether, da viele Anwendungsfälle auf der zugrunde liegenden Technologie basieren. Eine der bedeutendsten NFT-Plattformen namens OpenSea hatte im August Verkäufe in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar verzeichnet. Das Transaktionsvolumen hat sich im Vergleich zum Monat März damit mehr als verzehnfacht.

Währungen wie etwa Solana (SOL) oder Polkadot (DOT) können im Anbetracht des NFT- und DeFi-Booms ebenfalls verstärkt profitieren.

Bitcoin auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Es drohen neue Regulierungssorgen aus dem Reich der Mitte

Das Reich der Mitte könnte schon bald mit weiteren Regulierungsbestreben der Branche einen weiteren Schlag versetzen. Ein Beamter der People’s Bank of China (PBoC) hatte in der vergangenen Woche erneut auf die Risiken verwiesen, welche mit Kryptowährungen einhergehen. Demnach warnte er die Öffentlichkeit, sich entsprechend vom Markt fernzuhalten. Laut des stellvertretenden Direktors des Financial Consumer Rights Protection Bureaus, Yin Youping, seien Bitcoin und Co nichts anderes als Spekulation, kein gesetzliches Zahlungsmittel und hätten demnach „keinen tatsächlichen Wert“.

Bereits im Frühjahr dieses Jahrs wurde den einheimischen Kryptowährungs-Minern, den sogenannten Herstellern der Digitalanlagen, sprichwörtlich der Stecker gezogen. Zahlreiche Mining-Betriebe haben ihre Geschäfte mittlerweile in das Ausland verlagert. Insgesamt bleibt die Branche den Behörden weiterhin zu lebendig. In den kommenden Wochen sollten sich Anleger auf weitere Hiobsbotschaften aus dem Reich der Mitte einstellen. Ob diese zu größerem Belastungspotenzial führen, steht womöglich auf einem anderen Blatt Papier, zumal die Branche in China bereits nahezu „totreguliert“ wurde.

Bitcoin kämpft um 50.000er-Marke – Ether könnte auf 4.000 Dollar klettern

Aus technischer respektive fundamentaler Perspektive bleiben die Börsenampeln weiterhin auf Grün stehen, auch wenn kurzfristig Konsolidierungserscheinen zu beobachten sind. Für Bitcoin-Anleger gilt es nun, die technischen Marken im Umfang von 50.000- und 52.000 Dollar nachhaltig zu überwinden. Folgerichtig wäre der Weg bis auf 60.000 Dollar pro Einheit geebnet.

Hingegen könnte Ether angesichts der bestehenden Hausse übergeordnet bis auf 4.000 Dollar klettern. Aus charttechnischer Perspektive vollzieht sich aktuell ein klassischer Ausbruch auf der Oberseite. Auf abrupte Rücksetzer sollten sich Anleger jedoch jederzeit einstellen.

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