Der DAX ist am Freitag und damit unmittelbar kurz vor dem Wochenende auf ein neues Rekordhoch bei über 15.335 Punkten geklettert. Neben überragenden Geschäftszahlen deutscher Unternehmen fungiert die Wallstreet abermals als Taktgeber. Erst in der vergangenen Woche war das Frankfurter Börsenbarometer auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Der Autobauer Daimler konnte mit einem sonderbar hohen operativen Gewinn im ersten Quartal überzeugen. Die Papiere der Stuttgarter lagen zuletzt um über zwei Prozent im Plus.

An der Wallstreet hingegen konnte die Rekordserie bereits am Donnerstag zuletzt weiter fortgesetzt werden. Der Dow-Jones-Index war gestern erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 34.000 Punkten geklettert.

Hingegen schlagen Neuigkeiten in der Welt von Bitcoin und Co. am Freitag bei Anlegern ein.

Aussicht auf wirtschaftliche Erholung gibt Ton an

Positive Nachrichten gab es zuletzt vom US-Arbeitsmarkt, dem Einzelhandel und bei konjunkturellen Frühindikatoren, welche die Markterwartungen deutlich übertroffen hatten. Hintergrund war hier das im März beschlossene US-Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar, welches unter anderem Einmalschecks in Höhe von 1.400 Dollar für viele US-Amerikaner umfasst.

Auch am Freitag könnte sich die Rekordjagd an den Börsen dies- und jenseits des Atlantiks somit weiter fortsetzen. Dank überzeugender Geschäftsberichte der US-Banken und Autobauern hierzulande respektive einer wieder anziehenden US-Konjunktur, wartet ein fulminanter Wochenendspurt.

Corona-Notbremse steht zur Debatte – Anleger lässt dies kalt

Die Coronavirus-Pandemie gerät damit zumindest temporär wieder aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern. Ab einer Inzidenz von 100 soll laut dem Bundes-Kabinett eine Corona-Notbremse gelten, welche einschneidende Restriktionen für Bundesbürgerinnen und Bürger nach sich ziehen würde. Bundestag und Bundesrat müssen hier jedoch noch zustimmen. Für die Märkte scheint diese Nachricht aber weniger interessant zu sein, da Industrie respektive die Wirtschaft weniger zu betroffen scheint. Hierzulande wird sich weiterhin auf die anlaufende Impfkampagne geklammert sowie an weitere Notenbanker-Schützenhilfen.

DAX auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

Bitcoin im Minus – Türkei verbietet Verwendung von Kryptowährungen für Zahlungen

Der Bitcoin hat am Freitag bis in die Spitze über fünf Prozent seines Wertes abgegeben. Die türkische Zentralbank hatte am Freitag bekannt gegeben, dass die Verwendung von Kryptowährungen und Krypto-Vermögenswerten, um Waren und Dienstleistungen zu kaufen, verboten werden solle. Laut des Währungshüters seien “irreparable” mögliche Schäden und erhebliche Risiken bei solchen Transaktionen denkbar.

Kryptowährungen erfahren in der Türkei zusehends eine größere Beliebtheit. Die heimische Währung Lira ist angeschlagen und der Inflationsdruck sonderbar hoch. Zuletzt lag die Teuerungsrate bei rund 16 Prozent. Das Verbot dürfte insgesamt Bitcoin und Co. aber nicht aus der Bahn werfen. Die Anleger spüren jedoch, dass der Widerstand der politischen Führungsebenen in Zukunft größer werden könnte.

“Zahlungsdienstleister werden nicht in der Lage sein, Geschäftsmodelle so zu entwickeln, dass Krypto-Assets direkt oder indirekt für die Bereitstellung von Zahlungsdiensten und die Ausgabe von E-Geld verwendet werden”, und sie werden keine Dienste bereitstellen, hieß es.

“Ihre Verwendung bei Zahlungen kann für die Parteien der Transaktionen nicht erstattungsfähige Verluste verursachen … und Elemente enthalten, die das Vertrauen in die derzeit bei Zahlungen verwendeten Methoden und Instrumente untergraben können”, fügte die Zentralbank hinzu.

Bitcoin Chart auf Wochenbasis (logarithmiert)

Quelle: Tradingview

Nach Coinbase-IPO ist die Luft vorerst raus

Das US-amerikanische Unternehmen Coinbase war zur Wochenmitte an der Nasdaq an die Börse gegangen. Bitcoin und Co haben damit endgültig in der klassischen Finanzwelt Fuß gefasst. Dieser Schritt gilt als Meilenstein in der Geschichte von Kryptowährungen. Im Vorfeld des IPOs hatten sich Anleger mehr oder weniger für das Event warmgelaufen und bei Kryptowährungen verstärkt zugegriffen. Doch nur zwei Tage später scheint die Euphorie einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Eine Konsolidierung ist angesichts der jüngsten Hausse aber nicht weiter verwunderlich.

Die Coinbase-Papiere notierten am Freitag im vorbörslichen Handel bei 322 Dollar und damit 1,68 Prozent im Minus. Am Mittwoch hatten die Anteilsscheine bis in die Spitze teilweise noch bei rund 430 Dollar gelegen.

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