Angesichts der an wieder Fahrt aufnehmenden Bitcoin-Rally legen auch die Anteilsscheine des E-Autobauers Tesla und unter anderem die Blockchain-Aktien von Riot- und Hive Blockchain kräftig zu. Der Bitcoin Kurs notiert zur Wochenmitte nahe seines Rekordhochs bei aktuell rund 55.000 Dollar und damit über drei Prozent im Plus.

Das Allzeithoch im Umfang von 58.300 Dollar bleibt damit nach wie vor in Schlagdistanz. Die Anleger haben offensichtlich den jüngsten Kursrutsch als Wiedereinstiegsgelegenheit in den Markt erachtet. Vor allem institutionelle Adressen verleihen derzeit die entscheidende Prise Schwung und bleiben das Zünglein an der Waage. Nicht zuletzt die Investoren, welche auf einen fallenden Kurs gewettet haben, müssen nun sukzessive ihre Leeverkaufspositionen glattstellen. 

Die Abhängigkeit des Bitcoin Kurses für kryptosensible Papiere wie etwa die von Tesla wird Anlegern in diesen Tagen abermals vor Augen geführt. Die Aktien konnten gestern um über 20 Prozent zulegen. Hive und Riot Blockchain verteuern sich ebenfalls zweistellig.

Bitcoin steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Wochen

Das Interesse großer Institutionen hat Bitcoin und Co. in dieser Woche wieder kräftigen Rückenwind beschert. Privatanleger dürften das Geschehen derzeit noch von der Seitenlinie aus betrachten, jedoch schon bald das Aufwärtsmomentum forcieren.

Steigende Renditen an den US-Anleihemärkten hatten Anleger Kryptowährungen in der vergangenen Woche nur mit spitzen Fingern anfassen lassen. Die Furcht vor einer Inflation dies- und jenseits des Atlantiks hatte die globalen Aktienmärkte spürbar unter Druck gesetzt. Die Welle der Unsicherheit schwappte offensichtlich auch auf die hochvolatilen Kryptowährungen über. Vor dem Hintergrund der fulminanten Liquiditätsschwemmen der weltweit wichtigsten Notenbanken Fed und EZB sind die Inflationsängste nicht unbegründet, zumal mit dem jüngsten Durchwinken des vielerorts diskutierten US-Konjunkturprogramms im Umfang von 1,9 Milliarden Dollar weiterhin viel „billiges“ bereitsteht, um der durch COVID-19 gebeutelten Wirtschaft nachhaltig unter die Arme greifen zu können. Doch gerade angesichts dieser befürchteten Inflation sehen Anleger seit rund einem Jahr in Bitcoin und Co. eine Hedge- und Diversifikationsrolle. Das Inflationsgespenst könnte in den kommenden Wochen und Monaten jedoch immer wieder Unsicherheit schüren und am Ende des Tages auch Kryptowährungen zumindest temporär zum Verhängnis werden.

Bundesbank will keine Bitcoins als Reservewährung halten

Die Bundesbank will laut Aussagen ihrer Führungsmitglieder keine Bitcoins als Reserverwährung halten. „Ich bezweifele, dass wir das jemals tun werden“, sagte Vorstand Burkhard Balz in einem Interview gegenüber dem „WirtschaftsKurier“, welches auf der Webseite der Bundesbank einsehbar ist. “Die Bundesbank ist der zweitgrößte Goldeigentümer der Welt. Wir wollen über Reserven verfügen, die werthaltig und liquide sind und gegebenenfalls im Notfall schnell zur Verfügung stehen.“ Der Bitcoin hatte im Februar erstmal die historische Marke von einer Billionen Dollar überschritten. Aktuell macht die wichtigste und größte Devise mit 1,031 Billionen Dollar an Marktbewertung etwa ein Zehntel von Gold aus.

Doch auch im Vergleich zum Edelmetall Gold hat die Bundesbank eine klare Meinung: “Bitcoin lässt sich nicht seriös mit Gold vergleichen”, sagte Balz.

Gold besitze seiner Meinung nach einen inneren Wert, welche sich über Jahrhunderte erhalten habe und daher Sicherheit und Liquidität zu jeder Zeit verspricht. „Das bietet der Bitcoin nicht“, sagte er. Auch die Geldfunktionen seien seiner Meinung nach nicht einmal ansatzweise erfüllt.

Ausblick Bitcoin Kurs

Für Anleger steht vor dem Hintergrund der jüngsten Kurssteigerungen wieder das Rekordhoch und nicht zuletzt die mentale Marke von 60.000 Dollar zur Disposition. Der übergeordnete Aufwärtstrend könnte sich somit lediglich weiter fortsetzen. Im Falle einer nachhaltigen Überwindung besagter Marke wären Anschlusskäufe denkbar.

Im Zuge dessen dürften auch die Papiere von Tesla oder eben auch Blockchain Aktien weiteren Rückenwind erfahren. Der Bitcoin Kurs kann m.E. hier nach wie vor als Taktgeber angesehen werden. Auf der Gegenseite droht im Falle von Kursturbulenzen jederzeit auch gehöriges Abwärtspotenzial. Die Abhängigkeit der Krypto-Leitdevise dürfte sich in der kommenden Zeit unter Umständen sogar forcieren.

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