Wenige Stunden vor dem Börsendebüt der US-amerikanischen Krypto-Handelsplattform Coinbase sind die Kurse um Bitcoin und Ether auf den höchsten Stand in ihrer Geschichte geklettert. Für die nach Marktkapitalisierung wichtigste Devise ging es bis in die Spitze auf ein frisches Allzeithoch bei 64.900 Dollar. Der Ethereum Kurs stieg bis auf ein Niveau bei rund 2.400 Dollar.

Meilenstein zur Wallstreet-Akzeptanz

Der Coinbase-IPO an der techlastigen US-Börse Nasdaq gilt als ein Meilenstein in puncto Wallstreet-Akzeptanz. Anleger scheinen sich im Vorfeld mehr oder weniger warmzulaufen. Ab heute Nachmittag können Börsianer an der Wertentwicklung von Bitcoin und Co partizipieren, ohne physische Bitcoins besitzen zu müssen. Das Ankommen in den Aktienmärkten gilt zudem als ein Fußfassen in der klassischen Finanzwelt. Gut möglich, dass Kryptowährungen vor diesem Hintergrund weitere Aufmerksamkeit erfahren und sich zusehends an den US-Börsen etablieren werden.

Bewertung bis zu 100 Milliarden US-Dollar – Ausgabepreis bei 250 Dollar pro Anteilsschein

Laut Schätzungen könnte die Bewertung bis zu 100 Milliarden US-Dollar betragen. Mit dem heutigen Coinbase-IPO fassen Bitcoin und Co. endgültig in der klassischen Aktienwelt Fuß. Den Ausgabepreis setzte die Nasdaq auf 250 Dollar pro Anteilsschein und damit deutlich unter den letzten außerbörslichen Transaktionen, wo zuletzt im Schnitt 343,58 Dollar bezahlt wurden.

Der Börsengang beweist eindrucksvoll, dass Kryptowährungen möglicherweise nicht mehr auf dem steinigen Weg bis hin zu einer anerkannten Assetklasse aufzuhalten sind.

Ab heute kann die Wall Street Kryptowährungen nicht mehr ignorieren. Andere Schwergewichte dürften ebenfalls in der Welt der Kryptowährungen, wie etwa die Handelsplattform Kraken Fuß fassen.

Bitcoin Kurs auf Wochenbasis (logarithmiert)

Quelle: Tradingview

Anleger sollten Tag nicht vor dem Abend loben

Trotz der Euphorie rund um Bitcoin und Co. sollten Anleger jedoch nach wie vor nicht den Tag vor dem Abend loben. Kryptowährungen sind und bleiben eine hochvolatile Anlageklasse und vor diesem Hintergrund nicht für jedermann geeignet.

Gut möglich, dass Regulierungsbehörden früher oder später nicht mehr länger hinter der Seitenlinie ihre Beobachterrolle beibehalten werden. Die Furcht, dass der Regulierungsgürtel in diesem Jahr zu eng geschnallt werden könnte, besitzt das Potenzial, zu euphorische Anleger jederzeit auf dem falschen Fuß zu erwischen. Die Sorge vor einer zu straffen Regulierung könnte den Kursfantasien der Anleger zumindest temporär ein jähes Ende bereiten und diese auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Ethereum Kurs auf Wochenbasis (logarithmiert)

Quelle: Tradingview

Furcht vor Inflation dies- und jenseits des Atlantiks bleibt zentrale Thematik

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Aussicht auf weitere Liquiditätsschwemmen durch die Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks bleibt die Suche nach Anlagealternativen gegenüber Anteilsscheinen weiterhin vorhanden. Dies lockt Anleger immer wieder zurück in Bitcoin und Co. Das jüngste Bekenntnis zu der nach wie vor bestehenden ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed nährt die Furcht vor einer Inflation rund um den Globus.

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und den damit im Zusammenhang stehenden Notenbanker-Schützenhilfen suchen Anleger verstärkt einen Fluchthafen in digitalen Vermögenswerten.

Hoffnung auf Bitcoin-ETF reißt nicht ab

Die Zulassung eines börsengehandelten Fonds (ETFs) in den USA wäre ein weiterer Ritterschlag in der Geschichte von Bitcoin. Derweilen stapeln sich die Anträge in den Schubladen der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC. Sollte die Behörde grünes Licht geben, wäre der Weg für die Mainstream-Akzeptanz womöglich endgültig geebnet. Weitere kryptospezifische Produkte dürften rasch erfolgen und bis auf das europäische Festland übersiedeln.

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