Bitcoin und Co befinden sich eine Woche nach Einführung des BTCs im zentralamerikanischen El Salvador wieder im Aufwind. So notiert die nach Marktgröße wichtigste Digitalwährung wieder über der Marke von 47.000 Dollar und damit über dem 200-Tage-Durchschnitt. Auch Währungen aus den hinteren Reihen wie etwa Ether können im positiven Kielwasser zulegen.

Neben den US-Inflationsdaten blicken Anleger verstärkt auf die US-Kryptobörse Coinbase.

Bitcoin Kurs auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Börsenampeln springen wieder auf Grün – Schnäppchenjäger auf der Pirsch

Mehr als eine Woche nach dem Kursschock stehen die Zeichen an den Kryptowährungsmärkten wieder auf Erholung. Am Tag der Einführung des Bitcoins zum gesetzlichen Zahlungsmittel in El Salvador waren Kryptowährungen sprichwörtlich unter die Räder gekommen. Getreu dem Motto: „Buy the rumor, sell the fact“ verkauften Anleger im großen Stil ihre Positionen. Eine Kombination aus regulatorischen Unsicherheiten gepaart mit einem Long-Squeeze hatten die Verluste zwischenzeitlich auf über 10.000-Dollar-Einheiten ansteigen lassen. Mittlerweile wagen sich nun auch zusehends erste Schnäppchenjäger wieder hervor, welche für entsprechend hohe Volatilität, jedoch für positive Vorzeichen am Markt sorgen.

Auch die Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts dürfte zumindest aus charttechnischer Perspektive die Börsenampeln wieder auf Grün gestellt haben. Vor allem für langfristig orientierte Anleger gilt besagte Indikatorenlinie als maßgeblich.

US-Inflationsdaten geben Auftrieb

Die am Dienstag veröffentlichten US-Inflationsdaten haben Anleger positiv zur Kenntnis genommen. Im August stieg die Inflation im Jahresvergleich um 5,3 Prozent und damit weniger als im Monat zuvor (5,4 Prozent). Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed in einer Woche auf ihrer Sitzung das Wort „Tapering“ in den Mund nimmt. Anleger erhoffen sich, dass die Zeiten des „billigen Geldes“ in die nächste Runde gehen. Gleichzeitig setzt dies den US-Dollar unter Druck und macht im Gegenzug Anlagealternativen wie etwa Kryptowährungen attraktiver.

Coinbase Aktie auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Coinbase plant zwei Anleihen in Höhe von 2 Milliarden Dollar auszugeben

Die US-amerikanische Kryptowährungsbörse Coinbase will sich frisches Kapital am Bondmarkt beschaffen. Mithilfe von zwei Anleihen und einem gesamten Volumen von 2 Milliarden Dollar soll verstärkt in die Produktentwicklung, mögliche Fusionen und Übernahmen investiert werden. In erster Instanz belief sich die Ausgabe auf 1,5 Milliarden Dollar. Am Dienstag hatte Coinbase mitgeteilt, dass Angebot um 500 Millionen Dollar aufstocken zu wollen.

Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Aufsichtsbehörde Securities Exchange Commission (SEC) mitgeteilt, dass man Coinbase verklagen wolle, falls das sogenannte „Lending“ ohne entsprechende Genehmigungen gestartet werde. Lending bezeichnet eine Möglichkeit, mit dem Nutzer Zinsen auf ihre Krypto-Bestände verdienen können.

Da Coinbase als Branchenprimus gilt, hatten Anleger besagte Hiobsbotschaften auf die Goldwaage gelegt. Auf Wochensicht büßt der Anteilsschein rund 13,4 Prozent auf aktuell 243 Dollar ein.

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