Die Kurse um Bitcoin und Co befinden sich nach wie vor im Klammergriff des chinesischen Immobilienkonzerns „Evergrande“. Am Dienstagabend mussten Anleger für eine Bitcoin-Einheit weniger als 40.000 Dollar auf den Tisch legen und damit so wenig wie zuletzt seit Anfang August nicht mehr. Dank einer in Aussicht gestellten Zahlung eines Tochterunternehmens des gebeutelten Immobilienkonzerns können Investoren am Mittwoch aber zunächst wieder aufatmen. Auch die am Abend stattfindende Notenbanksitzung der Fed besitzt das Potenzial die Kurse zu beeinflussen.

Bitcoin Kurs auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Bitcoin und Co im Klammergriff des Immobilienkonzerns „Evergrande“

Der finanziell gebeutelte Immobilienkonzern „Evergrande“ aus dem Reich der Mitte bleibt weiterhin zentrales Thema an den Märkten. Mit über 300 Milliarden Dollar steht das Unternehmen in der Kreide. Aus Furcht vor einer Pleite haben Anleger rund um den Globus an den Kapitalmärkten und damit auch bei Bitcoin und Co ihre Assets in Teilen abgestoßen. Infolgedessen flüchteten Investoren verstärkt zurück in die Weltreservewährung, den US-Dollar.

Die Märkte fürchten, dass es zu einem „Lehman 2.0“ kommen könnte. Die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers galt als Auslöser der Finanzkrise im Jahr 2008.

Mit der jüngst angekündigten Zinszahlung am Donnerstag in Millionenhöhe scheint eine Insolvenz vorerst abgewendet. Mehr als meine Beruhigungstablette dürfte dies aber nicht sein. Für die Anleger gilt nach wie vor: „Aufgehoben ist nicht aufgeschoben“. Bislang stochern Anleger im Nebel, wie der chinesische Staat auf die Schieflage reagiert, ob das Unternehmen gezielt gegen die Wand gefahren wird oder eine Rettung in letzter Sekunde vonstattengeht.

US-Fed-Notenbanksitzung könnte die Kryptomärkte beeinflussen

Die am heutigen Abend stattfindende US-Notenbanksitzung der Federal Reserve (Fed) könnte Einfluss auf die Kurse um Bitcoin und Co ausüben. Anleger dürften die Rede des Chefs Jerome Powell nach Hinweisen auf das sogenannte „Tapering“ abklopfen, womit eine Reduzierung des Tempos der aktuell bestehenden Anleihekäufe im monatlichen Umfang von 120 Milliarden Dollar gemeint ist. Bislang ist nicht klar, ob es heute oder womöglich erst in der November-Sitzung zu einem Abdrehen des Geldhahns kommen wird. Die Aussicht auf weniger Liquidität für die Märkte könnte tendenziell zulasten der Kryptomärkte gehen. Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie fungieren Bitcoin und Co als vermeintliches Hedge- und Diversifikationsinstrument, um sich gegen Wert- und Inflationsrisiken abzusichern.

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