Vor Veröffentlichung wichtiger Inflationsdaten halten Anleger am Krypto-Markt zunächst die Füße still. Am Vormittag kostet eine Bitcoin-Einheit rund 42.860 Dollar und damit immer noch rund 10 Prozent weniger als vor einer Woche. Die Sorgen vor einer Zinswende in den Vereinigten Staaten drücken bis heute auf die Stimmung.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Bitcoin und Co bleiben weiter angeschlagen – Schnäppchenjäger auf der Hut

Schnäppchenjäger haben am Markt bislang nicht für die erhoffte Trendwende sorgen können. Zwar notiert der Gesamtwert alles Krypto-Assets laut des Branchenportals CoinMarketCap wieder über der Marke von zwei Billionen, dennoch ist das Marktumfeld nach wie vor „bearish“ eingestellt.

US-Inflationsdaten dürften für Bewegung sorgen

Die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung bedeutender Inflationsdaten aus den USA dürften Einfluss auf Bitcoin, Ether und Co ausüben. Erwartet wird für den Dezember ein Anstieg um 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im November notierte der Verbraucherpreisindex bei 6,8 Prozent und damit auf einem 40-Jahres-Hoch.

Die Entwicklung der Teuerungsrate bleibt insofern als wichtig zu erachten, da die US-Notenbank Federal Reserve ihre geldpolitische Marschroute unter anderem daran ausrichtet. Vor einer Woche hatte der Währungshüter rasche Zinserhöhungen signalisiert, um der Inflation Herr zu werden. Die US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet mittlerweile mit ganzen vier Zinsschritten im aktuellen Jahr.

Ethereum über 3.000 Dollar – Risiken für Assets aus den hinteren Reihen nicht vom Tisch

Die Abwärtsrisiken für Assets aus den zweiten und dritten Reihen wie etwa Ether (ETH) sind nicht vom Tisch. Die negative Tendenz des Bitcoins hält sogenannte Altcoins im Klammergriff fest. Am Montag notierte ETH zwischenzeitlich unter der psychologischen Marke von 3.000 Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Oktober.

Auch wenn kurzfristig orientierte Händler punktuell für Aufwärtsbewegungen sorgen könnten, bleibt eine nachhaltige Trendumkehr vorerst nicht in Sicht. Es mangelt weiterhin an überzeugten Käufern.

Insgesamt sitzen die Marktakteure zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite stehen diese vor der Überlegung ihre noch vorhandenen Buchgewinne zu versilbern. Auf der anderen Seite möchte niemand ins fallende Messer greifen.