Bitcoin, Ether und Co stehen wenige Tage vor Jahresende weiterhin auf tönernen Füßen. Dünne Handelsumsätze machen Krypto-Assets zwischen den Jahren besonders anfällig für Kurskapriolen. Am Mittwochvormittag kostet eine Bitcoin-Einheit rund 47.700 Dollar und damit rund drei Prozent weniger als noch am Vortag. 

Insgesamt blicken Anleger jedoch auf ein positives Jahr zurück.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Long-Squeeze sorgt für Kurseinbruch bei Bitcoin – Anleger weiter verunsichert

Ein Long-Squeeze hat zu Wochenbeginn für einen zwischenzeitlichen Kurseinbruch von über 3.000 Dollar am Markt gesorgt. Insgesamt wurden laut Daten von Coinglass über 300 Millionen Dollar an den Futuremärkten liquidiert. Broker stellen in der Regel Positionen ihrer Kunden glatt, wenn die Konten nicht mehr gedeckt werden können. Dies kann zu einem Dominoeffekt auf dem Spot-Markt führen und die Kurse ad hoc einbrechen lassen.

Makro-Risiken rund um „Omikron“ drücken weiter aufs Gemüt – Inflation bleibt Thema

Die makroökonomischen Risiken angesichts der Coronavirus-Pandemie beschäftigen Anleger nach wie vor. Zu unsicher gestaltet sich die Gemengelage im Hinblick auf eine konjunkturelle Erholung. Mit „Omikron“ schwebt weiterhin eines der Damoklesschwerter über den Köpfen der Anleger.

Nicht zuletzt die mögliche Zinswende in den Vereinigten Staaten, imitiert durch die Federal Reserve (Fed), hat Krypto-Assets zuletzt wieder unattraktiver werden lassen.

Eines der Gesprächsthemen schlechthin dürfte im kommenden Jahr allerdings die nach wie vor grassierende Inflation hierzulande als auch in den USA sein. Sollte die Teuerung sich als hartnäckig erweisen und weiterhin auf hohem Niveau verharren, dürfte dies Wasser auf die Mühlen für Bitcoin und Co bedeuten. Seit Ausbruch der Pandemie in der westlichen Welt und den damit im Zusammenhang stehenden fulminanten Notenbanker-Schützenhilfen flüchten Anleger zusehends in Digitalanlagen, um sich gegen Wertrisiken zu stemmen.

Anleger blicken auf ein positives Börsenjahr zurück

Stand heute können Bitcoin-Anleger seit Jahresbeginn auf eine Wertsteigerung in Höhe von 64 Prozent zurückblicken. Der Gesamtmarkt weist derzeit eine Kapitalisierung von über 2,3 Billionen Dollar auf. Anfang 2020 wurden alle Krypto-Assets zusammen noch mit 200 Milliarden Dollar bewertet.

Trotz zahlreicher Hiobsbotschaften bleibt das Jahr 2021 positiv. Auf die Stimmung drückten nicht zuletzt die forcierten Regulierungssorgen aus dem Reich der Mitte. Als eines der Highlights fungierte die Einführung des BTCs in El Salvador und der Start des ersten Bitcoin-ETFs in den USA.