Der Bitcoin tanzt auch zu Beginn des neuen Jahres bei knapp unter 47.000 Dollar vorerst auf der Stelle. Mit einem Plus in Höhe von 57 per Jahresfrist können sich Bitcoin-Anleger allerdings nicht beschweren. Auch im Jahr 2022 könnte das Krypto-Asset Nummer eins ein gefragtes Investmentvehikel angesichts hoher Inflationsraten in den USA als auch hierzulande bleiben.

Die Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert mittlerweile einen Wert von 100.000 Dollar pro Einheit, sollte der Bitcoin das Edelmetall Gold als Wertaufbewahrungsmittel ersetzen.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

2022 beginnt für Krypto-Anleger weniger spektakulär

Für Krypto-Anleger hat das Jahr 2022 weniger spektakulär begonnen. Während der Bitcoin (BTC), das nach Marktgröße wichtigste Asset bei runter 47.000 Dollar notiert, kostet eine Einheit Ether (ETH) rund 3.800 Dollar. Beide treten zur Wochenmitte vorerst auf der Stelle.

Aus fundamentaler Sicht hatten im vergangenen Jahr verstärkt makroökonomische Risiken rund um die Coronvirus-Pandemie und eine restriktivere Haltung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für Belastungspotenzial gesorgt. Ausgehend vom Rekordhoch bei rund 69.000 Dollar hat sich der Bitcoin um ca. 30 Prozent entfernt.

Auch wenn mit der Omikron-Variante die Risiken vor neuen wirtschaftlichen Kollateralschäden zuletzt wieder nachgelassen hat, bleibt die Furcht vor neuen Mutationen bestehen.

Zudem fragen sich Anleger, ob der US-Währungshüter tatsächlich drei Zinsschritte im Jahr 2022 verkünden wird oder doch noch eine Rolle rückwärts macht. Ein Abdrehen des berüchtigten Geldhahns könnte Krypto-Assets tendenziell Wind aus den Segeln nehmen.

Goldman Sachs: Bitcoin könnte 100.000 Dollar überschreiten, wenn Gold als Wertaufbewahrungsmittel ersetzt wird

Die US-Investmentbank Goldman Sachs glaubt an eine breitere Einführung digitaler Vermögenswerte und damit auch daran, dass der Bitcoin dem Edelmetall Gold weiterhin Marktanteile abnehmen wird. Sollte der Anteil von Bitcoin am Wertaufbewahrungsmarkt „hypothetisch“ in den kommenden fünf Jahren auf 50 Prozent steigen, würde der Preis über 100.000 Dollar liegen. Angepeilt werde dabei eine durchschnittliche annualisierte Rendite von 17 oder 18 Prozent, heißt es.

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt bleibt indes der Verbrauch realer Ressourcen durch das Bitcoin-Netzwerk, welches in Zukunft vor allem institutionelle Adressen angesichts bestimmter Vorschriften von einem Investment in Krypto-Assets abhalten könnte.