Die nach Marktgröße wichtigsten Kryptowährungen Bitcoin und Ether präsentieren sich auch zur Wochenmitte weiterhin angeschlagen. Am Dienstag hatten beide Währungen jeweils zweistellige Verluste in Höhe von über 10 Prozent hinnehmen müssen. Als Hintergrund fungieren abermals Sorgen aus den USA angesichts unbequemer Steuervorschriften für Anleger sowie Belastungspotenzial aus China aus der Mining-Branche.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Neue Steuergesetze in den USA – Anleger fürchten forcierte Regulierung des Krypto-Sektors

Das am Montag durch US-Präsident Joe Biden unterzeichnete billionenschwere Infrastrukturgesetz hat unter anderem neue Steuervorschriften für US-Anleger hervorgebracht und den Markt unter Druck gesetzt. So müssen beispielsweise Krypto-Anlagen mit einem Volumen von mehr als 10.000 Dollar den Behörden gemeldet werden.

Investoren erwarten offensichtlich, dass es nicht bei einzelnen Maßnahmen in Sachen Verschärfung von Steuergesetzen nebst Geldwäschebekämpfung bleibt. Womöglich könnte der Krypto-Sektor nun in die Mangel genommen werden.

Daneben gesellen sich neue Sorgen aus dem Reich der Mitte. Auch wenn die chinesische Krypto-Branche mehr oder weniger als abgeschrieben gilt, könnte diese bis heute immer noch Einfluss auf Bitcoin und Co ausüben. Die chinesische Regierung hatte zu Wochenbeginn den Mining-Unternehmen gedroht, einen sogenannten „Strafstrompreis“ aufzubrummen, welche sich an einen günstigeren Preis bedienen.

Securities Exchange Commission (SEC) lehnt Bitcoin-ETF auf Basis von Kassakursen ab

Als eines der größten Zugpferde für die jüngste Kletterpartie galt die Zulassung des ersten Bitcoin-ETFs auf Grundlage von Futurekontrakten in den Vereinigten Staaten. Während mittlerweile eine Handvoll börsengehandelter Fonds an den Start gegangen ist, muss sich die Branche nach wie vor im Hinblick auf ein entsprechendes Pendant auf Basis von sogenannten Kassa- oder Spotkursen gedulden. Am vergangenen Freitag hatte die zuständige Aufsichtsbehörde Securities Exchange Commission (SEC) einen Antrag des Anbieters VanEck abgelehnt.

Die ganz große Euphorie rund um die ETF-Thematik weicht damit wieder einer nüchternen Betrachtungsweise. Möglicherweise könnte in nächster Instanz ein ähnliches Produkt auf Ethereum aufgelegt werden, was dem Kurs kräftig in die Karten spielen dürfte.

Schwelende Inflationssorgen könnten Anleger wieder zurück in Bitcoin und Co bewegen

Schwelende Inflationssorgen dies- und jenseits des Atlantiks könnten Anleger am Ende des Tages dennoch wieder zurück in die Kryptowährungsmärkte bewegen. Die Teuerung hatte sich in den USA zuletzt auf den höchsten Stand seit 31 Jahren bewegt. Auf der Gegenseite könnten Zinserhöhungsspekulationen der Hausse jederzeit einen Dämpfer verpassen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sieht sich derzeit mehr oder weniger gezwungen, der grassierenden Inflation entgegenzusteuern und an den berüchtigten Zinsschrauben zu drehen. Dies könnte Kryptowährungen tendenziell Wind aus den Segeln nehmen.

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