Bitcoin und Co befinden sich auch zur Wochenmitte weiterhin im Klammergriff der jüngsten China-Sorgen. Die chinesische Zentralbank hatte am Freitag ein Verbot des Krypto-Sektors ausgesprochen. Jedoch sehen Anleger Licht am Ende des Tunnels in puncto „Evergrande“. Die Ankündigung einer neuen Funktion durch den US-Kurznachrichtendienst Twitter geht indes unter. Schnäppchenjäger halten sich zur Stunde weiter fern.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Bitcoin über 42.000 Dollar – Schnäppchenjäger halten sich aber weiter fern

Die nach Marktgröße wichtigste Digitalwährung Bitcoin kann sich zur Wochenmitte über der Marke von 42.000 Dollar behaupten, während die zweitwichtigste Währung Ether knapp unter der psychologischen Hürde von 3.000 Dollar notiert. Der Gesamtmarkt, welcher insgesamt über 12.000 verschiedene Kryptowährungen umfasst, notiert mit 1,88 Billionen Dollar im Tagesvergleich rund 1,56 Prozent im Plus.

Den jüngsten Schlag aus China vom vergangenen Freitag scheinen Anleger noch nicht vollständig verarbeitet zu haben. Die zuständige Zentralbank „Peoples Bank of China“ (PBoC) hatte ein Verbot für Kryptowährungen bzw. den gesamten Sektor ausgesprochen, wozu auch das energielastige Mining zählt. Vergehen gegen das Verbot sollen rigoros geahndet werden.

Am Montag wurden bereits erste Verbindungen zu Nutzern in China gekappt, welche den Krypto-Handel im Ausland betreiben. Im Frühjahr hatte man heimischen Minern sprichwörtlich den Stecker gezogen und vor die Tür gesetzt. Während ein Großteil bereits in das Ausland abgewandert ist, haben einige Miner ihr Geschäft aufgegeben. Die Wirtschaftsplanungsbehörde Chinas führt hier vor allem Umweltbedenken an, da der Herstellungsprozess von Kryptowährungen als besonders energielastig gilt.

Ankündigung einer neuen Twitter-Funktion geht angesichts der China-Sorgen unter

Die Ankündigung einer neuen Twitter-Funktion vom vergangenen Donnerstag ist angesichts der schwelenden Belastungsfaktoren aus China überwiegend untergegangen. Twitter hatte eine Trinkgeld-Funktion mit der Digitalwährung Bitcoin angekündigt. Nutzer mit iPhones und freigeschalteten Accounts sind in der Lage, Gelder in Form von BTC an andere Konten zu spenden. Android-Systeme und PC-User sollen bald ebenfalls die Möglichkeit haben.

Damit wird der Bitcoin in einem der bedeutendsten sozialen Netzwerken automatisch einer breiten Masse zugänglich. Grundsätzlich ist die Nachricht Wasser auf die Mühlen der Anleger.

Temporäre Erleichterung im Fall „Evergrande“

Der finanziell gebeutelte Immobilienkonzern Evergrande hat den zugehörigen Anteil an der Shengjing Bank für 1,5 Milliarden an die Vermögensgesellschaft Shenyang Shengjing veräußert. Damit spült der mit rund 300 Milliarden Dollar in der Kreide stehende Konzern etwas Liquidität in die Kassen, um Gläubiger bedienen zu können. Zu Wochenbeginn hatte die chinesische Zentralbank erneut 15,5 Milliarden Dollar in die Märkte gepumpt, nachdem in der Vorwoche bereits dreimal so viel bereitgestellt wurde, um diese zu beruhigen.

Auch wenn die Sorgen rund um Evergrande in diesen Tagen etwas nachgelassen haben, bleibt der Fall ein Risikofaktor für die Finanzmärkte und damit auch für Bitcoin und Co.

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