Die Kurse um Bitcoin und Co befinden sich zur Wochenmitte und damit unmittelbar vor Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten nebst FOMC-Meeting unter Druck. Die Aussicht auf restriktivere geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank Fed drosselt zur Stunde die Kauflaune. Indes wettert JPMorgan CEO Jamie Dimon abermals gegen Kryptowährungen.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Am Tag der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten und Fed-Protokollen halten sich Anleger erwartungsgemäß mit Engagements zurück und machen Kasse. Der Bitcoin, die nach Marktgröße wichtigste Digitalwährung, büßt rund fünf Prozent auf zwischenzeitlich unter 54.500 Dollar ein.

Möglicherweise könnten die Zinsfantasien am heutigen Mittwoch neue Nahrung erhalten. Sollten die heutigen Teuerungsraten der USA stärker ausfallen als erwartet, wäre dies ein weiteres Signal an die Notenbank Fed, um restriktiver Maßnahmen einzuleiten.

Erwartet wird eine Inflationsrate für den September gegenüber dem Vorjahresmonat in Höhe von 5,3 Prozent und damit so viel wie im Monat zuvor.

Auch die Veröffentlichung der sogenannten „FOMC Minutes“ dürften Investoren auf Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik abklopfen. Bewegungspotenzial besteht durch beide Events somit allemal. Da Kryptowährungen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in der westlichen Welt als beliebtes Hedge- und Diversifikationsinstrument gelten, wäre eine Zinswende in den USA tendenziell negativ zu bewerten.

JPMorgan CEO Jamie Damie bezeichnet Bitcoin als wertlos

Der Chef der US-Investmentbank JPMorgan hat abermals gegen Bitcoin und Co gewettert und die nach Marktgröße wichtigste Digitalwährung als „wertlos“ bezeichnet. „Ich persönlich denke, dass Bitcoin wertlos ist“, sagte Dimon am Montag auf einer Veranstaltung des Institute of International Finance.

„Ich möchte kein Sprecher sein – das ist mir egal. Für mich macht das keinen Unterschied“, sagte er. „Unsere Kunden sind Erwachsene. Sie sind anderer Meinung. Das macht Märkte aus. Wenn sie also Zugang haben möchten, um sich Bitcoin zu kaufen, können wir sie nicht verwahren, aber wir können ihnen einen legitimen, so sauberen Zugang wie möglich gewähren.“

Institutionelle Interesse an Kryptowährungen weiter hoch

Auswirkungen durch die Aussagen des JPMorgan Chefs auf die Kurse um Bitcoin und Co sind indes nicht zu erwarten. Auf der anderen Seite hatte JPMorgan im Jahr 2019 angekündigt, eine digitale Währung namens JPM Coin einzuführen. Auch vermögensverwaltende Kunden haben bereits Zugang zu Kryptofonds erhalten. Besagte Entwicklung zeigt, dass sich größere Institutionen dem Trend von Kryptowährungen nicht mehr verschließen können, da die Nachfrage nach entsprechenden handelbaren Produkten zu groß ist.

Gerade das institutionelle Interesse bleibt womöglich eines der entscheidenden Faktoren für die jüngste Kursrallye. Nicht zuletzt der Aufschrei nach einer forcierten Regulierung von Kryptowährungen rund um den Globus lockt größere Adressen an, da Bitcoin und Co vor diesem Hintergrund in einen seriösen Mantel gepackt werden.

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