Anleger haben am Tag der Einführung des Bitcoins in El Salvador sprichwörtlich Reißaus genommen. Zwischenzeitlich sackte die nach Marktgröße wichtigste Währung binnen weniger Stunden um über 10.000 Dollar ab. Auch Währungen aus den zweiten und dritten Reihen kamen entsprechend unter die Räder. Einen Tag später ist und bleibt die Stimmung am Markt angeknackst.

Bitcoin Kurs auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Bitcoin debütiert in El Salvador als Zahlungsmittel – Bitcoin und Co geraten unter Druck

Das Debüt in El Salvador haben sich Anleger durchaus anders vorgestellt. Neben technischen Schwierigkeiten sind es wachsende Bedenken in puncto Missbrauch der Kryptowährung, wie beispielsweise Geldwäsche, welche Anleger verunsichern. Berichten zufolge habe es Probleme mit dem Download des Wallets “Chivo” gegeben. Nutzer, welche sich besagte digitale Geldbörse herunterladen, bekommen 30 US-Dollar als Startguthaben geschenkt, was etwa dem Dreifachen des durchschnittlichen Tageslohns entspricht.

Angesichts forcierter Bedenken rund um den Missbrauch des Bitcoins, wie beispielsweise Geldwäsche, rücken Regulierungssorgen wieder in den Vordergrund der Anleger. Möglicherweise wurden durch den gestrigen Start „schlafende Hunde“ geweckt. Die Sorge vor einer strafferen Regulierung bleibt es der Damoklesschwerter, welche im Jahr 2021 über den Köpfen der Anleger schweben.

US-Börsenaufsicht SEC droht Coinbase zu verklagen

Die US-Börsenaufsicht Securities Exchange Commission (SEC) hat gedroht, die US-amerikanische Kryptobörse zu verklagen, wenn entsprechende Pläne zur Einführung eines Programms durchgeführt werden, mit dem Nutzer Zinsen durch das Verleihen von Kryptowerten verdienen können. Laut des Chief Legal Officers des Unternehmens würden man die Einführung des Produktangebots „Lend“ bis mindestens Oktober verschieben. Hintergrund ist, dass die SEC Bedenken hat, dass das sogenannte „Lending“ oder die „Kreditvergabe“ ein Wertpapier beinhalte. Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde müssen besagte Produkte den Wertpapiergesetzen entsprechen. Die Coinbase Aktie büßt vor diesem Hintergrund weitere 2,50 Prozent auf 260 Dollar pro Anteilsschein ein. Bereits am Dienstag war das Papier vor dem Hintergrund der Bitcoin-Turbulenzen unter die Räder gekommen. Auch weitere Aktien aus der Branche wie etwa die deutsche Bitcoin Group oder Mining- Unternehmen wie Riot- und Blockchain Hive gerieten in Mitleidenschaft.

Der gestrige Ausverkauf könnte demnach durch die regulatorische Unsicherheit durch die US-SEC begünstigt worden sein. Da Coinbase als einer der Branchenführer gilt, legen Anleger sämtliche Hiobsbotschaften auf die Goldwaage. Eine Kombination aus regulatorischen Unsicherheiten durch El Salvador und der US-Aufsichtsbehörde, gepaart mit Liquidationen an gehebelten Positionen im großen Stil, dürften den gestrigen Flash Crash ausgelöst haben.

Coinbase Aktie auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Sie können den Micro-Bitcoin-Future mit CapTrader handeln. Eröffnen Sie noch heute ein Livekonto oder lernen Sie zunächst das Trading mit einem risikolosen Demokonto kennen.