Nachdem der Bitcoin Kurs in der Nacht von Samstag auf Sonntag stellenweise bis in die Spitze über 20 Prozent eingebrochen war, stehen die Zeichen zur Wochenmitte zwar wieder auf Erholung, doch die Stimmung bleibt angeknackst.

Am Wochenende war die federführende Währung auf dem europäischen Handelsplatz Bitstamp zwischenzeitlich bis auf rund 51.500 Dollar abgesackt und damit auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen. Auch die zweitwichtigste Währung Ether büßte zweistellig an Wert ein.

Der Grund für den Kurssturz basierte auf Spekulationen in der Community. Laut Einschlägigen Twitter-Meldungen gingen Gerüchte umher, dass das US-Finanzministerium schon bald verstärkt wegen Geldwäsche mit Kryptwowährungen vorgehen könnte. Das Brodeln der Gerüchteküche zeigt, dass Anleger Bitcoin und Co. im rasanten Tempo den Rücken kehren können. Das Schmuddelimage hat der Bitcoin bis heute nicht ablegen können, da dieser immer wieder mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht wird.

Eine ramponierte Reputation dürfte es für Bitcoin und Co in Zukunft schwieriger machen, vollständig von institutionellen Adressen akzeptiert zu werden.

Anleger machen nach Coinbase-IPO verstärkt Kasse

Nicht zuletzt ohnehin überfällige Gewinnmitnahmen dürften nach dem Coinbase-IPO von vergangenem Mittwoch die Verlustserie begünstigt haben. Vor einer Woche hatte die US-amerikanische Krypto-Tauschplattform Coinbase an der techlastigen US-Börse Nasdaq ihr Debüt gefeiert. Im Vorfeld waren die Kurse um Bitcoin und Ether jeweils auf ein Rekordhoch geklettert. Nach dem Börsengang scheint die Luft fürs Erste nun aber draußen sein. Eine Konsolidierung tut angesichts der überkauften Marktlage weiterhin not und sollte vor diesem Hintergrund nicht weiter überraschen.

Begünstigt wurde die rasante Talfahrt zudem durch Liquidierungen zahlreicher Long-Positionen. Die Kursdynamik deutet ohnehin auf einen klassischen “Long Squeeze” hin. Der Bitcoin dürfte zudem Zielscheibe von spekulativen Adressen geworden sein, welche auf einen rasanten Kursverfall nach der jüngsten Hausse gesetzt haben.

Der Kursverfall verdeutlich abermals den Risikograd der hochvolatilen Anlageklasse. Bitcoin und Co. sind und bleiben nichts für schwache Nerven. Die Luft ist fürs Erste nun jedoch endgültig draußen.

Bitcoin Chart auf Wochenbasis (Logarithmiert)

Quelle: Tradingview

PayPals Bezahldienst für Firmen setzt auf Kryptowährungen

Venmo, der Peer-to-Peer-Zahlungsdienst von PayPal hat am Dienstag bekannt gegeben, dass man seinen Nutzern über die App das Kaufen, Verkaufen und Halten von Kryptowährungen möglich machen wolle. Dazu zählen Bitcoin, Ether, Litecoin und Bitcoin Cash.

Mit über 70 Millionen Kunden gilt Venmo als eine der beliebtesten Zahlungs-Apps in den Vereinigten Staaten, insbesondere bei jüngeren Verbrauchern. Im vergangenen Jahr wurden rund 159 Milliarden Dollar versendet.

“Unser Ziel ist es, unseren Kunden eine benutzerfreundliche Plattform zur Verfügung zu stellen, die den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen vereinfacht und einige der häufigsten Fragen und Missverständnisse der Verbraucher entmystifiziert”, so Darrell Esch, Senior Vice President und General Manager von Venmo.Bereits im Oktober 2020 hatte der Bezahldienst PayPal angekündigt, das Kaufen, Verkaufen und Halten von ausgewählten Kryptowährungen möglich machen zu wollen. Derweilen können US-Kundinnen- und Kunden über die App diesen Service nutzen, welcher in naher Zukunft auch auf andere Länder ausgeweitet werden soll. Seitdem Einstieg PayPal in die Krypto-Branche haben Bitcoin und Co verstärkt Aufmerksamkeit erfahren können. Dieser Schritt gilt als Ritterschlag für Crypto Assets.

Coinbase-Handel in Frankfurt am Main ausgesetzt

Der Handel der Coinbase Aktie auf dem Frankfurter Börsenparkett ist per Freitag eingestellt worden, heißt es von der Deutschen Börse. Der Grund sei technischer Natur. Um den Handel wieder aufnehmen zu können, müsse ein sogenannter LEI-Code vorliegen. Der Code für den Titel sei falsch angegeben worden. „Der einzige Weg, um Coinbase wieder in den Handel aufnehmen zu können, ist die Beantragung einer LEI durch den Emittenten“, sagte eine Sprecherin.

Die Papiere von Coinbase befinden sich im vorbörslichen US-Handel rund 3,6 Prozent im Minus. Nachdem das Unternehmen vor rund einer Woche aus dem Stand mit über 100 Milliarden Dollar bewertet worden war, geht es für den Anteilsschein bis heute gen Süden. Die Aktien suchen nach wie vor ihren möglichen Boden bei rund 310 Dollar. Konsolidierungstendenzen bei neu aufgelegten Tech-Titeln sind keine Seltenheit.

Coinbase Chart auf 4-Stunden-Basis

Quelle: Tradingview

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