Für die größte und bekannteste Kryptowährung beginnt die neue Handelswoche alles andere als nach Maß. Bereits zu Wochenbeginn sackte die federführende Währung zwischenzeitlich unter die mentale Barriere von 50.000 Dollar. Mittlerweile notiert der Bitcoin Kurs bei rund 45.000 Dollar und damit über 17 Prozent im Minus. Die zweitwichtigste Währung Ether gibt über 24 Prozent auf 1.400 Dollar ab. Am Wochenende notierte die Währung erstmals in ihrer Geschichte bei über 2.000 Dollar. Auch der Bitcoin war am Sonntag auf ein Rekordhoch bei über 58.354 Dollar gestiegen. Nun folgt die Katerstimmung.

Janet Yellen macht erneut gegen Bitcoin und Co. mobil

Als Auslöser dient die Furcht vor einer zukünftig härteren Haltung seitens der Regulierungsbehörden gegenüber Bitcoin und Co. US-Finanzministerin Janet Yellen hatte am Montag auf die Dringlichkeit einer härteren Gangart von Kryptowährungen hingewiesen. Forciert wurde der Absturz schließlich durch die Ausführung zahlreicher Stop-Loss-Orders seitens automatisierter Handelssysteme.

Kurseinbruch spricht für „Long-Squeeze“

Ausmaß und Dynamik des imposanten Rücksetzers weisen auf einen möglichen „Long-Squeeze“ hin. Anleger, welche auf pausenlos steigende Kurse gewettet haben, sitzen nun auf ihren Buchverlusten. Hintergrund des jüngsten Einbruchs sind offenbar Liquidierungen zahlreicher Long-Positionen – ein Long-Squeeze, wie aus dem Bilderbuch. Angesichts des Abgabedrucks bleibt eine Korrektur bis auf das Rekordhoch von Anfang Januar bei 42.000 Dollar denkbar.

Vor dem Hintergrund, dass sich viele unerfahrene Marktteilnehmer im Markt aufhalten, welche spätestens seit Anfang des Jahres dem Markt beigetreten sind, dürfte ein nicht unbedeutender Teil zudem Panik verspürt haben.

Tesla-Papiere geraten ebenfalls unter Druck

Auch die Papiere des E-Autobauers Teslas bekommen nun die volle Wucht der risikobehafteten Anlageklasse zu spüren. Die Aktionäre dürften den Preisverfall beim Bitcoin nun abstrafen. Auch die Bewertung der Kurse als “zu hoch” durch Tesla-Chef Elon Musk könnte verspätet bei Anlegern einschlagen. Musk hat sich mit seiner verbalen Intervention offensichtlich ins eigene Bein geschossen. Der Anteilschein von Tesla verliert zunächst 9 Prozent auf 557,20 Euro.

Eine Konsolidierung hatte sich bereits seit geraumer Zeit angedeutet. Zu hoch waren die Preisniveaus in Folge der nicht enden wollenden Hausse geschossen, zu groß war die zuletzt jüngste Euphorie. Mit einer derartig panischen Korrekturbewegung dürften nur die wenigsten gerechnet haben.

Dennoch bleibt die Korrekturbewegung weiterhin als “gesund” zu betrachten. Technischer Spielraum auf der Unterseite besteht bis auf 44.000 respektive 40.000 Dollar.

Ether steigt auf über 2.000 Dollar und stürzt ab

Die zweitwichtigste Kryptowährung Ether ist am Wochenende erstmals in ihrer Geschichte über die psychologische Marke von 2.000 Dollar gestiegen. Damit konnte die alternative Währung zwei Wochen nach Start der Ether Futures an der US-Börse CME seine Rekordjagd weiter fortsetzen. Nur zwei Tage später büßt der Kurs im Zuge des Bitcoin-Abverkaufs bis in die Tiefe über ein Viertel seines Wertes ein.

Die Lancierung der Terminkontrakte bleibt dennoch weiteres Wasser auf die Mühlen institutioneller Anleger, welche in Bitcoin und Co. ein Hedge- und Diversifikationsinstrument angesichts drohender Inflationsrisiken rund um den Globus sehen. In der ersten Woche wurde ein Gesamtvolumen von über 160 Milliarden Dollar gehandelt.

Übergeordnet profitieren alternative Währungen wie etwa Ether auch von dem Bitcoin-Boom. Seit Freitag wird das Asset Bitcoin erstmals mit über einer Billionen Dollar bewertet. Damit rangiert Bitcoin hinter Google Alphabet (1,413 Billionen Dollar ) und dem Rohstoff Silber (1,5 Billionen Dollar).

Grundsätzlich sprechen aktuell zahlreiche Gründe für die aktuelle Hausse im Gesamtmarkt. Nicht nur Tesla-Chef Elon Musk dürfte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Mit Tesla als auch privat hat Musk nach wie vor großen Gefallen daran, die Rallye zu befeuern. 

Angetrieben wird die Rallye aktuell aber auch durch die Angst der Anleger, etwas verpassen zu können. Vor allem Privatanleger dürften in den vergangenen Tagen blindlings in den Markt gesprungen sein. Die Kletterpartie scheint spätestens heute aus dem Ruder gelaufen zu sein. Die Investoren, allen voran Schnäppchenjäger könnten aber schon bald wieder Fuß fassen.

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