Bitcoin, Ether und Co konsolidieren weiterhin auf hohem Niveau. Die in der vergangenen Woche forcierten Regulierungssorgen in den USA hängen Anlegern weiterhin spürbar in den Knochen. Dazu gesellen sich nach wie vor ohnehin überfällige Gewinnmitnahmen angesichts schwelender Zinserhöhungsspekulationen jenseits des Atlantiks. Die Hoffnungen auf eine Jahresendrallye wollen aber noch nicht gänzlich abreißen. Der Plan einer „Bitcoin City“ in El Salvador lässt Marktteilnehmer aktuell noch kalt.

Forcierte Regulierungen in den USA machen Anleger weiterhin zu schaffen

Unter anderem aus Furcht vor schärferen Steuer- und Transparenzgesetzen für Kryptowährungen auf US-amerikanischen Grund und Boden sind Anleger bereits in der vergangenen Woche verstärkt in Deckung gegangen. Diese negative Tendenz hat sich auch in der neuen Handelswoche weiter fortgesetzt. Mittlerweile hat sich der Bitcoin über 22 Prozent von seinem jüngsten Rekordhoch bei 69.000 Dollar entfernt.

US-Präsident Joe Biden hatte vor rund 1,5 Wochen ein neues Infrastrukturgesetz unterzeichnet und damit gleichzeitig auch neue Gesetze für Kryptowährungen in Kraft gesetzt.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Zinserhöhungsspekulationen jenseits des Atlantiks halten an

Dazu gesellen sich anhaltende Zinserhöhungsspekulationen in den USA, welche Kryptowährungen im Hinblick als Anlagealternative angesichts von Inflationssorgen unattraktiver machen könnten. Mittlerweile rechnet man im kommenden Jahr bereits mit der ersten Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Für das Jahr 2023 werden zwei Zinsschritte erwartet. Aktuell bewegt sich das Zinsniveau in den Vereinigten Staaten zwischen null und 0,25 Prozent. Gerechnet wird mit einer Anhebung um jeweils 0,25 Prozentpunkte.

Da Kryptowährungen in Kreisen vieler Anleger als Absicherungsinstrument gegen Wertrisiken fungieren, würde eine Zinswende durchaus Belastungspotenzial triggern.

El Salvador kündigt Bau einer „Bitcoin City“ – den Markt interessiert dies (noch) nicht

“Investieren Sie hier und verdienen Sie so viel Geld, wie Sie wollen”. Dies ist eine vollständig ökologische Stadt, die funktioniert und von einem Vulkan mit Energie versorgt wird, sagte der salvadorianische Präsident Bukele.

El Salvador hat den Bau einer eigenen „Bitcoin City“ angekündigt, welche durch erzielte Einnahmen aus lancierten Bitcoin-Bonds finanziert werden soll. Verlangt werde lediglich eine übliche Mehrwertsteuer. Gleichzeitig soll die Stadt via einen Vulkan mit Energie versorgt werden, heißt es.

Bereits im Spätsommer hatte El Salvador den Bitcoin als erstes Land in der Geschichte als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und damit große Wellen geschlagen. Mit dem Bau einer „Bitcoin City“ will Machthaber Bukele weitere Aufmerksamkeit auf sein Land ziehen und den Weg zu einer sukzessiven Entkoppelung des US-Dollar ebnen. Ob sich das Vorhaben am Ende des Tages tatsächlich in die Praxis umsetzen lassen wird, bleibt abzuwarten. Möglicherweise handelt es sich aktuell lediglich um einen Marketing-Gag. Auch die Anleger hatte die Ankündigung nicht großartig berührt.

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