Bitcoin, Ether und Co befinden sich zur Wochenmitte weiter im Aufwind. Die nach Marktgröße wichtigste Digitalanlage Bitcoin (BTC) notiert bei über 49.224 Dollar und robbt sich damit an 50.000er-Marke heran. Die zweitgrößte Währung Ether (ETH) kann die psychologische Marke von 4.000 Dollar zurückerobern. Schnäppchenjäger sorgen für ein positives Momentum. Allerdings bleiben die Abwärtsrisiken schwelend, womit es gleichzeitig an überzeugten Käufern mangelt.

Ein mögliches Verbot von Kryptowährungen in Russland lässt Anleger hingegen kalt.

Bitcoin Chart auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Sorgen um „Omikron“ kurzfristig aus den Augen aus dem Sinn

Kurzfristig agierende Anleger haben trotz makroökonomischer Unsicherheitsfaktoren bereits am Dienstag für eine positive Gegenbewegung am Markt gesorgt. Auch am Mittwoch setzen sich die grünen Vorzeichen zunächst weiter fort. Die Sorgen rund um die Coronavirus-Mutation „Omikron“ und die damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten hatten Anleger in der vergangenen Woche wieder vorsichtiger werden lassen. Auch wenn die Risiken rund um „Omikron“ kurzfristig wieder nachgelassen haben, befinden sich diese alles andere als aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern. Von einer nachhaltigen Trendwende kann bis dato keineswegs die Rede sein. Womöglich handelt es sich lediglich um eine technische Gegenbewegung und damit um ein Strohfeuer.

Sollte es in der laufenden Coronavirus-Pandemie abermals zu einem flächendeckenden Lockdown in der Alten Welt und womöglich auch in den Vereinigten Staaten kommen, dürfte dies Furcht vor neuen wirtschaftlichen Kollateralschäden nähren. Vor diesem Hintergrund könnten riskante Anlageklassen wie etwa Kryptowährungen wieder mit spitzen Fingern angefasst werden.

Russland plant Verbot von Kryptowährungen – Anleger zeigen sich unbeeindruckt

Die russische Zentralbank will den Handel mit Kryptowährungen in Russland verbieten, um der steigenden Anzahl von Transaktionen für finanzielle Risiken entgegenzuwirken. Seit Jahren wettert Russland gegen Bitcoin und Co und verweist dabei auf die Möglichkeit zur Geldwäsche nebst Terrorismusfinanzierung. Im Jahr 2020 wurde Kryptowährungen offiziell ein Rechtsstatus zugesprochen, gleichzeitig die Verwendung als Zahlungsmittel aber verboten.

Nun aber soll es der Nachrichtenagentur Reuters zufolge neue Gespräche über ein mögliches Verbot geben. Dieses könnte dann für zukünftige Käufe von Krypto-Assets gelten. Anderen Quellen zufolge sei die aktuelle Haltung der Zentralbank eine „völlige Ablehnung“ aller Kryptowährungen.

Derweilen plant die Bank of Russia am Ende des Tags einen digitalen Rubel auf die Beine zu stellen, um sich dem Trend der digitalen Staatswährungen anzuschließen. Damit soll das Finanzsystem modernisiert, Zahlungen beschleunigt und möglichen Bedrohungen durch andere dezentrale Kryptowährungen entgegengewirkt werden.